Kommentar
„’s ist leider Krieg – und ich begehre, Nicht schuld daran zu sein!“, so endet Matthias Claudius‘ Gedicht, das Uwe Glund am Freitagabend bei der Friedensdemo auf dem Marktplatz vorlas. Da fragt man sich freilich spontan: Wieso sollte eigentlich ich schuld sein? Was habe ich denn mit einem Krieg in der Ukraine zu schaffen?
Zu Kriegen rufen Generäle und Politiker auf. Meistens aus Gründen, die mit dem Wohl des Volkes wenig zu tun haben. Also muss dieses davon überzeugt werden, dass ein Vernichtungskampf unvermeidlich ist. Zum Beispiel, indem Frankreich einstmals zu unserem „Erzfeind“ erklärt wurde, oder weil wir angeblich „Lebensraum im Osten“ brauchten. Anders gesagt: Jeder Krieg beginnt mit einer Lüge. Im Volk müssen Emotionen geschürt werden, damit es schließlich lauthals „Ja!“ schreit, wenn einer fragt: „Wollt ihr den totalen Krieg?“
Hier gilt es wachsam zu sein, und sich nicht für Interessen anderer instrumentalisieren zu lassen. Denn kein Mensch will von Natur aus Krieg. Krieg bringt nur Elend und Leid. Doch Wunschdenken allein hilft nicht. Man muss auch was dafür tun.
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