Heiße Eisen im Gemeinderat

An­kün­di­gung«
In sei­ner letz­ten Sit­zung vor der Som­mer­pause am kom­men­den Don­ners­tag, 23. Juli, be­fasst sich der Ge­mein­de­rat mit 28 Punk­ten auf der Ta­ges­ord­nung.

Dar­un­ter: das Thema Block­heiz­kraft­werk in der Grau­halde so­wie das Bür­ger­be­geh­ren zum Mu­se­ums­stand­ort, das für un­zu­läs­sig er­klärt wer­den soll.

Laut Sit­zungs­vor­lage stellt die Ver­wal­tung für die­sen Fall eine Wie­der­ho­lung des Bür­ger­be­geh­rens in Aus­sicht.

Auch wenn in der Ge­mein­de­ord­nung (siehe § 21 Abs. 3 Satz 3) für die­ses eine Frist von 3 Mo­na­ten ge­setzt ist, wel­che für den hier be­tref­fen­den Ge­mein­de­rats­be­schluss be­reits am 26. Juli ab­ge­lau­fen ist.

„Heiße Ei­sen im Ge­mein­de­rat“ wei­ter­le­sen

„Das Bürgerbegehren ist zulässig“

Kurz­mel­dung«
„Das in Schorn­dorf an­hän­gige Bür­ger­be­geh­ren, bei dem es sich um ein aus­schließ­lich kas­sa­to­ri­sches Bür­ger­be­geh­ren han­delt, ist nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs (VGH) Ba­den-Würt­tem­berg zu­läs­sig“, schreibt der Po­li­tik­wis­sen­schaft­ler Dr. Ed­gar Wun­der in ei­nem Brief an OB Hornikel.

Er ist der Lan­des­vor­sit­zende des Fach­ver­bands „Mehr De­mo­kra­tie“, wel­cher seit über 20 Jah­ren un­par­tei­isch in Sa­chen Bür­ger­be­geh­ren be­rät – so­wohl Kom­mu­nen als auch Bür­ger­initia­ti­ven.

Über die Presse ist er auf den Schorn­dor­fer Fall auf­merk­sam ge­wor­den. Er in­for­mierte nun die hie­sige Ver­wal­tung dar­über, dass „nach un­se­rer gründ­li­chen Prü­fung“, das Bür­ger­be­ge­hen zum Ver­bleib des Mu­se­ums am Kirch­platz „recht­lich zwin­gend zu­zu­las­sen“ sei, „eine an­dere Ent­schei­dung wäre rechts­wid­rig“.

„„Das Bür­ger­be­geh­ren ist zu­läs­sig““ wei­ter­le­sen

Hornikel will Bürgerentscheid verhindern

Kurz­mel­dung«
Der Rat­haus-Chef schlägt dem Ge­mein­de­rat vor, in sei­ner Sit­zung am kom­men­den Don­ners­tag, 23. Juli, das Bür­ger­be­geh­ren zum Er­halt des Mu­se­ums am Kirch­platz für „un­zu­läs­sig“ zu er­klä­ren.

Als Grund führt er an, dass das Be­geh­ren kei­nen Kos­ten­de­ckungs­vor­schlag ent­halte.

Dem­ge­gen­über er­klärt Alt-OB Win­fried Kü­b­ler von der Pro Mu­seum Bür­ger­initia­tive, dass es ein sol­ches auch gar nicht brau­che, weil der an­ge­strebte Bür­ger­ent­scheid keine zu­sätz­li­chen Kos­ten ver­ur­sacht, son­dern – im Ge­gen­teil – da­durch das Geld ge­spart wird, das für Um­zug und Miete am Bus­bahn­hof sonst an­fällt.

„Hornikel will Bür­ger­ent­scheid ver­hin­dern“ wei­ter­le­sen

„Unerwartet und schwer erklärlich“

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Als Grund für die Haus­halts­sperre nennt die Stadt­ver­wal­tung, dass die Ge­wer­be­steuer, die bei der Pla­nung mit Ein­nah­men in Höhe von 31 Mil­lio­nen Euro be­zif­fert war, bis Jah­res­ende um 3 Mil­lio­nen Euro nied­ri­ger aus­fal­len werde, näm­lich nur noch 28 Mil­lio­nen Euro be­tra­gen werde.

Wie es dazu kam, kann man im Haus­halts­plan für 2025/​26 nach­le­sen: Dem­nach la­gen die Ge­wer­be­steuer-Ein­nah­men jah­re­lang stets un­ter der 20 Mil­lio­nen Euro Marke, be­vor sie im Jahr 2023 plötz­lich auf knapp 27 Mil­lio­nen Euro an­stie­gen: „Un­er­war­tet und schwer er­klär­lich“, wie die Fi­nanz­ver­wal­tung be­kennt, den­noch mit Freu­den auf­ge­nom­men.

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Englert erteilt Haushaltssperre

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Der mi­se­ra­ble Zu­stand der Stadt­fi­nan­zen (u.a. 3 Mil­lio­nen Euro we­ni­ger an Ge­wer­be­steuer-Ein­nah­men) ver­an­lasst Bür­ger­meis­ter Eng­lert, dem Ge­mein­de­rat „drin­gend zu emp­feh­len“, eine Aus­ga­ben-Sperre im Rat­haus ein­zu­füh­ren.

So steht‘s in der Vor­lage für die Sit­zung des Ver­wal­tungs- und So­zi­al­aus­schus­ses am mor­gi­gen Don­ners­tag, 9. Juli.

Kon­kret ge­sperrt wer­den so­mit ne­ben dem Kauf neuer Fahr­zeuge auch die Aus­ga­ben für ex­terne Be­ra­tun­gen und ex­terne Re­fe­ren­ten, für „Zu­schüsse ohne Rechts­an­spruch“, für frei­wil­lige Leis­tun­gen so­wie IT-Er­wei­te­run­gen.

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Petition und XXL-Gräber in der TA-Sitzung

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Am kom­men­den Diens­tag, 7. Juli, steht die Pe­ti­tion ge­gen die Er­rich­tung ei­nes Heiz­kraft­werks in der Grau­halde ganz oben auf der Ta­ges­ord­nung des Tech­ni­schen Aus­schus­ses (TA).

Der An­trag der Ver­wal­tung dazu lau­tet: „Kennt­nis­nahme der am 29.05.2026 über­ge­be­nen On­line-Pe­ti­tion so­wie das hierzu über­ge­bene Schrei­ben der Ver­trau­ens­per­so­nen“.

Im da­von be­trof­fe­nen Wohn­ge­biet be­fürch­ten An­woh­ne­rIn­nen, durch den Bau der An­lage Schä­den durch Lärm und Luft­ver­schmut­zung zu er­lei­den.

Nicht we­ni­ger be­sorg­nis­er­re­gend emp­fin­den sie die Aus­sicht ei­nes Zwangs­an­schlus­ses an die­ses Kraft­werk, durch den ihre En­er­gie­kos­ten auf das Dop­pelt stei­gen könn­ten, wie sie aus ei­nem Be­richt des SWR-Fern­se­hens („Der Fern­wärme aus­ge­lie­fert“) er­fuh­ren.

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Jetzt über 3.500 Menschen pro Museums-Verbleib

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Zwei Tage nach der of­fi­zi­el­len Über­gabe der Un­ter­schrif­ten­lis­ten für das Bür­ger­be­geh­ren be­züg­lich Bei­be­hal­tung des Mu­se­ums-Stand­orts hat Man­fred Ban­tel vo­ri­gen Mitt­woch noch wei­tere 175 Un­ter­schrif­ten im Rat­haus nach­ge­reicht.

So­mit ist die Zahl de­rer, die ei­nen Bür­ger­ent­scheid zu die­ser Frage for­dern, auf 3.572 ge­stie­gen.

Um­ge­rech­net sind das 11,6 Pro­zent der ak­tu­ell 30.851 Wahl­be­rech­tig­ten in Schorn­dorf.

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Was Hornikel drei Müttern antwortet

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In der Bür­ger­fra­ge­stunde ein­gangs der Ge­mein­de­rats­sit­zung am Don­ners­tag kon­fron­tiere Vi Wie­ler den Ober­bür­ger­meis­ter mit der rhe­to­ri­schen Frage: „Wie stel­len Sie sich kon­kret das Fa­mi­li­en­le­ben in Schorn­dorf vor?“

Und zwar an­ge­sichts der Tat­sa­che, dass die Be­treu­ungs­an­ge­bote früh­mor­gens und spät­abends ge­kappt wur­den, dass das El­tern­geld ge­stri­chen werde und dazu jetzt noch die Kita-Ge­büh­ren an­ge­ho­ben wer­den sol­len, wie die junge Mut­ter, die Mit­glied im Ge­samt­el­tern­bei­rat hie­si­ger Ki­tas ist, aus­führte.

Eine wei­ter Mut­ter er­gänzte, dass stei­gende Kos­ten al­lent­hal­ben nicht mehr auf­zu­fan­gen seien: „Die Fa­mi­lien sind ein­fach am Rand.“

Ganz un­ver­blümt sagte sie: „Es bleibt nicht mehr viel zum Le­ben.“ Sie fragte im Hin­blick auf den ge­plan­ten Park auf dem Ar­chiv­platz: „Warum baut man so was in Zei­ten, wo wir alle fi­nan­zi­elle Pro­bleme ha­ben?“

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