Ausstellung „Frauenalltag um 1900“

An­kün­di­gung
In Wein­stadt wird am mor­gi­gen Sonn­tag, 3. Juli, um 11.15 Uhr eine Aus­stel­lung mit dem Ti­tel „Ar­beit. Bil­dung. Chan­cen. Frau­en­all­tag um 1900 – und heute?“ er­öff­net. Auch wenn im Hin­blick auf die Gleich­be­rech­ti­gung in­zwi­schen viel er­reicht wurde, gebe es un­be­streit­bar noch „enor­men Hand­lungs­be­darf in po­li­ti­scher, wirt­schaft­li­cher und so­zia­ler Hin­sicht“, meint Ku­ra­to­rin Kers­tin Mül­ler Phil­ipps Sohn.

Ein Ver­gleich mit der Si­tua­tion von Frauen vor rund 100 Jah­ren, als sie noch nicht ein­mal das Wahl­recht be­sa­ßen, helfe, heu­tige Po­si­tio­nen bes­ser zu er­ken­nen und Per­spek­ti­ven zu ent­wi­ckeln. Egal, ob Haus­halt, Land­wirt­schaft, In­dus­trie oder Frei­zeit: Fast je­der Le­bens­be­reich der Frauen wird in der Aus­stel­lung mit ori­gi­na­len Ob­jek­ten il­lus­triert. Im Be­gleit­pro­gramm fin­den sich zu­dem Füh­run­gen, Vor­träge, Vor­führ- und Mit­mach­ak­tio­nen so­wie eine in­ter­ak­tive Ral­lye zu al­len Stand­or­ten.

Ne­ben der Ku­ra­to­rin kom­men zur Er­öff­nung zwei Män­ner zu Wort: Tho­mas De­iß­ler (Ers­ter Bür­ger­meis­ter von Wein­stadt) und Dr. Jörg Schmidt, Prä­si­dent des Schwä­bi­schen Chor­ver­band. Denn die Aus­stel­lung ist eine Ko­ope­ra­tion der Stadt­ver­wal­tung mit letz­te­rem.

„Aus­stel­lung „Frau­en­all­tag um 1900““ wei­ter­le­sen

Fassadengrün: Wein oder Gemüse?

Ein Bei­spiel für Kli­ma­schutz durch Fas­sa­den­be­grü­nung ist das Haus der Fa­mi­lie Kieß am Och­sen­berg, di­rekt am Ein­gang zum Schloss­park. Dort hat sich seit Jah­ren ein wil­der Wein über die ge­samte Haus­front aus­ge­brei­tet und schützt sie im Som­mer da­vor, sich zu sehr auf­zu­hei­zen. Im In­ne­ren des Hau­ses steige die Tem­pe­ra­tur nie hö­her als 25 Grad, sagt Cor­ne­lia Kieß.

Eine an­dere Idee für mehr Grün in der Stadt kennt Cor­ne­lia Kieß aus Hann. Mün­den in Nie­der­sach­sen. Dort be­gann die Ver­wal­tung im Jahr 2015 „amt­lich an­er­kannte Blüh­stel­len“ in der Stadt aus­zu­wei­sen. Das sind kleine Fleck­chen di­rekt an Haus­wän­den in der Stadt, wo das Pflas­ter auf­ge­bro­chen wurde, so dass sich die Na­tur dort ent­fal­tet und auch dem In­sek­ten­ster­ben et­was ent­ge­gen­ge­setzt wer­den kann.

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Stadtentwicklung ohne Schuster

Kurz­mel­dung
Wie der CDU-Stadt­ver­band mit­teilt, musste Wolf­gang Schus­ter seine Teil­nahme bei der mor­gi­gen Ver­an­stal­tung in der Bar­bara-Kün­kel­in­halle zum Thema Stadt­ent­wick­lung we­gen ei­nes Trau­er­falls ab­sa­gen. Ei­nen Er­satz habe man so kurz­fris­tig nicht fin­den kön­nen. Da­her werde Osi­an­der-Chef Riet­mül­ler als ein­zi­ger ein Im­puls­re­fe­rat hal­ten, be­vor OB Hornikel und Cen­tro-Che­fin Clau­dia Mau­rer-Ban­tel auf dem Po­dium mit­ein­an­der dis­ku­tie­ren, wie Schorn­dorfs In­nen­stadt der Zu­kunft aus­se­hen soll.

3 Männer und die Stadtentwicklung

An­kün­di­gung
„Wie sieht die In­nen­stadt der Zu­kunft aus?“ fragt sich der CDU-Stadt­ver­band und lädt des­halb am Mon­tag, 27. Juni, um 19 Uhr in die Bar­bara-Kün­ke­lin-Halle. Zwei „aus­ge­wie­sene Ex­per­ten“ wer­den dort das Thema be­leuch­ten: Wolf­gang Schus­ter und Chris­tian Rieth­mül­ler. Ers­te­rer war OB in Schwä­bisch Gmünd und Stutt­gart, jetzt lei­tet er das pri­vate „In­sti­tut für nach­hal­tige Stadt­ent­wick­lung“. Letz­te­rer ist Ge­schäfts­füh­rer der Osi­an­der-Buch­hand­lun­gen und Prä­si­di­ums­mit­glied beim VfB. Im an­schlie­ßen­den Po­di­ums­ge­spräch wird ne­ben OB Hornikel Clau­dia Mau­rer-Ban­tel als ein­zige Frau das Wort er­grei­fen. Sie ist Vor­sit­zende von Schorn­dorf­Cen­tro.

Stadt­pla­nung dis­kri­mi­niere Frauen und Mäd­chen nicht ak­tiv und be­wusst, er­klärt Mary Del­len­baugh-Losse, Lei­te­rin des Ur­bact-Pro­jekts, ei­nem „eu­ro­päi­schen Un­ter­stüt­zungs­pro­gramm für nach­hal­tige Stadt­ent­wick­lung“. Viel­mehr ist es his­to­risch ge­wach­sen, dass diese aus männ­li­cher Sicht er­folgt und da­her der Fo­kus vor­nehm­lich auf den Be­dürf­nis­sen der Män­ner liegt. Vie­len Pla­nern ist noch nicht ein­mal klar, dass Frauen an­dere An­sprü­che an die Ge­stal­tung des öf­fent­li­chen Raums stel­len. Diese im Vor­feld stär­ker zu er­fas­sen, sei un­ver­zicht­bar für eine sau­bere Grund­lage jeg­li­cher Pla­nung.

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Sommer-Sonnenwende

Ge­denk­tag
Am heu­ti­gen 21. Juni er­reicht die Sonne um 11.13 Uhr ih­ren höchs­ten Punkt im Jahr. Es ist Som­mer-Son­nen­wende, Mitt­som­mer. „Einst wurde die Som­mer­sonn­wende, ähn­lich wie die Win­ter­sonn­wende, volle zwölf Tage lang ge­fei­ert“, er­klärt der Kul­tur­anthro­po­loge Wolf-Die­ter Storl. Der Brauch, über die Asche des Sonn­wend­feu­ers zu sprin­gen, er­klärt er, ma­che nicht nur Spaß, son­dern „rei­nigt auch die Seele, putzt al­les weg, was sich da als Un­gu­tes an­ge­sam­melt oder als Über­flüs­si­ges in der Aura fest­ge­setzt hatte“.

Aus Lett­land be­rich­tet er zu­dem, dass vor dem Fest Blu­men ge­sam­melt wer­den, als Sym­bol für ei­gene Wün­sche, die man spä­ter ins Sonn­wend­feuer wirft. Ein an­de­rer Brauch ist der, dass junge Frauen in die­ser Nacht Blu­men sam­meln soll­ten, um sie un­ter ihr Kopf­kis­sen zu le­gen, da­mit ih­nen ihr Zu­künf­ti­ger im Traum er­scheint.

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Wie Klimaschutz verhindert wird

An­dere Städte ge­ben de­nen, die Haus­fas­sa­den be­grü­nen, Geld. Un­sere Ver­wal­tung aber be­kämpft sol­ches Grün in der Stadt. Die Wein­rebe am Hirsch­brun­nen wird stets im Herbst so stark zu­rück­ge­schnit­ten, dass sie je­des Jahr fast bei Null an­fan­gen muss zu wach­sen. Ohne die­sen Ein­griff würde sie – wie Spu­ren ih­rer frü­he­ren Aus­brei­tung zei­gen – schon längst beide Ne­ben­ge­bäude über­zie­hen und so­mit das Stadt­klima ver­bes­sern.

Fas­sa­den­grün wirkt im Som­mer der Über­hit­zung ei­nes Ge­bäu­des ent­ge­gen. Ein Bei­spiel aus Wien zeigt, dass eine be­wach­sene Haus­wand an son­ni­gen Ta­gen bis zu 15 Grad küh­ler ist. Mit­hin gibt sie auch we­ni­ger Wärme an die Um­ge­bung ab und macht so­mit den Auf­ent­halt an­ge­neh­mer. Für ei­nen glei­chen Ef­fekt müss­ten dort rund 45 Kühl­ge­räte acht Stun­den mit ei­ner Leis­tung von 3.000 Watt be­trie­ben wer­den.

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Den weiblichen Teil der Geschichte erfahren

An­kün­di­gung
Am kom­men­den Sonn­tag, 19. Juni, be­steht die Mög­lich­keit, an ei­nem Frau­en­stadt­rund­gang teil­zu­neh­men. Ne­ben den „Schorn­dor­fer Wei­bern“ gibt es wei­tere be­mer­kens­werte Frauen, die von hier stam­men oder hier ge­wirkt ha­ben. Da sind Stif­te­rin­nen und Klaus­ne­rin­nen, die Schrift­stel­le­rin Ka­ro­line Pau­lus und die Ma­le­rin Lu­do­vike Si­ma­no­wiz. Vor­ge­stellt wer­den zu­dem die Apo­the­ke­rin Selma Maier (Schwes­ter des Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Rein­hold Maier) und die erste Rich­te­rin Würt­tem­bergs Dr. Ilse Beiss­wan­ger.

Die Füh­rung ba­siert auf den For­schun­gen der Frau­en­geschichts­werk­statt Schorn­dorf, die hoch­in­ter­es­sante, teils amü­sante De­tails von zwölf Frauen aus fünf Jahr­hun­der­ten zu­tage ge­för­dert hat, um sie und ihre Zeit le­ben­dig wer­den zu las­sen.

Treff­punkt zur Füh­rung ist um 11 Uhr an der Nord­seite des Rat­hau­ses, am „Wei­ber­mo­saik“. Sie dau­ert ca. 1,5 Stun­den und kos­tet pro Per­son 6 Euro.

Dialog beim Frühstück

Glosse

Ger­linde: Gu­ten Mor­gen, hast Du gut ge­schla­fen?

Win­fried: Nicht so gut… hab‘ was Ko­mi­sches ge­träumt.

Ger­linde: Kein Wun­der! Dir ste­cken noch im­mer diese De­mons­tran­ten in den Kno­chen, die kürz­lich vor un­se­rem Haus wa­ren.

Win­fried: Von de­nen hab ich nicht ge­träumt.

Ger­linde: Der An­füh­rer ist ja jetzt auch vom Ge­richt ver­ur­teilt wur­den!

Win­fried: Zu 30.000 Euro Strafe.

Ger­linde: Ich find’s zwar biss­chen we­nig für den gro­ßen Schreck, den er uns be­rei­tet hat…

Win­fried: Gut war aber der Staats­an­walt, der be­tont hat, dass man „die Ein­schüch­te­rung von po­li­ti­schen Man­dats­trä­gern nicht zu­las­sen will“.

Ger­linde: Da­mit wir künf­tig in Ruhe schla­fen kön­nen.

Win­fried: Das hoffe ich auch.

Ger­linde: Aber sag, was hast du denn jetzt ge­träumt?

„Dia­log beim Früh­stück“ wei­ter­le­sen

OB-Bilanz „100 Tage im Amt“

Kurz­in­ter­view
Heute hat Bernd Hornikel seine ers­ten 100 Tage als neuer Ober­bür­ger­meis­ter von Schorn­dorf hin­ter sich. Grund für eine erste kleine Bi­lanz. Wir stell­ten ihm 10 Fra­gen.

1. Was war völ­lig an­ders, als Sie es er­war­tet hat­ten?

2. Wie sah die schönste Er­fah­rung aus, die Sie bis­her in die­sem Amt ge­macht ha­ben?

3. Warum sind Sie bzgl. Bü­che­rei von Ih­rem Wahl­ver­spre­chen „keine Pres­ti­ge­bau­ten“ ab­ge­wi­chen?

4. Wel­ches Wahl­ver­spre­chen wol­len Sie als nächs­tes an­ge­hen?

„OB-Bi­lanz „100 Tage im Amt““ wei­ter­le­sen
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