Jahresrückblick 2025 (Teil 3)

Im Sep­tem­ber er­fuh­ren wird, dass Sit­zungs­vor­la­gen für den Ge­mein­de­rat in­zwi­schen mit Hilfe so­ge­nann­ter „Künst­li­cher In­tel­li­genz“ an­ge­fer­tigt wer­den.

Das er­in­nert uns daran, dass Schorn­dorf sich vor we­ni­gen Jah­ren als Mo­dell­kom­mune für das Ex­pe­ri­ment „Smart City“ be­wor­ben hat, aber lei­der (oder zum Glück?) für die­ses För­der­pro­gramm nicht aus­ge­wählt wurde.

Mit den Wor­ten „Wir las­sen uns nicht ein­re­den, dass Krieg nor­mal ist“ wurde im glei­chen Mo­nat zu ei­ner gro­ßen Frie­dens­kund­ge­bung in Stutt­gart am „Tag der Deut­schen Ein­heit“ auf­ge­ru­fen. Denn: „Ein hoch­ge­rüs­te­tes Deutsch­land hat nie Frie­den ge­bracht“.

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Jahresrückblick 2025 (Teil 2)

In der Tra­di­tion von Pa­zi­fis­tin­nen wie Frida Per­len und He­lene Stö­cker set­zen sich ak­tu­ell ver­mehrt wie­der Frauen für den Frie­den ein. Und wie jene da­mals wer­den auch sie heute be­schimpft. Das er­lebte im Mai Eva-Ma­ria Gi­deon, die ehe­ma­lige Schorn­dor­fe­rin, als sie in Schwä­bisch Gmünd eine Rede zu 80 Jahre Kriegs­ende hielt.

Ihr Wunsch, aus die­sem Krieg zu ler­nen, wurde in der dor­ti­gen Lo­kal­zei­tung ver­zerrt wie­der­ge­ge­ben, wes­halb wir ihre Rede mit dem Ti­tel „Wie schön wäre es“ als Gast­bei­trag im Wort­laut ver­öf­fent­lich­ten.

Dar­auf­hin er­reichte uns ein Le­ser­brief von Do­ro­thea Nie­wienda, die von herz­er­grei­fen­den Ver­söh­nungs­sze­nen bei ih­rer Reise nach Russ­land be­rich­tete, bei der Men­schen bei­der Na­tio­nen an dor­ti­gen Ge­denk­stät­ten und Sol­da­ten­fried­hö­fen ge­mein­sam trau­er­ten.

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Jahresrückblick 2025 (Teil 1)

Bür­ger­meis­ter Eng­lert legte die­ses Jahr dem Ge­mein­de­rat ei­nen nicht aus­ge­gli­che­nen Haus­halt vor. Den die­ser be­schloss. Und den die Auf­sichts­be­hörde nicht ge­neh­migte. So dass man nach­ar­bei­ten musste. Aber der Reihe nach.

So wie das vor­he­rige Jahr mit ei­ner miss­glück­ten Bür­ger­be­tei­li­gung en­dete, be­gann das neue Jahr mit ei­ner miss­glück­ten Bür­ger­be­tei­li­gung. Wer im Ja­nuar den On­line-Fra­ge­bo­gen zur Stadt­ent­wick­lung aus­füllte, be­kam am Ende statt ei­ner po­si­ti­ven Be­stä­ti­gung und/​oder ei­nem Dank die Mel­dung: „Oops, das hätte nicht pas­sie­ren dür­fen.“ Die Stadt be­teu­ert, dass die An­ga­ben den­noch in die Ana­lyse ein­ge­flos­sen seien.

Im Hin­blick auf die vor­ge­zo­gene Bun­des­tags­wahl machte sich die hie­sige Frie­dens­in­itia­tive Sor­gen, weil „Verteidigungs“-Minister Pis­to­rius die Be­völ­ke­rung dazu auf­rief, „kriegs­tüch­tig“ zu wer­den. Die „Nach­Denk­Sei­ten“ brand­mark­ten dies üb­ri­gens als „Goeb­bels-Sprech“, weil es stark an­ge­lehnt ist an die Wort­wahl des NS-Pro­pa­ganda-Mi­nis­ters Goeb­bels.

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Kein Extremismus in Schorndorf

In Schorn­dorf gibt es kei­nen Ex­tre­mis­mus in Par­teien. So lau­tet der „vor­läu­fige Be­fund“, den der Po­li­tik­wis­sen­schaft­ler Rolf Fran­ken­ber­ger am Frei­tag­abend bei der „De­mo­kra­tie­kon­fe­renz“ vor­stellte. Er forscht an der Uni Tü­bin­gen zu „po­li­ti­scher Kul­tur und Le­bens­wel­ten“ so­wie „ex­trem rech­ten Ideo­lo­gien und de­ren Ver­all­täg­li­chung“.

Er er­klärte den rund 40 Teil­neh­me­rIn­nen im hie­si­gen Rat­haus, dass auch hin­sicht­lich der de­mo­kra­ti­schen Teil­habe die Lage in Schorn­dorf „ei­gent­lich gut“ und „noch halb­wegs in­takt“ sei, denn „da ist noch Dia­log“. Dies hät­ten zu­min­dest die 13 Per­so­nen mit „Ein­blick“, die sein Team in­ter­viewt habe, so ge­äu­ßert.

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Der OB warnt vor Missbrauch von Macht

Ober­bür­ger­meis­ter Bernd Hornikel er­klärte in sei­ner Rede zum Volks­trau­er­tag, dass die Vor­stel­lung, Krieg sei le­dig­lich die „Fort­set­zung der Po­li­tik mit an­de­ren Mit­teln“ auf „ekla­tante Weise“ ver­harm­lose, was Krieg tat­säch­lich an un­fass­ba­rem Leid über die Men­schen bringt.

Des­we­gen plä­diert er da­für, „Kon­flikte nicht mehr mit Waf­fen, son­dern mit Wor­ten zu lö­sen“. Er apel­lierte: „Je­der von uns kann den Dia­log su­chen“ und: „Frie­den be­ginnt dort, wo Men­schen ein­an­der ver­ste­hen wol­len, statt sich zu be­kämp­fen.“ 

Hier das Ma­nu­skript der ge­sam­ten Rede:

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Den Krieg vorbereiten

„Hoch­ran­gige“ Mit­ar­bei­ter der Bun­des­wehr kon­tak­tie­ren seit ei­ni­ger Zeit Rat­häu­ser und Land­rats­äm­ter, wie die „Nach­Denk­Sei­ten“ be­rich­ten. Sie wol­len dort den „Ope­ra­ti­ons­plan Deutsch­land“ be­spre­chen, kon­kret: Wel­che In­fra­struk­tur der Kom­mu­nen für den Krieg ge­nutzt wer­den kann, auf den die Bun­des­re­gie­rung mit ih­rer Pa­role „Wir müs­sen kriegs­tüch­tig wer­den“ hin­ar­bei­tet.

„Stell Dir vor, es droht Krieg – und die Bun­des­wehr muss für die Stra­ßen­nut­zung For­mu­lare aus­fül­len“, bringt die „“Hes­sen­schau“ auf den Punkt, worum es geht: Dass „Deutsch­land zur Dreh­scheibe für die NATO“ wird, und wir hier „Sol­da­ten wie Pan­zer, Ge­flüch­tete und Op­fer“ ver­sor­gen müs­sen.

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Selina Holl gibt Bürgermeisterposten auf

Die ge­bür­tige Schorn­dor­fe­rin Se­lina Holl, die vor knapp 2 Jah­ren in Alt­heim (Alb) mit 88,61 Pro­zent der Stim­men zur Bür­ger­meis­te­rin ge­wählt wor­den war, tritt „mit sehr schwe­rem Her­zen“ zum Ende nächs­ten Mo­nats von ih­rem Amt zu­rück. Dies hat sie vo­rige Wo­che auf der Home­page der 1.800-Seelen-Gemeinde mit­ge­teilt.

Als Grund nennt sie „die an­hal­tende Kri­tik und ein da­mit ver­bun­de­nes Miss­trauen ge­gen­über mir und mei­nen Mit­ar­bei­tern“, kon­kret: „stän­dig wie­der­keh­rende Be­schwer­den über un­sere Ar­beits­leis­tung“. Diese wür­den „den Ar­beits­ab­lauf mas­siv be­ein­flus­sen und er­schwe­ren“.

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Großes Lob zum Jubiläum

Ein ganz herz­li­ches Dan­ke­schön an alle, die un­se­rem Auf­ruf zum 5‑jährigen Be­stehen des „Scho­blatts“ heute ge­folgt sind und uns ge­schrie­ben ha­ben, was sie daran be­son­ders schät­zen!

Wie ver­spro­chen, hier nun die schöns­ten Rück­mel­dun­gen:
„Ich lese das Schoblatt, weil un­ab­hän­gi­ger, kri­ti­scher Jour­na­lis­mus in der Pres­se­land­schaft heut­zu­tage eher sel­ten zu fin­den ist“, mailte uns der Plü­der­häu­ser CDU-Ge­mein­de­rat Mi­chael Go­mol­zig.

Dem ehe­ma­li­gen Schul­lei­ter sind über­dies die „mit ge­schlif­fe­nen For­mu­lie­run­gen ge­spick­ten und zu­wei­len auch mit ei­nem Au­gen­zwin­kern ge­schrie­be­nen Glos­sen bzw. Kom­men­tare der Her­aus­ge­be­rin“ ein „be­son­de­res Ver­gnü­gen“. Sein Wunsch: „Da­von könnte ich so­gar deut­lich mehr ver­tra­gen…“

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Zwei Premieren im Rathaus

Als „Pre­miere“ be­zeich­nete Bür­ger­meis­ter Eng­lert den Um­stand, dass der Ge­mein­de­rat ei­ner Aus­ga­ben-Streich­liste für den städ­ti­schen Haus­halt zu­stim­men musste, da­mit das Re­gie­rungs­prä­si­dium (RP) ihn ge­neh­migte. Gleich­wohl be­tonte er: „Wir ha­ben al­les rich­tig ge­macht!“ und ließ sich so­gar zu ei­nem „wun­der­bar!“ hin­rei­ßen, weil er ab Au­gust wie­der „In­ves­ti­tio­nen tä­ti­gen“ kann.

Diese Aus­ga­ben könne sich die Stadt „ei­gent­lich nicht mehr leis­ten“, hatte er be­reits in sei­ner Haus­halts­rede Mitte Fe­bruar er­klärt.

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