Ankündigung«
Mit sage und schreibe sieben Personen, die für den Verkauf unseres Stadtmuseums werben, findet am Montag, 2. Februar, um 19 Uhr ein öffentlicher Info-Abend zum Thema „Zukunft des Stadtmuseums“ in demselben statt. Eintritt frei.
Einziger Vertreter des Gegen-Standpunkts, dass man dieses historische Gebäude keinesfalls aus der Hand geben darf, ist Holger Dietrich, der Vorsitzende des Heimatvereins.
Die Zusammenstellung des Podiums ist insofern beachtlich, da selbst in Markus Lanz‘ Talkshows generell dem Vertreter einer für die Obrigkeit unliebsamen Meinung lediglich vier Menschen gegenübergestellt werden, die auf Regierungslinie sind.
Im Einzelnen sind die 7 Personen, die hier an diesem Info-Abend pro Rathauslinie auftreten: 1. der OB, 2. Fachbereichsleiter „Gebäudemanagement“ Klaus Konz, 3. Frieder Oesterle, Leitung Fachbereich „Wirtschaftsförderung und Grundstücksverkehr“, 4. die Museumsleiterin Andrea Bergler, 5. Architekt Felix Stammler, der bereits für die Kreisbau einen „Vorentwurf“ zur Gestaltung des neuen Standorts ausgearbeitet hat.
Hinzu kommen für eine „externe Einschätzung“ der Leiter der „Landesstelle für Museen Baden-Württemberg“, Shahab Sangestan, sowie ein „Fachreferent des Landesamts für Denkmalpflege“, mit deren Vertretern die Stadt ja bereits bei der Meierei so ihre Erfahrungen gemacht hat.
Die ehemalige Lateinschule, die das Museum beherbergt, ist geschichtsträchtig. Nicht nur, weil sie vom gebürtigen Schornbächer Daniel Steinbock und späteren Ersten Senator der Reichsstadt Straßburg gestiftet wurde.
Nicht nur, weil Dekan Schelling, der Vater des Philosophen F.W.J. Schelling, dort eine Realklasse eingliedert, die u.a. von Gottlieb Daimler besucht wurde.
Sondern auch, weil sie auf historischem Grund steht: Als das Fundament dafür im Jahr 1550 ausgehoben wurde, wies eine Bewohnerin der benachbarten Klause die Arbeiter darauf hin, dass sie dort die Gebeine derjenigen finden werden, die anno 1514 im Aufstand „Armer Konrad“ enthauptet worden waren: den Kopf zwischen den Beinen begraben. Und so war es denn auch.

