„Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ Diesen Satz aus dem Bibelteil „Offenbarung“, auch „Apokalypse“ genannt, hat die „Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen“ vor drei Jahren zur diesjährigen Losung gewählt.
Angesichts von Zuständen in der Politik, die zunehmend von Parteienfilz, Eigennutz und mangelndem Verantwortungsbewusstsein geprägt sind, kann man verstehen, dass Stefanie Bahlinger, die diese Losung seit 2009 auf ihre unverwechselbare Weise optisch umsetzt, sagt: „Das ist wieder mal eine Jahreslosung nach meinem Geschmack.“
Erneuerung wünschen sich 71 bis 82 Prozent der Menschen in Deutschland, wie eine aktuelle Umfrage ergibt: Nur 22 Prozent sind mit der Regierung zufrieden. Freilich gehen die Vorstellungen davon, wie eine gute Erneuerung aussieht, weit auseinander, schon allein unter den WählerInnen der verschiedenen Parteien.
Lassen wir uns also überraschen, wie Gott dieses Dilemma löst.
Stefanie Bahlinger ist sehr zuversichtlich, dass das versprochene Neue, wie immer es sich gestalten wird, auf jeden Fall hell und licht ist.
Das menschliche Planen und Berechnen stellt sie in ihrer Grafik durch angedeutete Rechenkästchen dar. Sie liegen ebenso im Dunkeln wie ein Textauszug aus der Bibel zum Sündenfall.
Der Regenbogen stellt für sie die Brücke dar in eine neue, bessere Welt. Ein leuchtendes Kreuz und ein Stern symbolisieren die Hoffnungsbotschaft aus dem Evangelium.
Ihr Motiv gibt es in vielen Ausführungen wieder beim Verlag am Birnbach käuflich zu erwerben. Und wer sie live erleben möchte, hat dazu am Sonntag, 22. Februar, um 10 und 11 Uhr in Beutelsbach in der Kirche bzw. im Gemeindehaus die Gelegenheit.
Stefanie Bahlinger fühlt sich getröstet durch die Gewissheit, dass Gott alles neu und gut machen wird: „Nicht ich muss machen… er macht!“
Dies birgt freilich die Gefahr, sich bequem zurückzulehnen. Wieso sollte ich mich anstrengen? Er macht ja.
Abgesehen davon, dass der Grad von Aktivität und Mut eine Typenfrage und nicht für jede(n) gleichermaßen geeignet ist, braucht es ja auch Menschen, die diese Neuerung umsetzen als Gottes Werkzeuge. Und nicht zuletzt gilt auch die alte Volksweisheit: „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott“.


