Stadträtin Berger ausgeschieden

Kurz­mel­dung
Stadt­rä­tin Sa­bine Ber­ger (SPD) ge­hört mit Da­tum 1. Ok­to­ber nicht mehr dem Ge­mein­de­rat an. Ihr An­trag auf Aus­schei­den wurde in der Ge­mein­de­rats­sit­zung am Don­ners­tag mit 14 Stim­men an­ge­nom­men. Es gab 3 Ge­gen­stim­men und 11 Ent­hal­tun­gen.
Das Gre­mium be­schei­nigte ihr, dass für die­sen An­trag „ein wich­ti­ger Grund ge­mäß § 16 Abs. 1 der Ge­mein­de­ord­nung für Ba­den-Würt­tem­berg vor­liegt.“
In der Sit­zung wurde von ei­nem Stadt­rat kri­ti­siert, dass der Ge­mein­de­rat die­sen Grund nicht kenne.
Der Ober­bür­ger­meis­ter er­klärte, Sa­bine Ber­ger habe ihr An­lie­gen in ei­nem „Sechs-Au­gen-Ge­spräch“ mit ihm und der stell­ver­tre­ten­den Fach­be­reichs­lei­te­rin für Kom­mu­na­les, Sonja Schna­be­rich-Lang, „sehr be­gründ­bar“ dar­ge­legt.
Sa­bine Ber­ger ist die dritte Per­son, die seit der Wahl im Mai 2019 ihr Amt nicht mehr aus­übt. Im Sep­tem­ber 2019 war Pe­ter Erd­mann (FDP) ver­stor­ben, und ihr Ehe­mann Tho­mas Ber­ger (SPD) ver­ließ das Gre­mium im Mai 2020. Durch das Nach­rü­cken von Hans Ul­rich Schmid ist der Frau­en­an­teil im Schorn­dor­fer Ge­mein­de­rat von rund 44 Pro­zent auf knapp 41 Pro­zent ge­sun­ken.

dazu: Kom­men­tar „Kein blin­des Ver­trauen“

Rekord-Frauenanteil im Gemeinderat

Kurz­mel­dung
Heute vor ei­nem Jahr er­reichte der Frau­en­an­teil im Schorn­dor­fer Ge­mein­de­rat ei­nen his­to­ri­schen Höchst­wert von fast 44 Pro­zent.
Sissi Lamm war an die­sem Tag für den ver­stor­be­nen Pe­ter Erd­mann in der FDP/FW-Frak­tion nach­ge­rückt.
Da­mit be­fin­den sich seit­her 14 Frauen un­ter den 32 Mit­glie­dern die­ses Gre­mi­ums – ein ein­ma­li­ger Wert im ge­sam­ten Rems-Murr-Kreis.
Bei der Ge­mein­de­rats­wahl im Mai vo­ri­gen Jah­res wurde be­reits mit knapp 41 Pro­zent ein bis dato nie da­ge­we­sen ho­her An­teil an Stadt­rä­tin­nen ge­wählt. Pro­zen­tual am meis­ten Rä­tin­nen weist die Grü­nen-Frak­tion mit 3 von 5 Mit­glie­dern auf, keine ein­zige die 3‑köpfige AfD-Frak­tion.
Al­ler­erste Ge­mein­de­rä­tin in Schorn­dorf war die Apo­the­kers­gat­tin Klara Palm. Sie hatte 1919, als das Frau­en­wahl­recht frisch ein­ge­führt wor­den war, auf der Liste der Bür­ger­par­tei auf Platz 3 kan­di­diert. Sie er­hielt al­ler­dings nicht ge­nü­gend Stim­men, um so­fort ei­nen der da­mals 20 Sitze im Ge­mein­de­rat ein­zu­neh­men. Doch rückte sie am 18. Mai 1922 für den ver­stor­be­nen Stadt­rat Jo­han­nes Abele nach.

Papst: Dialog mit Demonstranten suchen

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Papst Fran­zis­kus nahm heute Stel­lung zu den ak­tu­el­len po­li­ti­schen Un­ru­hen in vie­len Län­dern. Laut Va­ti­kan-News ap­pe­lierte er da­bei „an all jene, die Ver­ant­wor­tung öf­fent­li­cher oder po­li­ti­scher Art tra­gen, die Stimme ih­rer Mit­bür­ger zu hö­ren und ih­ren ge­recht­fer­tig­ten An­lie­gen ent­ge­gen­zu­kom­men, un­ter Ga­ran­tie des voll­stän­di­gen Re­spekts der Men­schen- und Bür­ger­rechte“.
Au­ßer­dem rief er kirch­li­che Ge­mein­schaf­ten dazu auf, „un­ter der An­lei­tung ih­rer Hir­ten für den Dia­log, im­mer für den Dia­log und die Ver­söh­nung zu ar­bei­ten.“

Spiegel an der Fahrrad-Unterführung

(Foto: Katz) 

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Die Fahr­rad-Un­ter­füh­rung zwi­schen Schorn­dorf und Hau­bers­bronn ist jetzt mit ei­nem Spie­gel ver­se­hen wor­den, da­mit, wer dort durch­fährt, um die Ecke se­hen kann, ob mit Ge­gen­ver­kehr zu rech­nen ist.
So­mit ist eine po­ten­zi­elle Ge­fah­ren­stelle für Un­fälle ent­schärft wor­den. Viele hat­ten die­sen Be­darf be­reits in der Stadt­ver­wal­tung ge­mel­det. Stadt­rä­tin Kirs­ten Katz aus Hau­bers­bronn hat die Ver­wirk­li­chung nun durch hart­nä­cki­ges Dran­blei­ben er­wirkt, und pos­tet heute das Foto von der voll­brach­ten Tat auf Face­book.

Bio-Tonne weg

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Als der Wirt der „Har­mo­nie“, Ul­rich Nu­ding, am Frei­tag seine ge­leerte Bio­tonne wie­der ins Haus ho­len wollte, wag sie weg. Er dachte, dass sie ent­we­der ge­stoh­len wurde (im­mer­hin: eine 240-Li­ter-Tonne mit Müll­marke!), oder ein Spaß­vo­gel hat sie ver­steckt. Eine halbe Stunde lang suchte er in der Nach­bar­schaft – er­folg­los. Schließ­lich rief seine Frau Ma­jetta in Waib­lin­gen bei der Ab­fall­ge­sell­schaft an, um eine neue Tonne zu be­stel­len. Sie er­klärte, dass ihre Tonne seit der Lee­rung fehlt, und die freund­li­che Dame am Te­le­fon meinte, sie werde der Sa­che nach­ge­hen. Kurz dar­auf mel­dete sie sich wie­der und sagte der Wir­tin zu de­rem Er­stau­nen: „Ihre Tonne ist in den Müll­wa­gen ge­fal­len.“ Eine neue werde ihr dem­nächst zu­ge­stellt.