Stadt Waiblingen spart an ihrer Bücherei

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Wäh­rend die Schorn­dor­fer Stadt­ver­wal­tung eine mil­lio­nen­schwere neue Leih­bü­che­rei baut (samt 2,5 Mil­lio­nen Euro für ein pas­sen­des „Um­feld“), ist die Stadt­bü­che­rei in Waib­lin­gen nicht von Spar­maß­nah­men zur Ret­tung des städ­ti­schen Haus­halts aus­ge­nom­men.

Im Juli be­schloss da der Ge­mein­de­rat ein­stim­mig die Re­du­zie­rung der Öff­nungs­zei­ten von wö­chent­lich 39 auf 36 Stun­den, was laut Sit­zungs­vor­lage eine Ein­spa­rung von 1,5 Per­so­nal­stel­len und so­mit 90.000 Euro we­ni­ger an jähr­li­chen Aus­ga­ben be­deute.

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Kuriositäten

Alt­glas­con­tai­ner in der Frie­dens­straße

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Seit über 50 Jah­ren ge­hö­ren Alt­glas-Con­tai­ner zum Stadt­bild. Im Jahr 1974 wurde das Glas­re­cy­cling in Deutsch­land ein­ge­führt. Auf diese Weise ka­men bis­lang 8 Mil­lio­nen Ton­nen Alt­glas in den Wie­der­ver­we­rungs­kreis­lauf.

Für die Auf­stel­lung der Con­tai­ner gel­ten ge­setz­li­che Re­ge­lun­gen. Bei­spiels­weise muss ein Min­dest­ab­stand von 12 Me­tern zum nächs­ten Wohn­haus be­stehen. Dies soll die An­woh­ner vor Lärm schüt­zen, wie ih­nen auch das Ein­hal­ten der Nacht­ruhe dient.

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Ein „Hauch östlicher Lebensweisheit“

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Im Nach­gang zu un­se­rem Por­trät über die Schorn­dor­fer Bür­ge­rin Lina Hol­land, die vor über 100 Jah­ren zur ers­ten Schul­lei­te­rin der „Deut­schen Schule“ in China be­ru­fen wor­den war, tat sich noch eine wei­tere Quelle auf, die zu­sätz­li­che In­for­ma­tio­nen über sie ent­hielt: ein Nach­ruf in der Lo­kal­zei­tung an­läss­lich ih­res To­des am 23. Ja­nuar 1949.

Die­sem ist zu ent­neh­men, dass Lina Hol­land über­dies auch als Er­zie­he­rin in Bra­si­lien meh­rere Jahre lang tä­tig war, nach­dem sie ihr Leh­re­rin­nen­ex­amen ab­ge­legt hatte, und be­vor sie in Schorn­dorf „eine ge­schätzte und ge­suchte Lehr­tä­tig­keit“ aus­übte.

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Metzgerei Kurz wandert nach Plüderhausen ab

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Die Fa­mi­li­en­metz­ge­rei Kurz, wel­che vo­ri­ges Jahr ihr 100-jäh­ri­ges Be­stehen ge­fei­ert hat, ver­la­gert ihre Pro­duk­tion nach Plü­der­hau­sen. Wie sie in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung schreibt, hat sie dort ein Grund­stück er­wor­ben, wo auch künf­tig die Ver­wal­tung an­ge­sie­delt wer­den solle.

Die­ses war zu­vor im Be­sitz der Schorn­dor­fer Firma Frech, mit der die­ser Kauf in ver­trau­ens­vol­ler und part­ner­schaft­li­cher At­mo­sphäre ab­ge­schlos­sen wor­den sei.

Aus­drück­lich be­dankt sich Ge­schäfts­füh­rer Han­nes Kurz zu­dem beim Plü­der­häu­ser Bür­ger­meis­ter Trei­ber und dem ge­sam­ten Ge­mein­de­rat „für die of­fe­nen, kon­struk­ti­ven und lö­sungs­ori­en­tier­ten Ge­sprä­che wäh­rend des ge­sam­ten Ent­schei­dungs­pro­zes­ses“, was zu der Ge­samt­ein­schät­zung führt: „Wir füh­len uns in Plü­der­hau­sen sehr will­kom­men.“

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Schuldenstand der Stadt: 224 Millionen Euro

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Zum Stich­tag 31. De­zem­ber 2025 (neuere Da­ten gibt es nicht), be­trug die Ver­schul­dung der Schorn­dor­fer Stadt­ver­wal­tung ge­run­det 224.061.000 Euro, wie das Sta­tis­ti­sche Lan­des­amt er­mit­telt hat.

Das sind er­neut 15 Mil­lio­nen Euro mehr als im Jahr zu­vor, als die Schul­den­summe auf 209 Mil­lio­nen Euro an­ge­wach­sen war.

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Kübler und Bantel legen Widerspruch ein

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Ge­gen den Be­schluss des Ge­mein­de­rats, der das Bür­ger­be­geh­ren zum Mu­se­ums­stand­ort für nicht zu­läs­sig er­klärt, ha­ben die In­itia­to­ren der Ak­tion, Win­fried Kü­b­ler und Man­fred Ban­tel, frist­ge­recht Wi­der­spruch ein­ge­legt.

Da es sich „ohne Zwei­fel“ um ein „kas­sie­ren­des Bür­ger­be­geh­ren“ han­dele, weil es eine Maß­nahme ver­hin­dern will (den Um­zug des Mu­se­ums), sei ein Kos­ten­de­ckungs­vor­schlag nicht nö­tig, schrei­ben sie in ih­rem Brief an den Ober­bür­ger­meis­ter. Die Recht­spre­chung des Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs dazu sei „gut eta­bliert“.

Ganz ab­ge­se­hen da­von wäre ein sol­cher De­ckungs­vor­schlag gar nicht mög­lich ge­we­sen, weil sei­tens der Ver­wal­tung prä­zise An­ga­ben über die Kos­ten fehl­ten: „Zu Vie­les hielt sich im Un­ge­fäh­ren.“

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Unterschriftensammlung für Grauhalde beginnt

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Für das Bür­ger­be­geh­ren, das sich ge­gen den Bau ei­nes Heiz­kraft­werks in der Grau­halde rich­tet, sind jetzt die Un­ter­schrif­ten­lis­ten er­stellt wor­den.

Da­mit kön­nen die Un­ter­zeich­ne­rIn­nen ei­nen Bür­ger­ent­scheid be­an­tra­gen, der das Ziel hat, den Ge­mein­de­rats­be­schluss vom 23. Juli auf­zu­he­ben.

Mit die­sem Be­schluss wurde das reine Wohn­ge­biet dort in ein Misch­ge­biet um­ge­wan­delt, so dass die An­sied­lung des Heiz­werks mög­lich ist.

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Auskunft zur Bücherei-Baustelle

Ost-An­sicht der sa­nier­ten Meie­rei

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Die ehe­ma­lige Meie­rei er­strahlt in neuem An­strich, das Ge­rüst dort ist jetzt ab­ge­baut. An der Fas­sade des An­baus wird seit Kur­zem nach­ge­bes­sert: meh­rere Teile der Ver­klei­dung sind da­her of­fen­sicht­lich ent­fernt wor­den.

Teile der Fas­sa­den­ver­klei­dung wur­den zum Nach­bes­sern wie­der ent­fernt.

Wir frag­ten per E‑Mail in der städ­ti­schen Pres­se­stelle, was denn der Grund da­für ist.
Mit drei Sät­zen in­for­mierte Pres­se­spre­cher Wolf­gang Kuhnle dar­auf­hin: „Bei den Maß­nah­men han­delt es sich um eine Be­sei­ti­gung von Sach­män­geln.“

Und: „Die be­auf­tragte Firma bes­sert Teile ih­rer Ar­beit auf ei­gene Kos­ten aus.“ So­wie: „Eine Ver­zö­ge­rung des Bau­vor­ha­bens ist nach heu­ti­gem Stand nicht zu er­war­ten.“

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Bürgerbegehren zum Heizkraftwerk Grauhalde

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Die Bür­ger­initia­tive (BI) „Le­bens­werte Grau­halde“ teilt mit, dass sie mit ih­rem En­ga­ge­ment zur Ver­hin­de­rung des ge­plan­ten Heiz­kraft­werks dort „in eine neue Phase ein­tritt“.

Ihre Pe­ti­tion ge­gen ent­spre­chende Pläne der Ver­wal­tung nahm der Ge­mein­de­rat in sei­ner jüngs­ten Sit­zung zur Kennt­nis. Gleich­wohl brachte das Gre­mium die­ses Pro­jekt auf den Weg:

19 Stadt­rä­tIn­nen stimm­ten (un­ter Ta­ges­ord­nungs­punkt 8) für die dazu nö­tige Än­de­rung des Be­bau­ungs­plans, 7 Rä­tIn­nen stimm­ten da­ge­gen, 5 ent­hiel­ten sich der Stimme.

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