Kurzmeldungen – Leben und Politik in der Stadt aus weiblicher Perspektive: friedliebend – feministisch – feinsinnig. Gegründet August 2020.
Kurzmeldung In der Nacht auf Montag haben Eltern ihrem Protest gegen die neu geltende Maskenpflicht an Grundschulen vor dem Rathaus Ausdruck verliehen. Die Kinder waren dort symbolisch mit ihren Schuhen vertreten. Auch hatten sie selbstgemalte Bilder abgelegt. Auf kleinen Plakaten wurde ein „Sofortiges Ende der Maskenpflicht für Kinder“ gefordert, ebenso: „Hände weg von unseren Kindern“ und „Lasst die Kinder atmen“.
Die mexikanische Göttin Tlanchana ist Vorbild für diese „Sirena“. Sie symbolisiert die weibliche Stärke. (Foto: LUNAVIVA Schorndorf)
Kurzmeldung Zum 110. Internationalen Frauentag am 8. März ruft das Frauenforum alle Schorndorferinnen auf, ihre Träume, Ideen und Forderungen in einem Kurzvideo mitzuteilen.
Sämtliche Einsendungen werden von Simona Lindacher zu einem Beitrag zusammengestellt, der am Internationalen Frauentag auf Facebook veröffentlicht wird.
Nachdem aus aktuellem Anlass eine Veranstaltung an diesem Tag, wie sie bisher immer üblich war, ausfällt, soll mit dieser Aktion ein Ersatz geschaffen werden, um „dem Kampf um die Gleichstellung zumindest online Raum zu geben“, wie Forumssprecherin Andrea Sieber mitteilt.
Die einzelnen Videos sind per WhatsApp unter der Nummer [s.u.] ans Frauenforum zu schickten. Einsendeschluss ist Dienstag, 2. März.
Anmerkung der Red.: Auf anwaltliche Aufforderung hin wurde die Telefonnummer, die ursprünglich in diesem Beitrag angegeben war, entfernt.
Kurzmeldung Die 31jährige Patrizia Rall wurde am Sonntag zur neuen Bürgermeisterin in Allmersbach im Tal gewählte. Sie erhielt 75,56 Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 48 Prozent.
Ihr Vorteil gegenüber Mitbewerber Fabian Schüle war, dass sie bereits seit 2015 das Hauptamt in der Gemeinde leitet. Zuvor hatte die Rudersbergerin nach ihrem Studium in „Public Management“ Praxiserfahrung als persönliche Referentin des Göppinger Oberbürgermeisters gesammelt.
Mehr Kinderbetreuungsplätze und ein Wochenmarkt im Ort sind ihre wichtigsten Projekte als Nachfolgerin von Schultes Ralf Wörner, der in Ruhestand geht. Ein „offenes Ohr“ für die Anliegen der 4.828 Einwohner in der Gemeinde gehört überdies zu ihrem Anspruch.
Sie ist die 6. Frau, die im Rems-Murr-Kreis in das Bürgermeister-Amt gewählt wurde: neben Irmtraud Wiedersatz, die in Burgstetten ebenfalls zuvor dort Hauptamtsleiterin war, Martina Fehrlen in Urbach, Katja Müller in Kaisersbach, Sabine Welte-Hauff in Aspach und Fellbachs Oberbürgermeisterin Gabriele Zull.
Kurzmeldung Am Samstag ging eine Frau in einem Winterbacher Supermarkt einkaufen – vorschriftsmäßig mit Mund-Nasen-Bedeckung. Allerdings trug sie auch ein Schild um den Hals: „Ich trage diese Maske nur aus Zwang. Weil ich mir sonst nichts zu essen kaufen kann.“ Daraufhin stellte der Inhaber des Supermarkts sie vor die Wahl, entweder das Schild abzunehmen, oder seinen Laden zu verlassen. Sie entschied sich für Letzteres. Als sie das Schild umdrehte, stand dort ein Zitat von Coco Chanel: „Die allermutigste Handlung ist immer noch, selbst zu denken. Laut.“
Kurzmeldung „Wenn ein konzentriertes Arbeiten zu Hause nicht möglich ist, weil ständig die Türen gehen, die Kinder spielen wollen oder der Partner „nur kurz“ eine Frage hat – dann bieten Hotels die ideale Alternative.“ So steht es auf dem Internet-Portal „Homeoffice im Hotel“, das Stefanie Poplutz (Agentur „Abel Consulting“, Weinstadt) Ende März 2020 erschaffen hat. Sie hat viele Hotels als Kunden und wusste daher, dass diese durch die aktuellen Maßnahmen „schwer gebeutelt“ sind. Gleichzeitig erfuhr sie von den Nöten derer, die plötzlich im Homeoffice arbeiten mussten. Also hat sie beides kurzerhand miteinander verbunden. Inzwischen umfasst das Portal bereits 683 Einträge, „und täglich kommen welche dazu – sogar aus der Schweiz, aus Österreich, Italien und Mallorca“, sagt Stefanie Poplutz.
Manche Hotels vermieten ihre Zimmer stundenweise, die meisten berechnen eine Tagespauschale von 39–55 Euro. Wer die ganze Woche bucht, bekommt es billiger. In Schorndorf gibt es mit dem „Christlichen Zentrum Aichenbach“ das günstigste Angebot: 6 Euro die Stunde, 35 Euro pro Tag oder 140 Euro für die ganze Woche; die Benutzung von Bett und Dusche ist für zusätzliche 20 Euro möglich. Das „Landgut Burg“ in Weinstadt hat keine Preise angegeben, dafür aber diesen Hinweis: „Badezimmer mit WC und ausreichend Toilettenpapier“.
Kurzmeldung Seit 1930 gibt es die Jahreslosung, eine Bibelstelle, die Leitspruch für das gesamte Jahr sein soll. Erfunden hat sie der damalige Vorsitzenden des „Reichsverbandes weiblicher Jugend“, der schwäbische Pfarrer Otto Riethmüller. Inzwischen wird die Losung von der „Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen“ bestimmt. Seit 1969 beteiligt sich die römisch-katholische Kirche daran.
Für 2021 lautet die Losung „Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ und stammt aus dem Lukas-Evangelium. Weiter steht dort: „Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben. Gebt, so wird euch gegeben“.
Das hier dargestellte Motiv hat Stefanie Bahlinger entworfen. Man kann es sich beim Verlag am Birnbach zum privaten Ausdrucken oder als Hintergrundbild für den PC herunterladen.
Kurzmeldung „Frei leben ohne Gewalt“ steht auf den beiden Fahnen, die am Wochenende vor dem Rathaus wehten. Sie waren dort am 25. November vom Schorndorfer Frauenforum gehisst worden – anlässlich des Internationalen Gedenk- und Aktionstags „NEIN zu Gewalt an Frauen!“
Dieses Jahr hatte die Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes“ Zwangsverheiratung und Frühehen als Themenschwerpunkt gewählt. Mit der Aktion #meinherzgehörtmir will sie „Menschen aller Altersklassen aufrütteln und sensibilisieren“. Gleichzeitig soll damit betroffenen Mädchen und Frauen gezeigt werden: „Ihr seid nicht alleine, gemeinsam setzen wir uns für ein freies und selbstbestimmtes Leben ein!“
Kurzmeldung Im Rems-Murr-Kreis sind im Jahr 2019 laut Statistischem Landesamtinsgesamt 4.333 Menschen gestorben. Umgerechnet starben bei uns im Landkreis demnach im Durchschnitt wöchentlich 83 Personen an Alter, Krankheit oder Unfall – im Winter mehr, im Sommer weniger, außer in starken Hitzeperioden.
Die gesamte Einwohnerzahl im Rems-Murr-Kreis belief sich Ende 2019 auf 427.248 Menschen. Dies waren 0,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Für das aktuelle Jahr ist trendmäßig mit einem Zuwachs in ähnlicher Größenordnung zu rechnen. Die genauen Zahlen werden erst Mitte nächsten Jahres bekanntgegeben. So lange dauert die landesamtliche Überprüfung der eingegangenen Meldungen von den Standesämtern.
Die Rems-Murr-Kliniken verfügen laut ihrer Homepage über 915 „Planbetten“, in denen „jährlich rund 50.000 Patienten stationär versorgt“ werden. Dort kommen pro Jahr rund 2.700 Säuglinge zur Welt. Gemäß Statistischem Landesamt wurden im Rems-Murr-Kreis im Jahr 2019 insgesamt 4.171 Kinder geboren.
Kurzmeldung Bezüglich der Kapazitäten in den Kreiskrankenhäusern war vor zwei Tagen in der Lokalzeitung zu lesen: „61 Intensivbetten gibt es in Schorndorf und Winnenden“. „Vor der Krise“ gab es nur 32 Intensivbetten mit Beatmungsapparaten, und deren Bestand sei dann auf 85 solcher Betten aufgestockt worden, stand in der Zeitungsausgabe vom 31. März. Der am 23. März begonnene Lockdown, der den Kliniken Zeit geben sollte, eine ausreichende Versorgung aufzubauen, war im Rems-Murr-Kreis also innerhalb einer Woche erfolgreich genutzt worden.
Wenn, grob gerechnet, drei Viertel aller Intensivbetten mit Beatmungsgeräten ausgestattet sind, hat sich dieser Bestand im Rems-Murr-Kreis inzwischen offenbar auf 42 Betten halbiert.