Kurzmeldung
Unsere gestrige Ankündigung, dass Brigitte Aldinger für den Posten der Oberbürgermeisterin kandidiert, war ein Aprilscherz. Ihre Kandidaturabsicht war von uns frei erfunden. Sie selbst wusste nichts von ihrem „Glück“. Wir haben sie für diese Meldung instrumentalisiert, um die Kommunalpolitik und ihre Akteure ein bisschen auf die Schippe zu nehmen. Brigitte Aldinger hat sich über deren – natürlich ebenso frei erfundene – Stellungnahmen amüsiert und fand sie gelungen, zumal sie der Ansicht ist, dass der Humor zurzeit viel zu kurz komme.
Brigitte Aldinger kandidiert bei OB-Wahl
Kurzmeldung
Brigitte Aldinger wirft für die Oberbürgermeisterwahl 2022 ihren Hut in den Ring. Sie habe vor der Landtagswahl an ihrem Info-Stand für „die Basis“ vielfach gehört, dass die Leute sich eine Veränderung in der Politik wünschen, und dachte sich: „Warum damit nicht hier in meiner Heimatstadt anfangen?“ Hier kenne sie sich aus. Zudem ist sie Profi, hat sie doch an der Verwaltungsfachhochschule studiert, spezialisiert auf Finanzwesen.
Hermann Beutel meint dazu: „Die Brigitte ist eine Frau mit Herz und Verstand. Sie hat ja für den Gemeinderat auf unserer Liste kandidiert. Natürlich können wir sie nicht offiziell unterstützen, wenn sie jetzt einer anderen Partei angehört, aber wir begrüßen diesen Schritt.“ Werner Neher hingegen befand: „Ich sehe in ihrer Kandidatur keinen Sinn. Wenn wir erst ‚Smart City‘-Modellkommune sind, kommt sowieso Künstliche Intelligenz ins Rathaus.“
Und Gerhard Nickel erklärte: „Das kann sie gern tun. Wir können ja, wenn uns das Wahlergebnis nicht gefällt, immer noch den ‚Roten Knopf‘ drücken.“ Aus SPD-Kreisen war zu hören: „Unser OB ist super. Es gibt gar keinen Besseren für Schorndorf!“ Wohingegen dieser souverän reagierte: „Ich habe Sportwissenschaften studiert. Und wenn ich etwas kann, dann sind es Wettkämpfe.“
s.a. „April! April!“ vom 2. April
Kein Kaffee, keine Currywurst?

Kurzmeldung
Kathrin Fischers Café-Anhänger und „Brutzel-Ole“ sollen am kommenden Samstag auf dem Markt fehlen. Die Stadtverwaltung hat ihnen verboten zu erscheinen. Begründung: Sie fürchtet, dass sich vor ihren Ständen Ansammlungen bilden. Kathrin Fischer wehrt sich gegen diese Diskriminierung
Auch Stadträtin Kirsten Katz hält das Verbot für verfehlt, wie sie in einer E‑Mail an den Bürgermeister und seinen Ordnungsamtsleiter schreibt: „Die geplante Maßnahme erscheint willkürlich und nicht zu Ende gedacht.“ Samstags gingen die Menschen primär zum Einkaufen auf den Markt. Das Verbot der Imbissstände würde ihre Zahl nicht reduzieren.
Ja, es werde sogar das Gegenteil erreicht: Gerade durch das fehlende Angebot auf dem Marktplatz müssten die Leute gezwungenermaßen auf andere Gastronomien ausweichen. Dort entstünden dann umso größere Ansammlungen. Eine Verteilung auf mehrere Stellen hält sie für sinnvoller.
Protest auf der Rathaustreppe

Kurzmeldung
In der Nacht auf Montag haben Eltern ihrem Protest gegen die neu geltende Maskenpflicht an Grundschulen vor dem Rathaus Ausdruck verliehen. Die Kinder waren dort symbolisch mit ihren Schuhen vertreten. Auch hatten sie selbstgemalte Bilder abgelegt. Auf kleinen Plakaten wurde ein „Sofortiges Ende der Maskenpflicht für Kinder“ gefordert, ebenso: „Hände weg von unseren Kindern“ und „Lasst die Kinder atmen“.
Frauen, ergreift das Wort!

(Foto: LUNAVIVA Schorndorf)
Kurzmeldung
Zum 110. Internationalen Frauentag am 8. März ruft das Frauenforum alle Schorndorferinnen auf, ihre Träume, Ideen und Forderungen in einem Kurzvideo mitzuteilen.
Sämtliche Einsendungen werden von Simona Lindacher zu einem Beitrag zusammengestellt, der am Internationalen Frauentag auf Facebook veröffentlicht wird.
Nachdem aus aktuellem Anlass eine Veranstaltung an diesem Tag, wie sie bisher immer üblich war, ausfällt, soll mit dieser Aktion ein Ersatz geschaffen werden, um „dem Kampf um die Gleichstellung zumindest online Raum zu geben“, wie Forumssprecherin Andrea Sieber mitteilt.
Die einzelnen Videos sind per WhatsApp unter der Nummer [s.u.] ans Frauenforum zu schickten. Einsendeschluss ist Dienstag, 2. März.
Anmerkung der Red.:
Auf anwaltliche Aufforderung hin wurde die Telefonnummer, die ursprünglich in diesem Beitrag angegeben war, entfernt.
Neue Bürgermeisterin: Patrizia Rall

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Die 31jährige Patrizia Rall wurde am Sonntag zur neuen Bürgermeisterin in Allmersbach im Tal gewählte. Sie erhielt 75,56 Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 48 Prozent.
Ihr Vorteil gegenüber Mitbewerber Fabian Schüle war, dass sie bereits seit 2015 das Hauptamt in der Gemeinde leitet. Zuvor hatte die Rudersbergerin nach ihrem Studium in „Public Management“ Praxiserfahrung als persönliche Referentin des Göppinger Oberbürgermeisters gesammelt.
Mehr Kinderbetreuungsplätze und ein Wochenmarkt im Ort sind ihre wichtigsten Projekte als Nachfolgerin von Schultes Ralf Wörner, der in Ruhestand geht. Ein „offenes Ohr“ für die Anliegen der 4.828 Einwohner in der Gemeinde gehört überdies zu ihrem Anspruch.
Sie ist die 6. Frau, die im Rems-Murr-Kreis in das Bürgermeister-Amt gewählt wurde: neben Irmtraud Wiedersatz, die in Burgstetten ebenfalls zuvor dort Hauptamtsleiterin war, Martina Fehrlen in Urbach, Katja Müller in Kaisersbach, Sabine Welte-Hauff in Aspach und Fellbachs Oberbürgermeisterin Gabriele Zull.
Protest im Supermarkt
Kurzmeldung
Am Samstag ging eine Frau in einem Winterbacher Supermarkt einkaufen – vorschriftsmäßig mit Mund-Nasen-Bedeckung. Allerdings trug sie auch ein Schild um den Hals: „Ich trage diese Maske nur aus Zwang. Weil ich mir sonst nichts zu essen kaufen kann.“ Daraufhin stellte der Inhaber des Supermarkts sie vor die Wahl, entweder das Schild abzunehmen, oder seinen Laden zu verlassen. Sie entschied sich für Letzteres. Als sie das Schild umdrehte, stand dort ein Zitat von Coco Chanel: „Die allermutigste Handlung ist immer noch, selbst zu denken. Laut.“
Homeoffice im Hotel
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„Wenn ein konzentriertes Arbeiten zu Hause nicht möglich ist, weil ständig die Türen gehen, die Kinder spielen wollen oder der Partner „nur kurz“ eine Frage hat – dann bieten Hotels die ideale Alternative.“ So steht es auf dem Internet-Portal „Homeoffice im Hotel“, das Stefanie Poplutz (Agentur „Abel Consulting“, Weinstadt) Ende März 2020 erschaffen hat. Sie hat viele Hotels als Kunden und wusste daher, dass diese durch die aktuellen Maßnahmen „schwer gebeutelt“ sind. Gleichzeitig erfuhr sie von den Nöten derer, die plötzlich im Homeoffice arbeiten mussten. Also hat sie beides kurzerhand miteinander verbunden.
Inzwischen umfasst das Portal bereits 683 Einträge, „und täglich kommen welche dazu – sogar aus der Schweiz, aus Österreich, Italien und Mallorca“, sagt Stefanie Poplutz.
Manche Hotels vermieten ihre Zimmer stundenweise, die meisten berechnen eine Tagespauschale von 39–55 Euro. Wer die ganze Woche bucht, bekommt es billiger.
In Schorndorf gibt es mit dem „Christlichen Zentrum Aichenbach“ das günstigste Angebot: 6 Euro die Stunde, 35 Euro pro Tag oder 140 Euro für die ganze Woche; die Benutzung von Bett und Dusche ist für zusätzliche 20 Euro möglich.
Das „Landgut Burg“ in Weinstadt hat keine Preise angegeben, dafür aber diesen Hinweis: „Badezimmer mit WC und ausreichend Toilettenpapier“.
Die Jahreslosung für 2021
Kurzmeldung
Seit 1930 gibt es die Jahreslosung, eine Bibelstelle, die Leitspruch für das gesamte Jahr sein soll.
Erfunden hat sie der damalige Vorsitzenden des „Reichsverbandes weiblicher Jugend“, der schwäbische Pfarrer Otto Riethmüller.
Inzwischen wird die Losung von der „Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen“ bestimmt. Seit 1969 beteiligt sich die römisch-katholische Kirche daran.
Für 2021 lautet die Losung „Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ und stammt aus dem Lukas-Evangelium.
Weiter steht dort: „Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben. Gebt, so wird euch gegeben“.
Das hier dargestellte Motiv hat Stefanie Bahlinger entworfen. Man kann es sich beim Verlag am Birnbach zum privaten Ausdrucken oder als Hintergrundbild für den PC herunterladen.


