Gegen-Demonstration am Freitag

An­kün­di­gung
Un­ter dem Motto „Statt quer den­ken – Hal­tung zei­gen!“ hat SPD-Stadt­rat Tim Schopf als Vor­sit­zen­der der AWO zu ei­ner Ge­gen­de­mons­tra­tion am Frei­tag, 4. De­zem­ber, auf dem Un­te­ren Markt­platz auf­ge­ru­fen.
Ab 16.45 Uhr soll dort ein Auf­ruf ver­le­sen wer­den, der von di­ver­sen po­li­ti­schen und so­zia­len Schorn­dor­fer Grup­pen mit­un­ter­zeich­net wurde, wie etwa Ma­nu­fak­tur, Grüne und Frau­en­fo­rum. Laut de­ren An­kün­di­gung sind „wei­tere Re­de­bei­träge nicht ge­plant. Even­tu­ell viel­leicht noch Mu­sik“.

Aus­lö­ser für die Ak­tion sind Äu­ße­run­gen, die bei der ver­gan­ge­nen Quer­den­ken-Demo ge­fal­len sind, wo von der Auf­lö­sung des Grund­ge­set­zes, von Dik­ta­tur und dem Impf­schutz­ge­setz als „Er­mäch­ti­gungs­ge­setz“ die Rede war. Schopf geht es „nicht darum, Mei­nungs­äu­ße­run­gen, so ab­surd und men­schen­ver­ach­tend sie in un­se­ren Au­gen auch sein mö­gen, zu ver­bie­ten.“ Er wolle mit sei­nen Mit­un­ter­zeich­ne­ten ex­pli­zit „nicht in Kon­fron­ta­tion zu den Quer­den­kern tre­ten.“

Sorge be­rei­ten ih­nen je­doch Ver­glei­che mit Ver­bre­chen wäh­rend der NS-Zeit: „Wer die Mas­ken ver­gleicht mit dem gel­ben Stern, den jü­di­sche Bür­ge­rin­nen und Bür­ger von 1935 an tra­gen muss­ten, der spuckt auf die Grä­ber von Mil­lio­nen von Men­schen.“
Und: „Wer die Pan­de­mie dazu be­nutzt, un­sere De­mo­kra­tie in Frage zu stel­len und so zu ge­fähr­den, dem stel­len wir uns ent­schlos­sen ent­ge­gen.“

dazu: Kom­men­tar „DIe Zei­ten än­dern sich

Steuergelder für Sonnenschirm-Sockel

An­kün­di­gung
Der Ge­mein­de­rat soll in sei­ner Sit­zung am kom­men­den Don­ners­tag die Idee der Rat­haus­ver­wal­tung ab­seg­nen, So­ckel für Son­nen­schirme an Re­stau­rants im Stadt­zen­trum durch Steu­er­gel­der zu fi­nan­zie­ren, kon­kret: mit 50.000 Euro.
Punkt 3 der Ta­ges­ord­nung lau­tet: „Un­ter­stüt­zung von Gas­tro­no­mie­be­trie­ben in der In­nen­stadt zur Auf­recht­erhal­tung der Au­ßen­be­wirt­schaf­tung und zur Ab­wen­dung der co­ro­nabe­ding­ten, exis­tenz­be­droh­li­chen Lage“.
Der Be­schluss­vor­schlag im Wort­laut: „Zu­stim­mung zur Un­ter­stüt­zung von Gas­tro­no­mie­be­trie­ben in der his­to­ri­schen Alt­stadt durch Über­nahme der Kos­ten für die Her­stel­lung von Fun­da­men­ten für große Gas­tro­no­mie­schirme auf Son­der­nut­zungs­flä­chen mit ei­nem Ge­samt­bud­get von 50.000 Euro“.
Die Sit­zung fin­det in der Kün­kel­in­halle statt und be­ginnt um 18.30 Uhr.

Sophie Scholls Neffe liest in Schorndorf

An­kün­di­gung
Ju­lian Ai­cher wird am Frei­tag, 30. Ok­to­ber, aus dem Buch „Die sanfte Ge­walt“ le­sen, in dem Er­in­ne­run­gen an seine Mut­ter Inge Ai­cher-Scholl zu­sam­men­ge­tra­gen wur­den. Diese war zeit ih­res Le­bens, wie schon zu­vor ihre Ge­schwis­ter So­phie und Hans, po­li­tisch en­ga­giert. In den 1960-er Jah­ren or­ga­ni­sierte sie Os­ter­mär­sche in Ulm und nahm in den 80-er Jah­ren an Sitz­streiks in Mut­lan­gen teil.
Seine Mut­ter habe sich da­bei auf das „Weiße-Rose“-Flugblatt be­zo­gen, in dem es heißt: „Zer­reißt den Man­tel der Gleich­gül­tig­keit, den Ihr um Euer Herz ge­legt“, sagt ihr Sohn Ju­lian Ai­cher und sieht sich die­ser Tra­di­tion eben­falls ver­pflich­tet.
Die Le­sung fin­det in der Gast­stätte „Platz­hirsch“ statt und be­ginnt um 20 Uhr.

„So­phie Scholls Neffe liest in Schorn­dorf“ wei­ter­le­sen

Frauenführung auf dem Friedhof

Grab­stelle von
Ruth Vog­ten­ber­ger

An­kün­di­gung
Am Sonn­tag, 1. No­vem­ber, dem Tag Al­ler­hei­li­gen, bie­tet Stadt­rä­tin und ‑füh­re­rin Kirs­ten Katz auf dem Al­ten Fried­hof ei­nen spe­zi­el­len his­to­ri­schen Rund­gang an: „Grab­steine er­zäh­len von Frauen“.

Ma­rie Schmid ist eine, von de­nen sie be­rich­ten wird: Die Stif­te­rin des Pfarr­töch­ter­heims (heute Ma­ri­en­stift) hat nach dem Tod ih­rer Toch­ter 1882 nicht nur ein gro­ßes Fens­ter im Chor der Stadt­kir­che ge­spen­det, son­dern auch ei­nen auf­fal­lend gro­ßen Grab­stein für die Ver­stor­bene in Auf­trag ge­ge­ben.
Be­tont schlicht sind hin­ge­gen die Grä­ber der Fa­mi­lie Veil in un­mit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft dazu. Der Grund: Die Fa­mi­lie ge­hörte der Herrn­hu­ter Brü­der­ge­meine an, die auf diese Weise zum Aus­druck bringt, dass alle Men­schen im Tode gleich sind.
Und nur we­nige wis­sen, wer Ruth Vog­ten­ber­ger ist, die un­ter­halb der Ka­pelle ihre letzte Ruhe fand. Sie hatte nach dem Ers­ten Welt­krieg an den Ver­sailler Frie­dens­ge­sprä­chen teil­ge­nom­men.

Die Füh­rung be­ginnt um 11 Uhr am Haupt­ein­gang.
Um die co­ro­nabe­ding­ten Ver­ord­nun­gen ein­zu­hal­ten, emp­fiehlt die Stadt-Info, vorab eine Teil­neh­mer­karte zum Preis von 5 Euro zu er­wer­ben. Wer sich spon­tan zur Teil­nahme ent­schei­det, sollte ent­spre­chend frü­her für die Be­zah­lung und Auf­nahme der Kon­takt­da­ten er­schei­nen.

Eine Bürgerbeteiligung für 60.000 Euro

An­kün­di­gung
Die Rat­haus­ver­wal­tung möchte die Bür­ger­schaft ent­schei­den las­sen, ob der Un­tere Markt­platz au­to­frei sein soll. Sie emp­fiehlt dem Ge­mein­de­rat da­her, er möge in sei­ner Sit­zung am Don­ners­tag, 22. Ok­to­ber, der Durch­füh­rung ei­ner sol­chen Bür­ger­be­tei­li­gung zu­stim­men (Punkt 4 der Ta­ges­ord­nung). Die­ses Ver­fah­ren werde 60.000 Euro kos­ten.

Als vor ei­nem Jahr Stadt­rat An­dreas Schnei­der (Grüne) vor­schlug, die Stadt­bü­che­rei am Ar­chiv­platz nicht ohne Bür­ger­be­fra­gung zu bauen, da sie in der Bür­ger­schaft sehr um­strit­ten sei, ant­wor­tete der Ober­bür­ger­meis­ter, dass dies ein „ganz auf­wen­di­ges Ver­fah­ren“ wäre. Er hielt Schnei­der vor, des­sen Vor­schlag „ist ein sehr teu­rer An­trag“, zu­mal da­bei „even­tu­ell das glei­che Er­geb­nis wie jetzt“ her­aus­käme.
Noch im ver­gan­ge­nen Som­mer stand der Ober­bür­ger­meis­ter der Idee ei­ner Bür­ger­be­tei­li­gung für den Un­te­ren Markt­platz noch skep­tisch ge­gen­über mit dem Ar­gu­ment „Wenn wir die Bür­ger ge­fragt hät­ten, ob wir eine Gar­ten­schau wol­len, hät­ten wir keine.“

Die Ge­mein­de­rats­sit­zung fin­det in der Kün­kel­in­halle statt und be­ginnt um 19 Uhr.

Jessica Tatti spricht auf dem Marktplatz

An­kün­di­gung
“Mir ist klar ge­wor­den, dass Po­li­tik Le­bens­wirk­lich­keit schafft. Des­halb will ich mich da­für ein­set­zen, dass so­ziale Ge­rech­tig­keit spür­bar im Le­ben der Men­schen an­kommt“, er­klärt Jes­sica Tatti, Mit­glied des Bun­des­tags (MdB) für „Die Linke“.
Am Frei­tag, 16. Ok­to­ber, spricht sie in Schorn­dorf ab 18 Uhr auf dem Obe­ren Markt­platz. Die So­zi­al­ar­bei­te­rin mit ita­lie­ni­schen Wur­zeln ist fach­po­li­ti­sche Spre­che­rin zum Thema „Ar­beit 4.0“ und ge­hört der über­par­tei­li­chen Kom­mis­sion „Künst­li­che In­tel­li­genz“ an. Bei der Bun­des­tags­wahl 2017 kan­di­dierte sie im Wahl­kreis Reut­lin­gen. Über die Lan­des­liste ih­rer Par­tei, wo sie auf Platz 5 ge­setzt war, wurde sie Ab­ge­ord­nete und gab ih­ren Sitz im Reut­lin­ger Ge­mein­de­rat auf.

„Corona – Krise der Frauen“ im Frauenforum

An­kün­di­gung
Das Frau­en­fo­rum Schorn­dorf lädt am Mitt­woch, 14. Ok­to­ber, zu ei­nem Netz­werktref­fen ins „Zen­trum für in­ter­na­tio­nale Be­geg­nung“ (ZIB), ehe­mals Schlacht­haus­gast­stätte. Haupt­thema des Abends: „Co­rona – Krise der Frauen“.
„Ge­rade Frauen be­trifft die Pan­de­mie-Lage be­son­ders“, er­klärt Fo­rums­spre­che­rin An­drea Sie­ber. Das Tref­fen will da­her die Mög­lich­keit bie­ten, sich über diese neu­ar­ti­gen Pro­bleme un­ter­ein­an­der aus­zu­tau­schen, nicht zu­letzt auch mit hilf­rei­chen Tipps und Stra­te­gien.
An­dere Fra­gen sol­len da­durch frei­lich nicht un­ter­drückt wer­den. Herz­lich will­kom­men sind alle Frauen und alle Frau­en­the­men. Es wird um An­mel­dung vorab ge­be­ten un­ter E‑Mail.
Be­ginn ist um 19.30 Uhr.

Info-Veranstaltung „Klima-Entscheid Schorndorf“

An­kün­di­gung
Da sie es als „ver­zagt und völ­lig un­zu­rei­chend“ an­sieht, wie die Po­li­tik den Kli­ma­wan­del ab­weh­ren will, hat sich in Schorn­dorf eine Gruppe ge­bil­det, die das nun selbst in die Hand nimmt. Zwölf Per­so­nen ha­ben sich nach dem Kon­zept von Ger​man​Zero​.org zu­sam­men­ge­schlos­sen, um „für un­sere Kin­der und En­kel eine le­bens­werte Zu­kunft zu ge­stal­ten“.
Ziel ist, die Stadt­ver­wal­tung per Bür­ger­ent­scheid zu mehr Ein­satz für die­ses Thema zu mo­ti­vie­ren. Ein „Kli­ma­stadt­plan“ soll auf­zei­gen, wel­che Maß­nah­men vor Ort not­wen­dig sind, da­mit der CO2-Aus­stoß ge­nü­gend re­du­ziert wird.
Am Frei­tag, 9. Ok­to­ber, wird die­ser Plan in der VHS im gro­ßen Saal vor- und zur Dis­kus­sion ge­stellt. Die Ver­an­stal­tung be­ginnt um 20 Uhr.

Zu­dem hält am Frei­tag, 16. Ok­to­ber, die Bio­lo­gin Dr. Mai­ken Win­ter ei­nen Vor­trag zu die­sem Thema in der Kün­kel­in­halle. Er be­ginnt um 19 Uhr. An­schlie­ßend soll auch dort eine Dis­kus­sion über das hie­sige Pro­jekt er­fol­gen.
Ein­ge­la­den sind alle, die sich in­for­mie­ren wol­len oder ak­tiv ein­brin­gen möch­ten, wie etwa bei der Um­set­zung (z.B. durch das Sam­meln von Un­ter­schrif­ten) und durch fi­nan­zi­elle Un­ter­stüt­zung.
(Mehr Info dazu: hier)

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schoblatt.de