Andere Städte geben denen, die Hausfassaden begrünen, Geld. Unsere Verwaltung aber bekämpft solches Grün in der Stadt. Die Weinrebe am Hirschbrunnen wird stets im Herbst so stark zurückgeschnitten, dass sie jedes Jahr fast bei Null anfangen muss zu wachsen. Ohne diesen Eingriff würde sie – wie Spuren ihrer früheren Ausbreitung zeigen – schon längst beide Nebengebäude überziehen und somit das Stadtklima verbessern.
Fassadengrün wirkt im Sommer der Überhitzung eines Gebäudes entgegen. Ein Beispiel aus Wien zeigt, dass eine bewachsene Hauswand an sonnigen Tagen bis zu 15 Grad kühler ist. Mithin gibt sie auch weniger Wärme an die Umgebung ab und macht somit den Aufenthalt angenehmer. Für einen gleichen Effekt müssten dort rund 45 Kühlgeräte acht Stunden mit einer Leistung von 3.000 Watt betrieben werden.
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