„Jetzt haben wir so viele Leuchtturmprojekte in der Stadt, aber keins davon sorgt nachts für Licht in den Wohnstraßen!“
Aufgeschnappt in der Fußgängerzone

Lokalpolitik aus weiblicher Perspektive
„Jetzt haben wir so viele Leuchtturmprojekte in der Stadt, aber keins davon sorgt nachts für Licht in den Wohnstraßen!“
Aufgeschnappt in der Fußgängerzone
Kurzmeldung«
Zur Bürgerbeteiligung für die künftige Stadtplanung lauschten am nasskalten, dunklen Dienstagabend (2 Wochen vor Weihnachten) kaum mehr als 50 Menschen der Rede des OB – unter ihnen mindestens ein Dutzend „Offizieller“: Stadträte, Rathausbedienstete, 4 Leute vom Planungsbüro. Im großen Saal der Künkelinhalle verloren sie sich fast, der Sitzungssaal im Rathaus hätte gut ausgereicht.
OB Hornikel hält das Stadtentwicklungskonzept (STEK) für „unabdingbar“ und erklärte in Richtung derer, die ihm vorhalten wollen, dass die Stadt doch kein Geld für so etwas habe: „Ohne STEK keine Förderung“.
„Magerer Auftakt zur Bürgerbeteiligung“ weiterlesenKommentar«
Sehr kurios: Vor einem Monat noch setzte sich die CDU-Fraktion im Gemeinderat für eine ergebnisneutrale Grundsteuer ein. Sie begründete das mit ihren Wahlversprechen gegenüber der Bürgerschaft. In der Sitzung vorige Woche aber stimmte sie gegen exakt dieses Anliegen und votierte für einen Hebesatz von 245 Prozent. Warum?
Weil der Antrag auf 230 Prozent von der AfD kam.
Das bedeutet, dass sie ihre eigenen Überzeugungen nur deshalb über Bord geworfen hat, weil eine andere Fraktion ihren Antrag wiederholte. Das ist besonders bitter, weil – im Unterschied zur vorherigen Sitzung – diesmal sämtliche CDU-RätInnen anwesend waren. So hätte dieser Antrag (mit der Unterstützung jener drei FDP/FW-Räte wie beim vorigen Mal) jetzt eine Mehrheit bekommen.
„Politikerverdrossenheit“ weiterlesenAnkündigung«
In seiner Sitzung am kommenden Dienstag, 17. Dezember, befasst sich der Gemeinderat mit der umstrittenen Abschaltung der Straßenlaternen von Mitternacht bis 4 Uhr in Wohngebieten.
Die AfD-Fraktion hatte Anfang Juni gefordert, diese „schnellstmöglich rückgängig zu machen“. Die FDP/FW-Fraktion beantragte im September, dass dem Gremium Aufwand und Kosten der Nachtabschaltung in Zahlen vorgelegt werden sollen, damit es auf dieser Grundlage über Ende oder Weiterführung der Maßnahme abstimmen kann.
Die CDU-Fraktion schlug kurz darauf als Sofortmaßname vor, die Abschaltung erst um 1.30 Uhr zu beginnen am Wochenende ganz auszusetzten. Zudem regt sie ein „intelligentes“ Beleuchtungskonzept an, dass beispielsweise „bewegungsgesteuert“ funktioniert und „mit warmweißen, tier- und insektenfreundlichen Leuchtmitteln versehen ist“.
„Straßenlicht-Abschaltung im Gemeinderat“ weiterlesenAnkündigung«
Die Stadtverwaltung will Schorndorf „fit für die Zukunft“ machen. Daher plant dessen Fachbereich „Baurecht“ derzeit, ein „Stadtentwicklungskonzept“ zu erstellen. Dieser hat dazu das Stuttgarter Büro „ORplan“ mit ins Boot geholt, welches bereits mit seiner Umgestaltung des Stadtkerns in Künzelsau den 1. Preis beim dortigen Planungswettbewerb gewonnen hat. „Gestalterisch anspruchsvolle, technisch einwandfreie und rechtlich sichere Lösungen“ sind Hauptbestreben dieser PlanerInnen.
Am morgigen Dienstag, 10. Dezember, ist die hiesige Bevölkerung eingeladen, sich ebenfalls am Planungsprozesse zu beteiligen: ab 18 Uhr in der Künkelinhalle, ohne Voranmeldung.
„Alle sind aufgerufen zur Stadtplanung“ weiterlesenKurzmeldung«
In der Sondersitzung des Gemeinderats zur Grundsteuer hatten die Grünen am Donnerstag erneut den ursprünglichen Hebesatz von 260 Prozent, der in der vorigen Sitzung gescheitert war, per Antrag ins Spiel gebracht. Woraufhin die AfD mit ihrem Antrag (ein Hebesatz von 230 Prozent) die Absicht der CDU wiederholte, die ihrerseits damit vor drei Wochen knapp gescheitert war.
Trotz kollegialer Appelle von Richterin und Rechtsanwalt aus der FDP/FW-Fraktion zogen beide ihre Anträge nicht zurück. Keiner bekam eine Mehrheit. Mit 28 Stimmen des vollzählig anwesenden Gremiums wurde der Kompromiss-Antrag der Verwaltung (Hebesatz von 245 Prozent) am Ende beschlossen.
Mit Nein stimmten Matthias Nothdurft von der „Bürgerstimme Schorndorf“(BSS) und die gesamte AfD-Fraktion.
„Grundsteuer-Hebesatz: 245 Prozent beschlossen“ weiterlesenAnkündigung«
Am heutigen Donnerstag, 5. Dezember, steht erneut die Grundsteuer-Erhöhung im Gemeinderat zur Debatte, nachdem in der vorherigen Sitzung weder der Wunsch der Verwaltung (dadurch 1,5 Millionen Euro mehr in die Stadtkasse zu bekommen), noch zwei Anträge von StadträtInnen für eine „ergebnisneutrale“ Umsetzung dieser Steuerreform eine Mehrheit fanden.
Drei Mitglieder der FDP-FW-Fraktion hatten mit ihrem Antrag das Wahlversprechen einlösen wollen, der Bürgerschaft zusätzliche Belastungen dieser Steuer-Reform zu ersparen. Zusammen mit der AfD-Fraktion und Matthias Nothdurft (BSS) kamen sie auf 8 Ja-Stimmen, 8 RätInnen enthielten sich, mit 16 Gegenstimmen wurde er abgelehnt.
Auch der CDU-Antrag wurde durch ein Patt von 16:16 Stimmen abgewiesen. Für ihn gestimmt hatten die 9 anwesenden CDU-Mitglieder, die AfD und jene 3 FDP/FW-Räte, die gegen eine Erhöhung sind. In der CDU-Fraktion fehlte an diesem Abend Matthias Müller-Eißfeldt.
„Zweiter Anlauf zur Grundsteuer-Erhöhung“ weiterlesenKurzmeldung«
Mit einem halb bedauernden, halb begeisterten „Wir haben keine Zettel mehr!“ wurden am Samstag die letzten Unterschriftswilligen am Stand der FDP vor der Stadtkirche begrüßt. Petra Erdmann-Thon schätzt, dass sie in den vier Stunden, die sie dort mit ihren MitstreiterInnen für das Volksbegehren im Einsatz war, rund 80 Unterschriften gegen die Aufblähung des Stuttgarter Landtags erhalten haben. Umgerechnet hat sich also alle 3 Minuten jemand für dieses Volksbegehren eingetragen.
Weil wir erstmals bei der nächsten Landtagswahl in Baden-Württemberg eine Erst- und Zweitstimme zur Verfügung haben werden, könnte das Parlament durch Ausgleichsmandate von 120 auf 200 Abgeordnete anschwellen.
Dies würde zusätzliche 200 Millionen Euro an Steuergeldern pro Wahlperiode verschlingen.
„Viele Unterschriften gegen XXL-Landtag“ weiterlesenKurzkommentar«
30.000 Euro kostet die künstliche „Schlittenbahn“ auf dem diesjährigen Weihnachtsmarkt. Dazu kommen nochmal 1.200 Euro für eine neue Schutzgitter-Verkleidung, nachdem die seitherige bereits zwei Tage nach Inbetriebnahme zerstört worden war.
Sehr beliebt sei die Rutsche, sagt Lars Scheel vom Eigenbetrieb „Citymanagement“. Manche Familien hingegen bedauern, dass sie dem Karussell und dem Bähnle, die bisher auf dem Oberen Marktplatz standen, weichen musste.
Und dann gibt es noch Kritiker, die behaupten, dass der Eigenbetrieb uns mit dieser Rutsche nur deshalb beglückt habe, weil er zum Jahresende aus seinem Etat noch schnell in etwas investieren musste, um auch nächstes Jahr genauso viele Steuergelder zugesprochen zu bekommen.
„Ein Sparvorschlag“ weiterlesen