Ein „Oscar“ für Beune und Co.

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Cil­lian Mur­phy, der am Sonn­tag ei­nen „Os­car“ als bes­ter Haupt­dar­stel­ler ver­lie­hen be­kam, hat ihn al­len Frie­dens­ak­ti­vis­ten auf der gan­zen Welt ge­wid­met – also auch der Frie­dens­in­itia­tive Schorn­dorf, die 2018 ge­grün­det wurde von Det­lef Be­une, Do­ris Kom­me­rell und Uwe Glund. Seit Be­ginn des Ukrai­ne­kriegs hal­ten sie im­mer frei­tags mit Gleich­ge­sinn­ten um 18 Uhr eine Mahn­wa­che vor dem Rat­haus, in­zwi­schen be­reits 85 Mal.

Schau­spie­ler Cil­lian Mur­phy ist mit sei­nem Frie­dens­be­kennt­nis bei ei­ner Os­car-Ver­lei­hung nicht der erste. Das Glei­che tat be­reits der Re­gis­seur Pe­dro Al­mo­dó­var im Jahr 2003. An­lass war da­mals der völ­ker­rechts­wid­rige, il­le­gale An­griff der USA auf den Irak.

Diese 21 Menschen kandidieren für die AfD

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Lars Haise hat jetzt die Na­men de­rer ver­kün­det, die auf der Liste der AfD am 9. Juni für den Ge­mein­de­rat kan­di­die­ren. Hier sind sie:

1. Lars Haise (Par­la­men­ta­ri­scher Re­fe­rent), 2. Do­me­nic Venn­haus (Raum­aus­stat­ter), 3. Da­niel Schmidt (Fach­kraft für La­ger­lo­gis­tik), 4. Jen­ni­fer-Sa­rah Czech (Be­treu­ungs­kraft), 5. Ger­hard Zu­le­ger (Dipl.-Agraringenieur i. R.), 6. Mi­chael Schöff­ler (Lo­gis­ti­ker), 7. Ni­cole Wolff (Lei­tende Haus­wirt­schaf­te­rin), 8. Diet­mar Merz (Bank­kauf­mann i. R.), 9. Alex­an­der Neu­häu­ser (Me­di­en­in­for­ma­ti­ker), 10. Rai­ner Ne­meth (Dipl.-Ing. Ver­trieb), 11. Me­la­nie Neu­häu­ser (Sach­be­ar­bei­te­rin), 12. Ro­se­ma­rie Leni Eberle (Be­rufs­kraft­fah­re­rin i. R.), 13. Heinz Rauscher (Techn. Fern­mel­de­amts­rat a. D.), 14. Mar­vin Huschka (Ma­ler und La­ckie­rer), 15. Pe­tra Schöff­ler (Kas­sie­re­rin), 16. Rei­ner Henze (Elek­tri­ker), 17. An­ton Schwab (Gas-/Was­ser­in­stal­la­teur), 18. Timo Stet­ter (Be­rufs­kraft­fah­rer), 19. Alena Schwab (Kran­ken­schwes­ter), 20. Uwe Klotz (Techn. Be­triebs­wirt), 21. Ka­rin La­den­bur­ger (Rechts­fach­wir­tin).

Von der ak­tu­el­len AfD-Ge­mein­de­rats-Frak­tion kan­di­die­ren Haise und Mi­chael Schöff­ler (2022 für den ver­stor­be­nen Ul­rich Buß­ler nach­ge­rückt) er­neut, Franz Laslo nicht mehr.

Frauenanteil auf ein Drittel erhöht

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Mit 7 Kan­di­da­tin­nen weist die AfD auf ih­rer Liste für die Ge­mein­de­rats­wahl am 9. Juni ei­nen Frau­en­an­teil von ei­nem Drit­tel auf. Vor fünf Jah­ren wa­ren es 5 Frauen ge­we­sen, was 26 Pro­zent der sei­ner­zeit 19 Na­men auf der Liste ent­sprach. In die­sem Jahr kan­di­die­ren ins­ge­samt 21 Per­so­nen für diese Par­tei.

Auf Platz 1 wurde bei der Lis­ten­auf­stel­lung wie­der Lars Haise ge­wählt, der seit 2019 als Vor­sit­zen­der der 3 Män­ner um­fas­sen­den Frak­tion sei­ner Par­tei im Schorn­dor­fer Ge­mein­de­rat fun­giert.

„Frau­en­an­teil auf ein Drit­tel er­höht“ wei­ter­le­sen

Bauernprotest in Schorndorf

8. Ja­nuar 2024 – © An­dreas N.

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Ne­ben den lan­des­wei­ten Pro­test­ak­tio­nen der Bau­ern am Mon­tag­mor­gen er­lebte Schorn­dorf am Abend ei­nen zu­sätz­li­chen klei­nen Tre­cker-Korso. Rund 20 Trak­to­ren um­kurv­ten da­bei mit lau­tem Hu­pen und ein­ge­schal­te­ten Warn­blin­kern die Krei­sel an Volks­hoch­schule und Gast­stätte „Rose“.  Dort stan­den rund zwei Dut­zend De­mons­tran­ten mit ih­ren Schil­dern, auf de­nen sie ihre Kri­tik an der Bun­des­po­li­tik – wie je­den Mon­tag ab 18 Uhr – zum Aus­druck brach­ten.

Die Bau­ern wa­ren vom Welz­hei­mer Wald und aus dem Raum Waib­lin­gen ge­kom­men. An ih­ren Trak­to­ren prang­ten Slo­gans wie „Nicht ver­ges­sen: Wir sor­gen für dein Es­sen“, „Un­ser Land wird nicht re­giert son­dern rui­niert“, auch „Wir las­sen uns nicht ver…ampeln“, „Wir kämp­fen um un­sere Höfe“ und „Ich bin so sauer, ich hab so­gar ein Schild ge­bas­telt.“

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Neue Bürgermeisterin: Selina Holl

Se­lina Holl – Foto:
Ni­cole Schiel­berg

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„Schoblatt“-Leser Jo­chen Die­te­rich hat uns dar­auf auf­merk­sam ge­macht, dass kürz­lich auch eine ge­bür­tige Schorn­dor­fe­rin zur Bür­ger­meis­te­rin ge­wählt wurde, näm­lich Se­lina Holl, und zwar in Alt­heim (Alb) nörd­lich von Ulm. Dort kreuz­ten am 17. Sep­tem­ber die­ses Jah­res 88,61 Pro­zent der Wahl­be­rech­tig­ten ih­ren Na­men an. Und dies bei ei­ner Wahl­be­tei­li­gung von 60,5 Pro­zent.

Se­lina Holl ist 1994 in Schorn­dorf ge­bo­ren, ab­sol­vierte eine Aus­bil­dung zur „Ver­wal­tungs­wir­tin im mitt­le­ren nicht­tech­ni­schen Ver­wal­tungs­dienst“ und hat seit 2012 im hie­si­gen Rat­haus in den Be­rei­chen Wirt­schafts­för­de­rung und Ord­nungs­ver­wal­tung ge­ar­bei­tet.

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Neue Bürgermeisterin: Veronika Franco Olias

V. Franco Olias © Elias Hoh

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Ve­ro­nika Franco Olias ist vo­ri­gen Sonn­tag gleich in ers­ten Wahl­gang mit über­zeu­gen­den 73,5 Pro­zent der Stim­men zur neuen Bür­ger­meis­te­rin von Sulz­bach ge­wählt wor­den. Die Wahl­be­tei­li­gung in der rund 5.300 Ein­woh­ner gro­ßen Ge­meinde lag bei knapp 59 Pro­zent.

Seit 2018 war die 30-Jäh­rige, die ein Stu­dium des ge­ho­be­nen Ver­wal­tungs­diensts mit­bringt, als Orts­vor­ste­he­rin an­ge­stellt, zu­letzt in Waib­lin­gen-Bit­ten­feld. Weil, wie sie der „Stutt­gar­ter Zei­tung“ ge­gen­über sagte: „Wenn ich ein Rat­haus füh­ren möchte, dann sollte ich auch dort ge­ar­bei­tet ha­ben.“

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„Bibliothek des Jahres“ gekürt

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Die Stadt­bü­che­rei Heims­heim wurde ges­tern mit der Aus­zeich­nung „Bi­blio­thek des Jah­res“ in Ba­den-Würt­tem­berg ge­kürt. Der SWR nennt als Grund in sei­nem Be­richt samt Vi­deo: Ne­ben di­ver­sen Me­dien könne man dort bei­spiels­weise ebenso eine He­cken­schere, ei­nen Bea­mer oder eine Pop­corn-Ma­schine aus­lei­hen, den ka­put­ten Toas­ter re­pa­rie­ren las­sen oder zum „fai­ren Früh­stück“ kom­men.

Die Bi­blio­thek in der 5.500-Einwohner-Stadt, die mit „aus­rei­chend kos­ten­lo­sen Park­plät­zen“ auf dem be­nach­bar­ten Schloss­hof wirbt, sei, wie Lei­te­rin Tina Kühnle-Häcker er­klärt, ein „Haus der Kul­tur“, das sich dem Nach­hal­tig­keits­ge­dan­ken ver­schrie­ben hat. Des­halb fun­giert es gleich­zei­tig als Ab­ga­be­stelle für alte Bat­te­rien, Kor­ken oder ge­brauchte Han­dys. Fair ge­han­delte Scho­ko­lade, eine „Saat­gut­bi­blio­thek“ und eine Klei­der­tausch­börse er­gän­zen das An­ge­bot. Bü­cher gibt es auch.

Die Aus­zeich­nung wird seit 2019 vom ba­den-würt­tem­ber­gi­schen Bi­blio­theks­ver­band und den Spar­kas­sen im Ländle ver­lie­hen. Der Preis ist mit 10.000 do­tiert. Zu­dem wurde die Bü­che­rei in Ba­den-Ba­den prä­miert, und zwar für ihre „in­ter­kul­tu­relle Bi­blio­theks­ar­beit“, ver­bun­den mit ei­ner För­der­summe von 5.000 Euro.

Warum Transsexualität in aller Munde ist

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„Wer sich fragt, wie das Thema Trans­se­xua­li­tät in ei­nem so ra­san­ten Tempo eine sol­che Auf­merk­sam­keit be­kom­men konnte, sollte nicht ver­ges­sen, dass die Ge­schlechts­an­glei­chung ein Markt ist.“ So schreibt Ka­jsa Ekis Ek­man un­ter der Über­schrift „Wer ver­dient am Trans-Hype?“ in der ak­tu­el­len Aus­gabe in der Zeit­schrift „Emma“.

Pu­ber­täts­blo­cker zum Bei­spiel kos­te­ten 775 US-Dol­lar pro Mo­nat. Da wun­dere es we­nig, dass ver­stärkt Ju­gend­li­che auf die Mög­lich­keit auf­merk­sam ge­macht wer­den, ihre Pro­bleme könn­ten mög­li­cher­weise daran lie­gen, dass sie in ei­nem fal­schen Kör­per le­ben.

Die Jour­na­lis­tin zeigt in ih­rem Ar­ti­kel Zu­sam­men­hänge zwi­schen In­ves­to­ren, Lehr­stüh­len an Uni­ver­si­tä­ten und Wer­be­kam­pa­gnen auf. Etwa, dass ein Stra­te­gie­pa­pier un­ter an­de­rem rät, den Be­griff „Ope­ra­tion“ mög­lichst zu um­ge­hen, weil er mit schmerz­haf­ten As­so­zia­tio­nen ver­bun­den ist. Statt­des­sen solle das „Recht, man selbst zu sein“ in den Vor­der­grund ge­stellt wer­den.

„Warum Trans­se­xua­li­tät in al­ler Munde ist“ wei­ter­le­sen

Lars Haises Rede im Wortlaut

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In der Lo­kal­zei­tung war zu le­sen, dass Lars Hai­ses Rede bei der No­mi­nie­rung der AfD-Kan­di­da­ten für das EU-Par­la­ment „völ­kisch“ da­her­ge­kom­men so­wie mit „Schmä­hun­gen“ und „vie­len rechts­extre­men Phra­sen ge­spickt“ ge­we­sen sei.

Wir ha­ben des­halb das Re­de­ma­nu­skript des Schorn­dor­fer Stadt­rats an­ge­for­dert und ge­ben un­se­rer Le­ser­schaft hier­mit die Mög­lich­keit, die Rede im Wort­laut nach­zu­le­sen, um sich aus ers­ter Hand zu in­for­mie­ren. Wer sie sich lie­ber (oder zu­sätz­lich) an­hö­ren will (Dauer: knapp 7 Mi­nu­ten), kann das über die­sen Link tun.

Haise hat die Rede am 4. Au­gust auf dem Par­tei­tag der AfD in Mag­de­burg bei der No­mi­nie­rung für den Lis­ten­platz 19 ge­hal­ten, ver­fehlte je­doch die nö­tige An­zahl an Stim­men. Als er tags drauf er­neut an­trat, wurde er dann für Platz 21 no­mi­niert.

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