Lesung zum Frauentag: Männer, die töten

An­kün­di­gung
Je­den drit­ten Tag wird laut Po­li­zei in Deutsch­land eine Frau von ih­rem Mann oder Ex-Part­ner ge­tö­tet, je­den zwei­ten Tag gibt es ei­nen Tö­tungs­ver­such, nicht ein­ge­rech­net die Dun­kel­zif­fer. In ih­rem Buch „Fe­mi­zide – Frau­en­mord in Deutsch­land“ be­schreibt Ju­lia Cru­schwitz so­wohl Hin­ter­gründe, als auch die Frage, warum Be­hör­den Warn­si­gnale vor ei­ner sol­chen Tat nicht ernst neh­men. Sie liest am Welt­frau­en­tag, Mitt­woch, 8. März, auf Ein­la­dung des Frau­en­fo­rums in der Ma­nu­fak­tur aus die­sem Buch. Be­ginn: 19.30 Uhr. Ein­tritt frei.

Be­reits um 18 Uhr wird dort eine Aus­stel­lung mit Wer­ken von Ly­dia Feul­ner-Bär­tele er­öff­net: ein Bil­der­zy­klus über „emo­tio­nale Pro­zesse“. Da­bei sein wird auch die Gruppe „Cat­calls of Schorn­dorf“, die re­spekt­lo­ses Ver­hal­ten von Män­nern ge­gen­über Frauen auf der Straße öf­fent­lich an­pran­gern.

Das dor­tige Kino „Kleine Fluch­ten“ zeigt um 18.30 Uhr den fran­zö­si­schen Film „Ma­ria träumt – oder: Die Kunst des Neu­an­fangs“ von Lau­riane Es­caf­fre und Yvo Muller mit Ka­rin Vi­ard, der laut An­bie­ter „ein Film fürs Herz“ ist.

Partei dieBasis: „Die Waffen nieder!“

An­kün­di­gung
Mit ei­nem In­fo­stand will die Par­tei die­Ba­sis am Sams­tag, 4. März, in der Schorn­dor­fer Fuß­gän­ger­zone „ein Zei­chen ge­gen eine wei­tere Es­ka­la­tion im Russ­land-Ukraine-Krieg set­zen“. Gleich­zei­tig möchte sie da­mit ver­deut­li­chen, dass sie „für Frie­den ein­tritt und sich klar ge­gen Waf­fen­lie­fe­run­gen in Kriegs­ge­biete po­si­tio­niert“.

Der Info-Stand steht un­ter dem Motto „Die Waf­fen nie­der!“, mit­hin dem Ti­tel des be­rühm­ten An­ti­kriegs­ro­mans der Frie­dens­no­bel­preis­trä­ge­rin Ber­tha von Sutt­ner aus dem Jahr 1889. Der Stand ist von 9 Uhr bis 15 Uhr vor der Süd­west­bank (Palm-Str. 8) auf­ge­baut.

Der Rems-Murr-Kreis­ver­band von die­Ba­sis be­tei­ligt sich auf diese Weise am bun­des­wei­ten Ak­ti­ons­tag „Frie­den ist die Ba­sis für un­ser Le­ben“. Da­bei soll auch die En­er­gie­po­li­tik der Re­gie­rung the­ma­ti­siert wer­den, die „in di­rek­tem Zu­sam­men­hang“ mit den Sank­tio­nen ge­gen Russ­land stehe, wel­che „den Bür­gern in Deutsch­land mehr scha­den“ als ir­gend­je­mand an­de­rem. Heiz- und Strom­kos­ten seien nur bei uns „auf Re­kord­werte“ ge­stie­gen, wäh­rend „an­dere Län­der keine ver­gleich­ba­ren Pro­bleme zu ha­ben schei­nen“.

Webinar lüftet „Geheimnisse der Verwaltung“

An­kün­di­gung
Die „ul­ti­ma­tive Ein­füh­rung in die Re­geln und Ge­heim­nisse der Kom­mu­nal­ver­wal­tung“ ver­spricht ein Web­i­nar des Ma­ga­zins „Kom­mu­nal“: „Wer ver­ste­hen will, warum Ver­wal­tun­gen han­deln, wie sie han­deln, sollte sich die­ses Web­i­nar nicht ent­ge­hen las­sen.“

Es rich­tet sich an Rat­haus-An­ge­stellte, Ge­mein­de­rä­tIn­nen, und sol­che, die es wer­den wol­len, so­wie an alle, die die Ent­schei­dungs­wege im Rat­haus bes­ser nach­voll­zie­hen wol­len, wel­che Vor­aus­set­zung da­für sind, „dass die Ver­wal­tung zum Dienst­leis­ter wird“.

Das Web­i­nar fin­det am kom­men­den Mitt­woch, 1. März, statt, es be­ginnt um 9 Uhr und dau­ert zwei Stun­den (mit Pause). Re­fe­rent ist Ar­ka­di­usz B. Szc­zes­niak, Lei­ter des Ord­nungs- und Stan­des­am­tes von Pa­pen­teich. Die Teil­nahme kos­tet 59,- Euro (netto). An­mel­dung beim „Kommunal“-Magazin.

Bürgermeister will Volkes Stimme hören

An­kün­di­gung
Wer sich mit Bür­ger­meis­ter Eng­lert gerne ein­mal per­sön­lich über Fra­gen der Stadt­po­li­tik un­ter­hal­ten möchte, hat dazu kom­men­den Diens­tag, 13. Fe­bruar, Ge­le­gen­heit. Eng­lert „bie­tet al­len Schorn­dor­fe­rin­nen und Schorn­dor­fern die Mög­lich­keit, ihre An­lie­gen di­rekt mit ihm zu be­spre­chen“, heißt es in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung. Pro Per­son sind da­bei ge­ne­rell 10 Mi­nu­ten Re­de­zeit ein­ge­plant.

Diese „Bür­ger­sprech­stunde“ fin­det in Eng­lerts Dienst­zim­mer im 1. Stock des Rat­hau­ses am Markt­platz statt. Zwi­schen 15 und 17 Uhr steht er von An­ge­sicht zu An­ge­sicht oder auch te­le­fo­nisch da­für zur Ver­fü­gung. Er­for­der­lich ist eine vor­he­rige An­mel­dung un­ter der Te­le­fon-Num­mer 602‑2001.

Empfang für ASV-Ringer am Sonntag

Pu­bli­kums­lieb­ling Iuri Lo­madze (Foto: ASV)

An­kün­di­gung
Über­mor­gen, am Sonn­tag, 12. Fe­bruar, wer­den die Rin­ger des ASV um 11 Uhr vor dem Rat­haus fei­er­lich emp­fan­gen, um sich da­nach ins Gol­dene Buch der Stadt ein­zu­tra­gen – ent­we­der als Deut­scher Mann­schafts­meis­ter oder Vize im Rin­gen, je nach­dem wie der Kampf am Sams­tag aus­ge­gan­gen sein wird.

Die Stadt­ver­wal­tung rech­net „mit zahl­rei­chen Fans“ auf dem Markt­platz, denn: „Ganz Schorn­dorf fie­bert am Sams­tag­abend im zwei­ten DM-Fi­nale mit den ASV Rin­gern um den Deut­schen Meis­ter­ti­tel mit. Schon jetzt ist der Ein­zug ins Fi­nale eine gran­diose Leis­tung, die wir als Stadt Schorn­dorf ge­büh­rend fei­ern möch­ten.“

Als der Ver­ein im Jahr 1975 die­sen Meis­ter­ti­tel erst­mals er­rang, hieß er noch „ASV Bau­knecht“, ge­mäß sei­nem Haupt­spon­sor. Nach­dem die­ser weg­fiel, be­sann man sich auf die ur­sprüng­li­che Be­zeich­nung bei der Grün­dung 1908: „Ath­le­tik­sport­ver­ein Spar­ta­nia“, wes­halb sich die Rin­ger jetzt „Die Spar­ta­ner“ nen­nen.

Verschärfte Regeln für Kitas geplant

An­kün­di­gung
In sei­ner kom­men­den Sit­zung am Don­ners­tag, 9. Fe­bruar, soll der Ge­mein­de­rat eine neue Sat­zung zur Be­treu­ung in städ­ti­schen Ki­tas be­schlie­ßen. Der Grund: „In letz­ter Zeit kam es ver­mehrt vor, dass Kin­der nicht pünkt­lich von der Kita ab­ge­holt wur­den.“ Weil Be­treu­ungs­zei­ten von über 40 Stun­den dem­nächst ge­kappt wer­den, be­fürch­tet die Ver­wal­tung, „dass diese Fälle zu­neh­men wer­den“.

Des­halb soll die neue Sat­zung Ab­mah­nun­gen er­mög­li­chen, wenn ein Kind mit „mehr als 10 Mi­nu­ten“ Ver­spä­tung ab­ge­holt wird. Nach 3 Ab­mah­nun­gen er­folgt ein 1‑tägiger Aus­schluss von der Be­treu­ung. Und „beim  vier­ten Wie­der­ho­lungs­fall  in­ner­halb  ei­nes  Kita-Jah­res“  kann  „das Be­treu­ungs­ver­hält­nis  mit  ei­ner  Frist  von  vier  Wo­chen  zum  Mo­nats­ende“  be­en­det wer­den. Diese Sat­zung soll „rück­wir­kend zum 1. De­zem­ber 2022“ in Kraft tre­ten.

Als Richt­schnur für die Stadt­ver­wal­tung wurde im Per­so­nal­be­richt 2018 (S. 5) for­mu­liert: „Hier steht nicht der Pro­fit oder das Er­wirt­schaf­ten von Ge­win­nen im Vor­der­grund, son­dern die Ge­mein­schaft, die Le­bens­qua­li­tät und die Be­dürf­nisse der Men­schen.“

Die Sit­zung fin­det im Gro­ßen Saal des Rat­hau­ses statt und be­ginnt um 18 Uhr. Die Kita-Sat­zung ist Punkt 7 auf der Ta­ges­ord­nung.

Frauenforum wählt neue Sprecherin

An­kün­di­gung
Am Don­ners­tag, 12. Ja­nuar, trifft sich das Frau­en­fo­rum, um die Pos­ten sei­ner Spre­che­rin und der Kas­sie­re­rin neu zu be­set­zen. Nach der Wahl von An­drea Sie­ber im No­vem­ber 2019 in die­ses Amt bot das Frau­en­fo­rum zum In­ter­na­tio­na­len Frau­en­tag 2020 noch ei­nem Vor­trag mit Dr. Antje Schrupp „Die Po­li­tik ist weib­lich“ im Saal der Volks­hoch­schule an. Dann legte Co­rona jeg­li­che Ak­ti­vi­tä­ten lahm – bis auf das His­sen der Terre-des-Femmes-Fah­nen „ge­gen Ge­walt an Frauen“ am 25. No­vem­ber.

Auf der Ta­ges­ord­nung des Tref­fens am kom­men­den Don­ners­tag, 12. Ja­nuar, steht ne­ben Rück- und Aus­blick auch der Kas­sen­sturz. Zu­dem sol­len wei­tere Ideen für Ver­an­stal­tun­gen und Ak­tio­nen dis­ku­tiert wer­den, wie etwa zum Welt­frau­en­tag eine Ko­ope­ra­tion mit der Ma­nu­fak­tur für eine Aus­stel­lung von Ly­dia Feul­ner-Ber­tele.

Das Tref­fen fin­det um 19 Uhr im Sit­zungs­saal des Kün­ke­lin-Rat­hau­ses (ge­öff­net ab 18.45 Uhr) statt. Jede Frau ist ein­ge­la­den.

Bei Kindern sparen wegen „Fachkräftemangel“

An­kün­di­gung
Mor­gen soll der Ge­mein­de­rat eine Kür­zung der Kin­der­be­treu­ung in Ki­tas auf ma­xi­mal 40 Wo­chen­stun­den be­schlie­ßen. Be­trof­fen da­von sind 189 El­tern, die auf 50 oder 52,5 Stun­den Be­treu­ungs­zeit an­ge­wie­sen sind. Grund für diese Maß­nahme sei ein „Fach­kräf­te­man­gel“. Gleich­zei­tig wird auf der In­ter­net­seite der Stadt un­ter „Stel­len­an­ge­bote“ keine ein­zige Er­zie­he­rin ge­sucht.

Dort fin­det man un­ter der Ru­brik „Kin­der­ta­ges­stät­ten“ nur An­ge­bote für FSJ-ler, eine Ver­wal­tungs­kraft so­wie meh­rere In­te­gra­ti­ons­fach­kräfte. Au­ßer­dem bie­tet die Stadt 3 Voll­zeit- oder 6 Teil­zeit­stel­len zur „Kita-in­te­grier­ten Pra­xis­be­ra­tung für sprach­li­che Bil­dung“ an – al­ler­dings nur bis Ende Juni. Denn: Diese Jobs wer­den über ein För­der­pro­gramm der Bun­des­re­gie­rung fi­nan­ziert und sind so­mit auf die Dauer des Pro­jekts be­fris­tet.

Durch die Kür­zung der Be­treu­ungs­zei­ten wer­den Ein­spa­run­gen von 330.000 Euro pro Jahr an Per­so­nal­kos­ten er­war­tet.

Die Ge­mein­de­rats-Sit­zung am mor­gi­gen Diens­tag, 20. De­zem­ber, be­ginnt um 16.30 Uhr, sie ist öf­fent­lich und fin­det im Rat­haus am Markt­platz statt. Das Thema Kita-Be­treu­ung steht an 16. Stelle auf der Ta­ges­ord­nung. An­schlie­ßend soll über den Zu­schuss für das Kul­tur­fo­rum er­neut ab­ge­stimmt wer­den.

Zur-Kasse-bitten ist das neue Sparen

An­kün­di­gung
Am heu­ti­gen Don­ners­tag, 8. De­zem­ber, dis­ku­tiert der Ver­wal­tungs­aus­schuss über wei­tere An­träge der Rat­haus­spitze, wie man mehr Geld in die Stadt­kasse be­kommt. Dar­un­ter: hö­here Ge­büh­ren für Dienst­leis­tun­gen des Rat­hau­ses und hö­here Ein­tritts­preise für die For­scher­fa­brik. Kin­der sol­len dort künf­tig 3 Euro statt 2,50 Euro zah­len. Die Fa­mi­li­en­karte soll 50 statt 40 Euro kos­ten.

Zu­dem will man die Be­treu­ung in Kin­der­ta­ges­stät­ten auf 40 Wo­chen­stun­den her­un­ter­fah­ren. Dies würde Per­so­nal­kos­ten in Höhe von 330.000 Euro ein­spa­ren. Be­trof­fen von die­ser Kür­zung seien 189 Fa­mi­lien.

Gleich­zei­tig stei­gen die Aus­ga­ben für Rat­haus­per­so­nal durch Be­för­de­run­gen (ab S. 477 im Haus­halts­plan-Ent­wurf). So wird die Lei­te­rin der „Stabs­stelle Kli­ma­schutz“ – keine zwei Jahre nach de­ren Ein­rich­tung – um eine Be­sol­dungs­stufe hö­her ent­lohnt, ebenso die As­sis­tenz­stelle dort. Die 70-Pro­zent-Stelle des Rad­we­ge­ko­or­di­na­tors (vom Land ge­för­dert) wird auf eine Ganz­tags­stelle auf­ge­stockt, was zu Las­ten der Stadt­kasse geht. Zu­dem habe es in der „Stabs­stelle Di­gi­ta­li­sie­rung“ per­so­nelle Zu­gänge ge­ge­ben, um die Ver­wal­tung „zu­kunfts­fä­hig“ zu hal­ten.

„Zur-Kasse-bit­ten ist das neue Spa­ren“ wei­ter­le­sen
schoblatt.de