„Kettensägen-Massaker“ auf dem Schurwald?

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Die Bür­ger­initia­tive „Pro Schur­wald“ lädt zu ei­ner Info-Ver­an­stal­tung zum Thema „Wol­len Sie, dass sinn­lose Wind­rä­der un­se­ren schö­nen Schur­wald zer­stö­ren?“ am mor­gi­gen Frei­tag, 8. De­zem­ber, um 19 Uhr ins Bür­ger­zen­trum Schlich­ten (am Was­ser­turm) ein.

Grund: Der Re­gio­nal­ver­band will auf dem Schur­wald 22 Wind­rä­der von bis zu 300 Me­ter Höhe auf­stel­len. Und: Alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger kön­nen bis 2. Fe­bruar 2024 ihre Stel­lung­nahme zu die­sem Pla­nungs­ent­wurf ab­ge­ben. Die Bür­ger­initia­tive hat dazu ei­nen Mus­ter­brief mit Ge­gen­ar­gu­men­ten ent­wor­fen.

Für den Bau der Rie­sen­rä­der werde das Öko­sys­tem Wald ex­trem ge­stört, er­klärt die Bür­ger­initia­tive auf ih­rer Home­page: Breite Schnei­sen müss­ten in ihn ge­schla­gen wer­den, die den Wald an­fäl­li­ger für Sturm und Hitze mach­ten. Der „Spie­gel“ spricht in sei­nem Vi­deo­bei­trag „Wind­rä­der statt Bäume“ des­halb auch von ei­nem „Ket­ten­sä­gen-Mas­sa­ker für den Kli­ma­schutz“.

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Wofür Geld da ist und wofür nicht

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Mit ih­ren An­trä­gen zum Haus­halt be­stim­men die Ge­mein­de­rats­frak­tio­nen mit, wo­für die Stadt­ver­wal­tung die ihr an­ver­trau­ten Steu­er­gel­der künf­tig aus­gibt. Insge­samt sind die­ses Jahr 45 sol­cher An­träge – auch aus den Ort­schafts­rä­ten, von Or­ga­ni­sa­tio­nen und ein­zel­nen Bür­gern – ein­ge­gan­gen. Da­von wer­den 35 am heu­ti­gen Diens­tag, 5. De­zem­ber, im Tech­ni­schen Aus­schuss vor­be­ra­ten, die rest­li­chen zehn am Don­ners­tag, 7. De­zem­ber, vom Ver­wal­tungs- und So­zi­al­aus­schuss.

Bei­spiels­weise be­an­tragt die CDU, die „Stabs­stelle Kli­ma­schutz“ auf 2 Per­so­nen zu re­du­zie­ren. Von Ver­wal­tungs­seite wird je­doch da­von ab­ge­ra­ten. Und zwar mit dem Ar­gu­ment, dass dies ei­nem sei­ner­zeit ge­fass­ten Be­schluss wi­der­spre­chen würde. Nicht er­wähnt wird da­bei, dass der Ge­mein­de­rat da­mals wo­mög­lich nur des­halb für die lu­xu­riö­sere Per­so­nal­aus­stat­tung ge­stimmt hat, weil ihm für sämt­li­che Stel­len dort För­der­gel­der in Aus­sicht ge­stellt wur­den. Tat­säch­lich aber wurde dann nur eine Stelle be­zu­schusst.

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Pistorius pfeift auch ASV-Ringer zurück

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„Das deut­sche Team für die CISM-Mi­li­tär­welt­meis­ter­schaf­ten in Aser­bai­dschan  steht fest“, ver­kün­dete der Deut­sche Rin­ger­bund am 19. Ok­to­ber. Mit da­bei: Lu­cas La­zo­gia­nis und Ge­or­gios Scar­pello vom ASV Schorn­dorf. Diese 36. Welt­meis­ter­schaft im Rin­gen für Be­rufs­sol­da­ten fin­det seit 27. No­vem­ber und noch bis 3. De­zem­ber in Baku statt.

Lu­cas La­zo­gia­nis

Vo­ri­gen Don­ners­tag aber stand dann auf der Seite des Rin­ger­bunds: „Der Bun­des­mi­nis­ter der Ver­tei­di­gung [Bo­ris Pis­to­rius] hat die Teil­nahme deut­scher Sol­da­ten an der Mi­li­tär-WM ab­ge­sagt.“

Auf un­sere Nach­frage beim Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rium hin ant­wor­tete Pres­se­stabs­of­fi­zier Jan Oli­ver Por­tu­gall im Auf­trag der Bun­des­wehr: „Die Ab­sage er­folgte auf­grund ak­tu­el­ler, dy­na­mi­scher po­li­ti­scher Her­aus­for­de­run­gen, die die Ab­sage lei­der un­ab­ding­bar mach­ten.“

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Von der Frau, die Richard III. befreite

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Die er­staun­li­che Ge­schichte der Phil­ippa Lang­ley ist jetzt als Spiel­film im Ma­nu­fak­tur-Kino zu se­hen. Diese Frau wei­gerte sich, Kö­nig Ri­chard III. als den bö­sen Ty­ran­nen zu se­hen, der uns – nicht zu­letzt durch Shake­speare – his­to­risch über­lie­fert ist. Sie be­gann, selbst zu for­schen und er­kannte nicht nur, dass sein ne­ga­ti­ves Image reine Pro­pa­ganda des Hau­ses Tu­dor war. Sie ent­deckte so­gar vor elf Jah­ren die Ge­beine des 1485 Ge­stor­be­nen mit­ten in Lei­ces­ter.

The Lost King“ heißt der Film aus dem Jahr 2022 mit Sally Haw­kins in der Haupt­rolle (hier der Trai­ler). „Eine ge­nauso ver­rückte wie schöne wahre Ge­schichte, die wohl tat­säch­lich nur das Le­ben so schrei­ben kann“, lo­ben ihn Kri­ti­ker: Die heute 61-jäh­rige Phil­ippa Lang­ley ließ sich we­der von selbst­ge­fäl­li­gen Wis­sen­schaft­lern be­ir­ren noch von igno­ran­ten Stadt­rä­ten, die sich über sie mo­kier­ten.

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Wie Frauen sich wehren

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Der viel­fach preis­ge­krönte Film „Fe­male Plea­sure“ zeigt, wie Frauen sich ge­gen die Un­ter­drü­ckung der fünf gro­ßen Welt­re­li­gio­nen er­folg­reich zur Wehr set­zen. Das Schorn­dor­fer Frau­en­fo­rum zeigt die­sen Film (hier der Trai­ler) am Sams­tag, 25. No­vem­ber, um 18.30 Uhr im Ma­nu­fak­tur-Kino. Der Ein­tritt ist frei.

Die Schwei­zer Re­gis­seu­rin Bar­bara Mil­ler do­ku­men­tiert darin, wie Frauen welt­weit dar­über auf­klä­ren, dass viele re­li­giöse Vor­schrif­ten und Prak­ti­ken – wie etwa Ge­ni­tal­be­schnei­dung – in den hei­li­gen Schrif­ten selbst nicht zu fin­den sind, son­dern von Män­nern er­fun­den wur­den, um Frauen zu do­mi­nie­ren. Un­ter den por­trä­tier­ten Frauen ist die Best­sel­ler-Au­torin De­bo­rah Feld­man, die aus den Zwän­gen ei­nes ul­tra­or­tho­do­xen Ju­den­tums aus­brach.

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Leere Kassen und Leuchttürme

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Schorn­dorf, schwer von den Stür­men der Zeit um­braust, be­sitzt vier Leucht­türme, die der Stadt Si­cher­heit und al­len vor­bei­fah­ren­den Schif­fen Ori­en­tie­rung ge­ben. Dies ist ei­ner Be­schluss­vor­lage für die Ge­mein­de­rats­sit­zung am Don­ners­tag, 16. No­vem­ber, zu ent­neh­men.

Diese Leucht­türme hei­ßen „Ma­nu­fak­tur“, „Gi­tar­ren­tage“, „Fi­gu­ren­thea­ter Phö­nix“ und „Kunst­nacht“. Und sie sol­len – trotz lee­rer Kas­sen – mehr Geld aus dem Stadt­sä­ckel be­kom­men als an­dere Ver­eine.

Das hat vo­ri­ges Jahr schon mal ge­klappt. Von der 10-Pro­zent-Kür­zung, die die CDU-Frak­tion für sämt­li­che Ver­eine vor­ge­schla­gen hatte, wur­den Kul­tur­fo­rum, Ma­nu­fak­tur, Jazz­club und Co. aus­ge­nom­men. Weil die Mehr­heit im Ge­mein­de­rat es so wollte. Mög­lich auch, weil Stadt­rä­tIn­nen wie Sa­bine Reichle, 12 Jahre lang Manu-Vor­sit­zende, und Ul­rich Kost, ak­tiv im KuFo und Vor­sit­zen­der des Kunst­ver­eins, ge­nau des­halb in die­ses Gre­mium ge­wählt wur­den.

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Dem Kontrollsystem entfliehen

Reu­ters Buch ist im Ver­lag „Edi­tion Con­tra-Bass“ er­schie­nen

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Zu ei­ner Le­sung mit Wolf Reu­ter aus sei­nem Buch „China Ba­lance“ lädt der Schorn­dor­fer För­der­ver­ein für deutsch-chi­ne­si­sche Freund­schaft am Frei­tag 17. No­vem­ber, in die Volks­hoch­schule ein.

Das Buch han­delt vom Zu­sam­men­tref­fen ei­nes bri­ti­schen Fo­to­gra­fen mit ei­ner chi­ne­si­schen Agen­tin, und wie beide ver­su­chen, dem laut Ver­lag „all­um­fas­sen­den Kon­troll­sys­tem“ des heu­ti­gen China zu ent­kom­men. Auf sei­ner Home­page bie­tet der Ver­lag eine Le­se­probe dazu an.

Wolf Reu­ter ist Ar­chi­tekt, Jahr­gang 1943, und stu­dierte in Stutt­gart und Ber­ke­ley. Er ar­bei­tete als Wis­sen­schaft­ler, Künst­ler und Ar­chi­tekt in Deutsch­land und China. Sein Vor­trag im Gro­ßen Saal der VHS wird durch Fo­to­gra­fien der je­wei­li­gen Hand­lungs­orte il­lus­triert. Er be­ginnt um 20 Uhr und fin­det auf Spen­den­ba­sis statt.


Eine „gepflegte Innenstadt“ als Aushängeschild

Ein „hoch­wer­ti­ges und ge­pfleg­tes Bild“ am Stadt­mu­seum?

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„Eine ge­pflegte In­nen­stadt ist das Aus­hän­ge­schild und der Kern der Marke Schorn­dorf“, ist ei­ner ak­tu­el­len Be­schluss­vor­lage für den Ver­wal­tungs­aus­schuss zu ent­neh­men.

Es geht da­bei um Vor­schrif­ten für die Au­ßen­be­rei­che dor­ti­ger Gast­stät­ten. Der Ver­wal­tungs­aus­schuss soll diese in sei­ner Sit­zung am mor­gi­gen Don­ners­tag ab­seg­nen. Un­ter an­de­rem sind dem­nach künf­tig Son­nen­schirme von Ge­tränke-Lie­fe­ran­ten ver­bo­ten.

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Rathaus will Whistleblower fördern

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Da­mit „Pro­bleme und Re­gel­ver­stöße“ in der Stadt­ver­wal­tung „früh­zei­tig er­kannt“ wer­den kön­nen, soll im Rat­haus eine Mel­de­stelle für Whist­le­b­lower ein­ge­rich­tet wer­den.  Laut Vor­lage für die Sit­zung des Ver­wal­tungs­aus­schus­ses am kom­men­den Don­ners­tag will OB Hornikel zu die­sem Zweck die Stelle ei­nes Jus­ti­ziars ein­rich­ten, bei dem die­ser „Hin­weis­ge­ber­schutz“ künf­tig „an­ge­sie­delt“ sein wird.

Aus der Er­fah­rung mit den Stadt­wer­ken her­aus hatte die CDU eine sol­che Mel­de­stelle be­an­tragt. In­zwi­schen wurde  bun­des­weit das „Hin­weis­ge­ber­schutz­ge­setz“ er­las­sen, das sol­che Whist­le­b­lower in Wirt­schafts­un­ter­neh­men und Be­hör­den vor Re­pres­sio­nen schützt. Aus­nahme da­von ge­mäß § 9: De­ren Iden­ti­tät darf wei­ter­ge­ge­ben, wenn Po­li­zei, Staats­an­walt­schaft und Ge­richte dies ver­lan­gen oder per An­ord­nung in ei­nem „nach­fol­gen­den Ver­wal­tungs­ver­fah­ren“.

„Rat­haus will Whist­le­b­lower för­dern“ wei­ter­le­sen
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