Wie kann man nur…???

Le­ser­brief«
Betr.: Stadt will Ge­bäude des Stadt­mu­se­ums ver­kau­fen

Sie und Herr Ban­tel be­to­nen eben das, was auch mich sehr be­wegt. Am bes­ten möge man es vom Rat­haus hin­aus in die ganze Stadt hin­ein und gar auch ins Land Würt­tem­berg hin­aus­po­sau­nen.

Wie kann eine so ge­schichts­träch­tige Stadt der­art mar­kante, prä­gende und vor al­lem auch de­ren ei­gene Ge­schichte und Bil­dung do­ku­men­tie­rende Ge­bäude gleich dem Ta­fel­sil­ber ver­scher­beln wol­len und sie der Kom­mer­zia­li­sie­rung und po­ten­ti­el­len Ver­schan­de­lung dem schnö­den Mam­mon an­heim­ge­ben, nur weil es man auf an­de­rer Seite nicht hin­ge­kriegt hat, mit dem an­ver­trau­ten Geld ver­nünf­tig um­zu­ge­hen???

Mö­gen die Mit­glie­der des Rats zur Be­sin­nung kom­men und eine Ent­schei­dung zu­guns­ten der Be­wah­rung und Ret­tung der Ge­schichte die­ser schö­nen Stadt tref­fen.

Dr. phil. Erich Brauch
Ur­bach

Versöhnung in Russland

Le­ser­brief«
Die Worte von Eva-Ma­ria Gi­deon spre­chen mir aus der Seele.

Da ich kürz­lich auf ei­ner Russ­land­reise war, kann ich dazu an­mer­ken, dass es in Russ­land selbst, durch­aus eine ge­mein­same Er­in­ne­rungs­kul­tur zu den Gräu­el­ta­ten des 2. Welt­kriegs und den zahl­rei­chen To­des­op­fern auf bei­den Sei­ten gibt.

Wir ha­ben mit un­se­rer Gruppe, be­stehend aus 18 Teil­neh­mern aus Deutsch­land, Ös­ter­reich und Russ­land (die bei­den Or­ga­ni­sa­to­ren wa­ren Rus­sen), meh­rere Er­in­ne­rungs- und Ge­denk­stät­ten und Sol­da­ten­fried­höfe, deut­sche und rus­si­sche, be­sucht und Blu­men nie­der­ge­legt, so­wie Be­frei­ungs­ri­tuale durch­ge­führt.

„Ver­söh­nung in Russ­land“ wei­ter­le­sen

Volksbegehren „Landtag verkleinern“

Le­ser­brief«
Der Bun­des­tag soll klei­ner wer­den. Un­ser Land­tag mar­schiert in die Ge­gen­rich­tung. Durch das neue Land­tags­wahl­ge­setz könnte un­ser Land­tag nach den nächs­ten Wah­len aus al­len Näh­ten plat­zen. Nach Re­cher­chen der Gmün­der Ta­ges­post könn­ten es statt 154 Ab­ge­ord­ne­ten dann so­gar bis zu 220 Ab­ge­ord­nete wer­den.

Das Volks­be­geh­ren „Land­tag ver­klei­nern“ stößt lei­der auf sehr we­nig Re­so­nanz. In un­se­rer Presse war über­haupt nichts von die­ser Ak­tion zu le­sen. Ich habe auch nichts ge­le­sen, wo­nach  im Schorn­dor­fer Rat­haus, wie in an­de­ren Rat­häu­sern, Un­ter­schrif­ten­lis­ten aus­lie­gen!

Sollte 2026 nach der Wahl die Em­pö­rung groß sein, will na­tür­lich nie­mand mehr et­was ge­wusst ha­ben.

Katja Schä­fer-Stra­dowsky
Schorn­dorf

Hochwasser-Helferin im Stau

Le­ser­brief«
Am Mitt­woch Abend saß ich über eine Stunde lang im Stau nach Mie­dels­bach, wo ich Freun­den in der Tann­bach­straße beim Auf­räu­men hel­fen wollte. Der Grund: Die Po­li­zei­be­hörde kon­trol­lierte je­des ein­zelne Auto am Orts­ein­gang. Ha­ben wir tat­säch­lich so viele Ka­ta­stro­phen-Schau­lus­tige, dass das nö­tig ist?

Als wir am Mon­tag­abend un­sere Schil­der­ak­tion an den Krei­seln frü­her ab­bra­chen, um den Freun­den dort in Mie­dels­bach zu hel­fen, wa­ren wir in 10 Mi­nu­ten da. Die Stunde, die ich jetzt im Stau ver­bracht habe, hätte ich lie­ber bei mei­nen Freun­den mit­an­ge­packt, die drin­gend dar­auf an­ge­wie­sen sind.

Bri­gitte Al­din­ger
Ober­b­er­ken

Das Wohl der Steuerzahler interessiert nicht

Le­ser­brief«
In puncto Si­cher­heit rät die  Kri­mi­nal­po­li­zei, nicht in dunk­len Stra­ßen zu lau­fen. Al­les, was mit Licht zu tun hat, hilft schon ei­ni­ges an Si­cher­heit.

Tja, und jetzt stelle ich fest, dass ganze Stadt­be­zirke wie z.B. Schorn­dorf Nord (war für „rich­tige Schorn­dor­fer“ noch nie eine Op­tion zu woh­nen) ein­fach von 0 Uhr bis 4 Uhr to­tal dun­kel ist. Keine ein­zige La­terne (Led La­ter­nen… wur­den für viel Geld um­ge­rüs­tet) brennt.

„Das Wohl der Steu­er­zah­ler in­ter­es­siert nicht“ wei­ter­le­sen

Verängstigt von einem Weltuntergangsszenario

Le­ser­brief«
Zu Dörte Schnit­zers Form von Klima-Ak­ti­vis­mus er­reichte uns ein Le­ser­brief von Lars Haise, dem Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den der AfD im Schorn­dor­fer Ge­mein­de­rat:

„Dörte Schnit­zer will sich ih­rer Ver­ant­wor­tung stel­len. Das ist al­ler Eh­ren wert. Da­mit en­det je­doch be­reits das Ver­ständ­nis. An­ders, als ei­nige Be­richte in den Lo­kal­me­dien ver­mu­ten las­sen, han­delt es sich bei Dörte Schnit­zer nicht um ein Op­fer, nicht um eine Mär­ty­re­rin für das Welt­klima, son­dern um eine Tä­te­rin.

Nichts von dem, was sie ge­tan hat und wo­für sie al­lein die Ver­ant­wor­tung über­nimmt, ist durch ir­gend­et­was zu recht­fer­ti­gen. Auch nicht durch eine wie auch im­mer be­schrie­bene „Kli­ma­ka­ta­stro­phe“, die an­geb­lich un­mit­tel­bar be­vor­steht.

„Ver­ängs­tigt von ei­nem Welt­un­ter­gangs­sze­na­rio“ wei­ter­le­sen

Effektiver mit dem Rechen

Le­ser­brief
Der Herbst naht und mit ihm trei­ben die Laub­blä­ser wie­der ihr Un­we­sen. Die Stadt Schorn­dorf setzt diese ent­setz­li­chen Teile über­all ein.
Wir wis­sen, dass In­sek­ten, Lar­ven im Bo­den so­wie die hu­mose Schicht ab­ge­saugt wer­den, zer­häck­selt durch den enor­men Sog. Auch nicht un­er­heb­lich: eine Stunde am Stück ein Höl­len­lärm ana­log ei­nem Press­luft­ham­mer.
Letz­ten Herbst be­ob­ach­tete ich 4 Mann, die 1 Stunde lang im Ein­satz wa­ren. Man bläst im Krin­gel. Ich selbst habe zum Re­chen ge­grif­fen und war in 10 Mi­nu­ten fer­tig. Da ha­ben sie ge­schaut! 
Kann man die­sen Un­sinn end­lich ab­stel­len?!

Hanna Elke Buck, Ober­b­er­ken

Nicht in falscher Sicherheit wiegen

Le­ser­brief
Heute Abend legt Thors­ten Eng­lert dem Ge­mein­de­rat den Fi­nanz­zwi­schen­be­richt zum städ­ti­schen Haus­halt 2022 vor. Darin steht: „Der ge­setz­lich vor­ge­schrie­bene Haus­halts­aus­gleich wird mit ei­nem pro­gnos­ti­zier­ten Er­geb­nis von ‑2,2 Mio. Euro deut­lich ver­fehlt.“ Durch „Mehr­erträge bei den Steu­ern und Zu­wei­sun­gen“ hoffe man im Rat­haus je­doch, „zu­min­dest die Kre­dit­til­gun­gen aus ei­ge­ner Kraft“ be­zah­len zu kön­nen.

In sei­ner Haus­halts­rede Ende vo­ri­gen Jah­res machte Eng­lert noch Land- und Bun­des­re­gie­rung für die „Alt­schul­den der Kom­mu­nen“ ver­ant­wort­lich, weil sie der Stadt Pflicht­auf­ga­ben zu­wei­sen, aber kein Geld da­für. Da­mals rech­nete er noch nicht da­mit, dass In­fla­tion und En­er­gie­preis-An­stieg ihm zu­sätz­li­che Pro­bleme brin­gen wür­den. Hans-Tho­mas Laube hat dazu ei­nen Le­ser­brief ver­fasst:

„Herr Eng­lert sagte in sei­ner Haus­halts­rede, die Lan­des­re­gie­rung sei schuld an Schorn­dorfs ho­hem Schul­den­stand. Weil sie Auf­ga­ben vor­schreibe wie Ki­tas, Sprach­för­de­rung und Schul­so­zi­al­ar­beit. Sollte die Stadt nicht selbst ein In­ter­esse daran ha­ben?!

„Nicht in fal­scher Si­cher­heit wie­gen“ wei­ter­le­sen

Mein Freund, der Baum…

Le­ser­brief
Bei uns im Orts­teil Ober­b­er­ken kann je­der ma­chen was er will, so­lange das, was er ka­putt macht, ihm ge­hört. So war es im Mai. Da zog in der idyl­li­schen Un­te­ren Straße di­rekt im Fle­cken ein neuer Ei­gen­tü­mer ein. Als Ers­tes fing er an, ei­nen 100-jäh­ri­gen Nuss­baum zu fäl­len mit ei­nem Stamm­um­fang von 80–100 Zen­ti­me­tern. Als wir – seit 30 Jah­ren in die­sem Gässle an­säs­sig – ihn sehr hef­tig an­gin­gen, was er denn um Got­tes­wil­len da vor­habe, be­schimpfte er uns.

Das nächste, was er dann machte: Er fällte eine 100-jäh­rige Esche, die von un­ten bis kurz vor die Krone dicht mit Efeu be­wach­sen war und als Schlaf­stätte für min­des­tens 30 Spat­zen diente. Als ich an­kam, war der Baum schon weg. Wir ha­ben seit die­ser Fäll-Ak­tion 50 Pro­zent we­ni­ger Vö­gel im Gar­ten, ein­fach so. Mir wurde dann von ei­nem Nach­barn er­klärt, dass der Neu­bür­ger das dürfe, weil das Grund­stück ihm ge­höre und er “da­mit ma­chen könne, was er wolle”. Er hat nicht nur den Vö­geln eine Heim­statt weg­ge­sägt, er hat auch al­len Nach­barn ei­nen le­ben­di­gen schö­nen Baum weg­ge­nom­men. Jetzt glot­zen wir auf kahle Haus­wände.

„Mein Freund, der Baum…“ wei­ter­le­sen
12
schoblatt.de