Gedenktag
Am heutigen Tag der Heiligen Barbara ist es alter Brauch, Zweige von Obstbäumen abzuschneiden und in eine Vase zu stellen, damit diese „Barbarazweige“ zu Weihnachten blühen. Weniger bekannt ist hingegen, dass Kinder im Rheinland früher nicht vom Nikolaus sondern von der Heiligen Barbara kleine Geschenke bekamen, wenn sie ihre – selbstverständlich gut geputzten – Schuhe am 4. Dezember vor die Tür stellten.
In Italien wurden die Kinder übrigens bis vor nicht allzu langer Zeit noch anstatt zu Weihnachten erst am 6. Januar beschenkt, und zwar ebenfalls durch eine weiblichen Figur, nämlich von „la Befana“. Deren Name leitet sich ab von „Epiphania“, dem christlichen Erscheinungsfest, das an diesem Tag gefeiert wird. Sie ist eine Hexe, und der Legende nach wollte diese ebenfalls das neugeborene Christkind besuchen, machte sich aber zu spät auf den Weg, so dass der Stern über die Krippe bereits erloschen war. Daher klopfte sie an jedes Haus, wo sie den Kindern ihre Geschenke gab, um sie nach dem Weg zu fragen.
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