
Zum 25. Mal waren gestern wieder Frauen und Männer beim Montagsspaziergang in Schorndorfs Stadtkern unterwegs. Vor knapp einem halben Jahr hatte – wie in vielen anderen deutschen Städten – diese Aktion auch bei uns begonnen, wobei zeitweise über 400 Menschen zusammenkamen. Die Maskenpflicht ist aufgehoben, der Impfzwang wurde im Bundestag nicht beschlossen. Warum gehen sie immer noch auf die Straße? Wir fragten ein paar der rund 70 Personen, die sich trotz Regens aktuell daran beteiligten.
„Weil das Thema Impfpflicht wiederkommen wird“, ist Angelika überzeugt: „Lauterbach hat doch schon neue Impfdosen gekauft“. Außerdem sei sie hier, weil die einrichtungsbezogene Impfpflicht immer noch besteht, denn: „Wir gehen nicht nur für uns, wir gehen für alle auf die Straße.“ Auch Sabine aus Weiler ist überzeugt: „Im Herbst geht das gleiche Spiel wieder von vorn los – dann mit dem sogenannten Affenpocken-Virus.“ Große Sorge bereiten ihr in diesem Zusammenhang Pläne für einen digitalen Ausweis, den sie als Mittel zu Gängelung und Kontrolle ansieht, zum Beispiel, indem bestimmten Personengruppen der Zugang zu Lebensmittelläden verwehrt werden könnte.
„Widerstand ist wichtig“, sagt Volker, „denn sonst wäre schon jetzt alles noch viel schlimmer. Dass die Impfpflicht nicht beschlossen wurde, ist auch ein Erfolg unserer ständigen Präsenz.“ Außerdem komme er gern jeden Montag: „Weil ich hier jedes Mal neue, interessante Menschen kennenlerne und gute Gespräche erlebe.“
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