Ruth Bader Ginsburg gestorben

Ruth Ba­der Gins­burg
(1933 – 2020)

Die ame­ri­ka­ni­sche Rich­te­rin war be­reits zu ih­ren Leb­zei­ten eine Le­gende.

1993 be­rief Prä­si­dent Clin­ton sie als zweite Frau ne­ben sie­ben Män­nern an den Obers­ten Ge­richts­hof. Schon zu­vor hatte sie sich be­son­ders für Frau­en­rechte ein­ge­setzt. Ihr ist es zu ver­dan­ken, dass die Dis­kri­mi­nie­rung von Frauen in­zwi­schen als ver­fas­sungs­wid­rig an­ge­se­hen und de­ren Be­sei­ti­gung ein­ge­klagt wer­den kann.

Be­rühmt ist ihr Zi­tat: “Ich bitte nicht um Vor­teile für mein Ge­schlecht, Al­les, was ich von un­se­ren Brü­dern er­bitte ist, dass sie ih­ren Fuß von un­se­rem Na­cken neh­men.” („I ask no fa­vor for my sex. All I ask of our breth­ren is that they take their feet off our necks.“) Die­ser Satz stammt aus dem Jahr 1837 und ist von Sa­rah Moore Grimké, ei­ner Kämp­fe­rin für die Skla­ven­be­frei­ung und die Rechte der Frau.
Meg­han Markle, die Her­zo­gin von Sus­sex, nannte „RBG“ eine mu­tige Rich­te­rin, die ihr von Kind an eine wahre In­spi­ra­tion ge­we­sen sei. Sie rief dazu auf: „Ehrt sie, be­hal­tet sie in Er­in­ne­rung, han­delt in ih­rem Sinne.“ („Ho­nor her, re­mem­ber her, act for her.“)
Ruth Ba­der Gins­burg starb heute im Al­ter von 87 Jah­ren. Viele Frauen welt­weit trau­ern um sie.
Eine aus­führ­li­che Bio­gra­fie ist bei Fem­Bio nach­zu­le­sen.

Caroline Paulus

Char­lotte von Schil­ler war Pa­ten­tante ih­rer Toch­ter
(Bild: Lu­do­vike Si­ma­no­wiz)

Ge­denk­tag
Heute vor 253 Jah­ren wurde die Schrift­stel­le­rin Ca­ro­line Pau­lus in Schorn­dorf ge­bo­ren.

Sie war die Toch­ter des Ober­amt­man­nes Gott­lieb Fried­rich Pau­lus. Zu­sam­men mit zehn Ge­schwis­tern wuchs sie hier auf, war mu­sisch sehr be­gabt und spielte vor­züg­lich Kla­vier und Gi­tarre. Auch Ge­sang, Tanz und Schau­spie­le­rei la­gen ihr. Im ge­mein­sa­men Un­ter­richt mit ih­ren Brü­dern lernte sie Fran­zö­sisch und La­tein und sah sich ih­nen durch­aus als gleich­ge­stellt.

„Ca­ro­line Pau­lus“ wei­ter­le­sen

Papst: Dialog mit Demonstranten suchen

Kurz­mel­dung
Papst Fran­zis­kus nahm heute Stel­lung zu den ak­tu­el­len po­li­ti­schen Un­ru­hen in vie­len Län­dern. Laut Va­ti­kan-News ap­pe­lierte er da­bei „an all jene, die Ver­ant­wor­tung öf­fent­li­cher oder po­li­ti­scher Art tra­gen, die Stimme ih­rer Mit­bür­ger zu hö­ren und ih­ren ge­recht­fer­tig­ten An­lie­gen ent­ge­gen­zu­kom­men, un­ter Ga­ran­tie des voll­stän­di­gen Re­spekts der Men­schen- und Bür­ger­rechte“.
Au­ßer­dem rief er kirch­li­che Ge­mein­schaf­ten dazu auf, „un­ter der An­lei­tung ih­rer Hir­ten für den Dia­log, im­mer für den Dia­log und die Ver­söh­nung zu ar­bei­ten.“

„Du, lass dich nicht verhärten…“

Eine Ärz­tin, eine Heb­amme und eine „Kla­ge­pa­tin“ spra­chen ges­tern bei der Demo von Quer­den­ken-718 auf dem Obe­ren Markt­platz über die Ge­fah­ren für Müt­ter, Kin­der und Un­ge­bo­rene durch das Tra­gen von Mas­ken. Wei­tere Red­ner be­rich­te­ten, was sie beim „Fest der Frei­heit“ am 29. Au­gust in Ber­lin er­lebt ha­ben.

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Ein Zitat

"Es ist brutal, wie professionell der Oberbürgermeister und sein Finanzbürgermeister das handhaben."

Stadt­rat Tim Schopf (SPD), neu im Auf­sichts­rat der Stadt­werke, über das Auf­ar­bei­ten der dor­ti­gen Miss­stände
(Quelle: „Schorn­dor­fer Nach­rich­ten“ vom 5. Sep­tem­ber 2020)

Ludovike Simanowiz

Lu­do­vike Si­ma­no­wiz: Selbst­bild­nis mit we­hen­dem Haar (1791)

Ge­denk­tag
Heute vor 193 Jah­ren starb die Ma­le­rin Lu­do­vike Si­ma­no­wiz.

Sie wurde im glei­chen Jahr wie Fried­rich Schil­ler ge­bo­ren, am 21. Fe­bruar 1759, und zwar im Jagd­schloss in Schorn­dorf als Toch­ter des Arz­tes Je­re­mias Fried­rich Rei­chen­bach und sei­ner Frau Su­sanne So­phie, ge­bo­rene Schweg­ler, ei­ner Apo­the­kers­toch­ter. Drei Jahre spä­ter wurde der Va­ter zum Re­gi­ments­arzt bei Her­zog Carl Eu­gen be­för­dert, und des­halb nach Lud­wigs­burg ver­setzt. Dort wohnte die Fa­mi­lie im glei­chen Haus wie die Fa­mi­lie Schil­ler.

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Spiegel an der Fahrrad-Unterführung

(Foto: Katz) 

Kurz­mel­dung
Die Fahr­rad-Un­ter­füh­rung zwi­schen Schorn­dorf und Hau­bers­bronn ist jetzt mit ei­nem Spie­gel ver­se­hen wor­den, da­mit, wer dort durch­fährt, um die Ecke se­hen kann, ob mit Ge­gen­ver­kehr zu rech­nen ist.
So­mit ist eine po­ten­zi­elle Ge­fah­ren­stelle für Un­fälle ent­schärft wor­den. Viele hat­ten die­sen Be­darf be­reits in der Stadt­ver­wal­tung ge­mel­det. Stadt­rä­tin Kirs­ten Katz aus Hau­bers­bronn hat die Ver­wirk­li­chung nun durch hart­nä­cki­ges Dran­blei­ben er­wirkt, und pos­tet heute das Foto von der voll­brach­ten Tat auf Face­book.

Lügenpresse! – Lügenpresse?

Kom­men­tar
Wer sich als Jour­na­lis­tin auf De­mons­tra­tio­nen mit dem Vor­wurf „Lü­gen­presse“ kon­fron­tiert sieht, kann un­ter­schied­lich re­agie­ren: sich be­lei­digt füh­len und zum Op­fer sti­li­se­ren, oder aber der Sa­che nach­ge­hen und sich fra­gen, wie es dazu kom­men konnte.
Ich halte es mit Zwei­te­rem und habe dazu ei­nen Kom­men­tar ver­fasst, der heute auf den Nach­Denk­Sei­ten“ er­scheint.

Bio-Tonne weg

Kurz­mel­dung
Als der Wirt der „Har­mo­nie“, Ul­rich Nu­ding, am Frei­tag seine ge­leerte Bio­tonne wie­der ins Haus ho­len wollte, wag sie weg. Er dachte, dass sie ent­we­der ge­stoh­len wurde (im­mer­hin: eine 240-Li­ter-Tonne mit Müll­marke!), oder ein Spaß­vo­gel hat sie ver­steckt. Eine halbe Stunde lang suchte er in der Nach­bar­schaft – er­folg­los. Schließ­lich rief seine Frau Ma­jetta in Waib­lin­gen bei der Ab­fall­ge­sell­schaft an, um eine neue Tonne zu be­stel­len. Sie er­klärte, dass ihre Tonne seit der Lee­rung fehlt, und die freund­li­che Dame am Te­le­fon meinte, sie werde der Sa­che nach­ge­hen. Kurz dar­auf mel­dete sie sich wie­der und sagte der Wir­tin zu de­rem Er­stau­nen: „Ihre Tonne ist in den Müll­wa­gen ge­fal­len.“ Eine neue werde ihr dem­nächst zu­ge­stellt.

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