Kommentar
Unlängst hat der Gemeinderat der Gründung eines Eigenbetriebs „Citymanagements“ zugestimmt, für das 100.000 Euro unserer Steuergelder eingesetzt werden [dazu s. Nachtrag „1,6 Millionen…“]. Ziel ist, die Innenstadt mit Leben zu erfüllen, und damit die Menschen nicht noch mehr im Internet kaufen. Jetzt hat die Verwaltung den Krämermarkt im März abgesagt. Ja was denn nun?
Ach so, die Innenstadtgeschäfte würden davon nicht profitieren. Ok, das ist ein berechtigter Einwand. Aber was ist mit den übrigen Menschen hier? Sind sie nur Nummern und Zahlen, nach denen die Stadt Steuergelder zugeschrieben bekommt? Werden sie nur noch als Statisten wahrgenommen? Kürzlich hieß es aus dem Rathaus, dass man auf den Bänken am Marktplatz nicht mehr sitzen darf. Die Bänke gehörten zwar zum Stadtbild, offenbar aber nicht für die Menschen selbst hingestellt. So, als fungierten diese lediglich, um jenes Stadtbild aufzuhübschen. Es scheint, dass der Lockdown und somit der fehlende Besucherverkehr auch in der Verwaltung seine Spuren hinterlassen und deren Angestellte von der Bevölkerung entfremdet hat.
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