Kurzmeldung «
Die beiden Kastanien an der Südfront der Meierei sind bereits abgesägt worden, um Platz zu machen für den neuen Anbau aus Beton, den die Stadtbücherei dort beziehen will. Auch die große Kastanie im Hof der gegenüberliegenden Schlosswallschule wurde gestutzt, weil sie in den Bereich der Baustelle hineinragte. Am Boden ist aufgezeichnet, welchen Platz der rund 16 mal 16 Meter große Kubus einnehmen wird – samt Baugerüst und Zaun.
April! April!
Kurzmeldung «
Der gestrige Beitrag „Aufruf zum Probesitzen im Ratssaal“ war unser diesjähriger Aprilscherz. Die Idee einer neuen Sitzordnung im Ratssaal ist völlig frei erfunden. Desgleichen sind auch sämtliche Aussagen der kommunalpolitischen Akteure durchweg der Phantasie entsprungen.
Tatsächlich wissenschaftlich belegt ist hingegen, dass Entscheidungen im Gemeinderat durch gruppendynamische Effekte mehr beeinflusst werden, als manchen bewusst ist – nachzulesen im Beitrag „Gruppendruck im Gemeinderat“ vom 7. April 2022.
Aufruf zum Probesitzen im Ratssaal
Bernd Hornikel macht Ernst mit seinem Versprechen, ein „Oberbürgermeister für alle“ sein zu wollen. So erwägt er, um den Puls der Bevölkerung auch dann zu spüren, wenn der Gemeinderat tagt, dort eine neue Sitzordnung einzuführen: Wo bisher 30 AmtsleiterInnen die Ratsversammlung flankieren, sollen künftig Bürgerinnen und Bürger Platz nehmen. Für jeden von ihnen werde dort ein Mikrophon zur Verfügung stehen, so dass der OB ad hoc „Volkes Stimme“ zu den Beratungen vernehmen kann.
Am heutigen Samstag, 1. April, um 16 Uhr, soll die neue Sitzordnung einem Praxistest unterzogen werden, weshalb möglichst viele BürgerInnen aufgerufen sind, zu kommen, um eventuelle Probleme oder Schwächen zu ermitteln. Die Pressestelle bittet: Man möge sich kleine Wortbeiträge überlegen, um die Mikrophone auf Volkstauglichkeit zu testen. Ein kleines Buffet mit vegan belegten Brötchen sowie freie Erfrischungsgetränke stehen gleichermaßen für VolksvertreterInnen und Bevölkerung bereit.
„Aufruf zum Probesitzen im Ratssaal“ weiterlesenVortrag „Stopp dem Abrisswahn“
Ankündigung «
Am kommenden Donnerstag, 6. April, hält die Architektin Ursula Baus um 19.30 Uhr einen Vortrag mit dem Titel „Stopp dem Abrisswahn oder: Die Zerstörung der Heimat“ in der Gaststätte „Burgstüble“, Am Sportplatz 4, in Stetten. Eingeladen dazu hat der Verein „Allmende Stetten“. Er schreibt dazu:
„In der letzten Zeit wird im Zuge der Klimadiskussion auch immer öfter darüber gesprochen, dass es besser sei, bestehende Bausubstanz zu erhalten, umzubauen und/oder einer neuen Nutzung zuzuführen, statt abzureißen. Denn die (Umwelt-)Kosten, die sog. CO2-Bilanz von Abriss und Neubau sind enorm.
„Vortrag „Stopp dem Abrisswahn““ weiterlesenClaudia Roth lobt „mutige Menschen“
Wenn ein Regierungsmitglied Menschen lobt, weil sie für „für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte auf die Straße“ gehen, kann man sicher sein, dass sie damit nicht Geschehnisse direkt vor ihrer Haustür meinen. Zwar bezieht sich die Grünen-Politikerin explizit auf Demonstrationen von „mutigen Menschen“, die „in Berlin, Dresden und vielen anderen Städten“ stattfanden. Aber eben nicht jetzt. Sondern vor langer Zeit. Nämlich anno 1848. Die sogenannte Märzrevolution von damals jährt sich jetzt zum 175. Mal, weshalb die Kulturstaatssekretärin eine Pressemitteilung herausgab.
Forderungen nach Versammlungs‑, Meinungs- und Pressefreiheit waren zentrale Aspekte der Deutschen Revolution. Ihr Auslöser: Brotknappheit, Teuerung, soziale Missstände. Den Protestierern stand eine Bürgerschaft gegenüber, deren oberstes Bedürfnis war, dass Ruhe bewahrt und die seitherige Ordnung beibehalten wird. Die Demonstranten ihrerseits haben mit sogenannten „Katzenmusiken“ Eingang in die Geschichtsbücher gefunden. Sie machten direkt vor den Häusern der Obrigkeit Krawall mit Musikinstrumenten und anderen Geräten, da wurde gepfiffen, geschrien, skandiert, gejohlt.
„Claudia Roth lobt „mutige Menschen““ weiterlesenEin Zitat
In George Orwells Roman „1984“ verkündet das Wahrheitsministerium:
Aufgeschnappt in der Fußgängerzone
„Krieg ist Frieden! Freiheit ist Sklaverei!“.
Bei uns hier heißt es zurzeit im Rathaus:
„Schulden sind Reichtum.“
Neuer Versuch, Artemisia zu verbieten
Als „schwerwiegende Missachtung des Vergleichs“, den die Firma Teemana und das Landratsamt Rems-Murr im August 2022 vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart beschlossen hatten, wertet Rechtsanwalt Dr. Eisenhart von Loeper, dass das Landratsamt erneut den Verkauf von Artemisia bei Androhung eines Zwangsgeldes von 30.000 Euro verbieten will, obwohl der Streit voriges Jahr beigelegt wurde (wir berichteten).
Das Landratsamt seinerseits sieht einen Verstoß durch Teemana gegen diesen Vergleich, da dieser festlegt, dass die Firma Anamed des Apothekers Hans-Martin Hirt ihr als „A‑3“ bezeichnetes Pflanzenprodukt „nicht als Lebensmittel in Verkehr“ bringen darf. Ein Gutachten des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Karlsruhe vom 11. Januar dieses Jahres habe jedoch bestätigt, dass Artemisia ein Lebensmittel sei.
„Neuer Versuch, Artemisia zu verbieten“ weiterlesenDieter Thomas Kuhn hält die Laudatio
Ankündigung
Wenn übermorgen, am Sonntag, 19. März, die Tübinger Ärztin Dr. Lisa Federle den Barbara-Künkelin-Preis verliehen bekommt, wird der Schlagersänger Dieter Thomas Kuhn die Laudatio halten. Desgleichen sorgt er dort für die musikalische Umrahmung. Mit der Geehrten verbindet ihn, dass er sich im Jahr 2020 bei ihren Schnelltest-Aktionen als ehrenamtlicher Helfer engagiert hatte.
Ihre „rollende Arztpraxis“, mit der sie seit dem Jahr 2015 in und um Tübingen Geflüchtete medizinisch versorgte, hatte Dr. Lisa Federle seinerzeit als dortige Pandemiebeauftragte zur Teststation umfunktioniert. Von Elsbeth Rommel, der Vorsitzenden des Preisgerichts, wird sie mit den Worten beschrieben: „Sie trifft das Anliegen des Preises im Kern: mutig, gegen den Zeitgeist und für die Zukunft.“
„Dieter Thomas Kuhn hält die Laudatio“ weiterlesen„Klara Palm: Pionierin oder Quotenfrau?“

(Foto: Palm-Archiv)
Ankündigung
Schorndorfs erste Stadträtin, die Apothekerswitwe Klara Palm, wird am Mittwoch, 22. März, in einen Vortrag von Gabriela Uhde im Stadtmuseum vorgestellt. Als Klara Palm 1922 ihr Amt im Gemeinderat als einzige Frau neben 19 Männern antrat, befand Schultheiß Raible, dass dort „wohl genug Raum ist“, um auch sie „mitreden lassen zu dürfen“. Er gestand ihr zu, dabei „das Herz einer Mutter“ und das „verständige Urteil einer Hausfrau“ einzubringen.


