
Kurzmeldung«
Als eine Art Ableger vom Schlosspark hat der Entwurf der Freiburger Landschaftsarchitekten von „factorgruen“ den Wettbewerb zur Gestaltung des Archivplatzes gewonnen: Wiesenfläche, Bänke und ein Wasserspiel. Genau wie dort. Der Beton-Anbau der neuen Leihbücherei ist von großen Bäumen verdeckt.
19.000 Euro bekommt der Sieger, 12.000 Euro gibt es für den 2. Platz, 7.000 Euro für Platz 3 sowie zweimal 5.000 Euro als „Anerkennung“. Zusammen also wurden 48.000 Euro an Steuergeldern dafür ausgegeben.
All diese Arbeiten samt Erläuterung kann man noch bis Mittwoch, 18. März, im Foyer des Rathauses anschauen.
In der Jury, die am 26. Februar in nichtöffentlicher Sitzung zusammenkam, waren laut Information aus dem Rathaus an Gemeinderatsmitgliedern vertreten: Kirsten Katz (CDU), Jürgen Erdmann (SPD), Sabine Brennenstuhl (FDP/FW), Tobias Schmid (Grüne) und „Heidi Rapp (Fraktion SPD) als Vertretung der AfD“, neben OB Hornikel und Bürgermeister Englert.
An LandschaftsarchitektInnen saßen in der Jury: Cornelia Bott, Stefan Fromm, Ursula Hochrein, Roberto Kaiser, Daniel Lindemann, Anette Sinz-Beerstecher, Carolin von Lintig sowie der Architekt und Stadtplaner Mathias Hähnig.
Insgesamt waren 14 Entwürfe für die „Neugestaltung des Bibliotheksumfelds“ eingereicht worden. Die Aufgabe lautete: „Stärkung der südwestlichen Altstadt und die Schaffung einer hohen Aufenthaltsqualität“. Es sollte „ein adäquates und attraktives Umfeld zur neuen Bibliothek geschaffen werden“.
Die teilnehmenden Büros reichten jeweils zwei Entwicklungsstufen ein. Die erste Stufe berücksichtigt den Erhalt von 17 Stellplätzen, die zweite den „Rückbau“ der Stellplätze auf dem Spitalhof.
Der Siegerentwurf „SpitalHofGarten“ überzeugte u.a. mit Erläuterungen wie etwa der, dass „das Lesecafé im Erdgeschoss Innen- und Außenraum auf sinnvolle Weise verbindet“. Und weil „Bezüge“ zum Schulhof und „den westlich angrenzenden Nutzungen“ darin „überzeugend berücksichtigt“ seien.
Der Spitalhof werde „heute einseitig durch Verkehrsanlagen dominiert“, und „kaum mehr als Platzraum erkennbar“, ist in der Analyse des Planungsbüros zu lesen.
Überdies enthält der Entwurf den bemerkenswerten Vorschlag, dass dort künftig ein kleines Café „mit Blick in den Rosengarten“ und „bis zum nahegelegenen Bürgerpark“ entstehe.
In der Archivstraße, die Teil der Planung ist, werde ein „stimmiger öffentlicher Straßenraum“ bis zur Johann-Philipp-Palm-Straße geschaffen, wobei „die gezielte Anordnung der Bäume überzeugt“, wodurch man „attraktive Wegeverbindungen“ schaffe, sowohl für Fußgänger als auch für Radfahrer.
Gleichwohl bleibe noch „genügend Raum für flexible Nutzungen der Anlieger“. Überdies können Sitzgelegenheiten und weitere Möblierung „bestehende Raumkanten aufgreifen“ und „klare Akzente setzen“.
Nicht zuletzt werde so der „Charakter“ der Johann-Philipp-Palm-Straße „wirkungsvoll betont“ – und zwar „bis zum historischen Stadttor“.

