Ankündigung
Der Politologe Hermann Ploppa spricht am Freitag, 15. Januar, zur Frage „Schlittern wir in eine wirtschaftliche Katastrophe?“ auf dem Oberen Marktplatz. Sein aktuelles Buch trägt den Titel „Die Macher hinter den Kulissen – Wie transatlantische Netzwerke heimlich die Demokratie unterwandern“.
Veranstalter dieser Kundgebung ist die örtliche Querdenken-Gruppe, ihr Schwerpunkt: „Die Corona-Maßnahmen sind nicht verhältnismäßig“, so dass die Aufhebung aller Corona-Maßnahmen gefordert wird. Neben dem Politologen werden weitere Überraschungsgäste auf dem Podium erwartet.
Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr. Geplant ist zudem ein Zug durch Schorndorf „mit Tomek und dem Friedensauto mit Boot“.
Zwölf Emmas, kein Kevin
Wie bereits im Jahr 2019, war auch 2020 „Emma“ der am häufigsten gewählte Vorname für neugeborene Mädchen in Schorndorf. Bei den Jungen löste „Luca“ den Spitzenreiter „David“ vom Vorjahr ab.
Insgesamt kamen 2020 in Schorndorf 648 Kinder zur Welt, im Jahr zuvor waren es 701 gewesen.
Die Rangfolge der beliebtesten Vornamen bei Mädchen sieht so aus:
Emma (12-mal), Lea (6‑mal); je 5‑mal: Ella, Ida, Luisa; je 4‑mal: Elisa, Frida, Hanna, Leonie, Lina, Marie, Sara, Sophie; je 3‑mal: Amelie, Elina, Emilia, Lara, Lena, Lia, Mila, Nora, Paula, Sophia; je 2‑mal: Alicia, Alina, Charlotte, Emilie, Ena, Finja, Julia.
Ketzerische Gedanken
Leserbrief
Unter obigem Titel hat Michael Gomolzig, Schulleiter im Ruhestand und für die CDU Mitglied des Kreistags, nachfolgenden Leserbrief verfasst und an seine Lokalzeitung geschickt.
Diese lehnte einen Abdruck ab mit der Begründung: Seine Aussage, die politisch Verantwortlichen nähmen die Verletzung der Grundrechte durch Corona-Maßnahmen billigend in Kauf, entspräche nicht der Wahrheit: „Das scheint wohl eher Ihre Meinung zu sein, insofern entspricht dieser Brief nicht unseren Leserbriefregeln.“
Gomolzig ist entsetzt, dass die pure Äußerung (s)einer Meinung, also die Meinungsfreiheit, nicht mehr mit den Regeln für Leserbriefe dort konform sein soll. Ihm schwant Unheil für Deutschland, und er fürchtet um die Demokratie.
Hier der Wortlaut des Leserbriefs:
„Die politisch Verantwortlichen proklamieren zu Coronazeiten ständig, dass Gesundheit über alles gehe und die Rettung von Menschenleben jede Maßnahme rechtfertige – inklusive Verletzungen von Grundrechten.
Nun haben wir 2020 fast 33.000 Todesfälle wegen oder im Zusammenhang mit Corona zu verzeichnen, was ungefähr 3% aller in Deutschland Verstorbenen ausmacht.
Rosa Kamm

Gedenktag
Heute vor 24 Jahren starb Rosa Kamm.
Sie war eine sehr engagierte Sozialdemokratin: 1946 in die verfassungsgebende Landesversammlung gewählt sowie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet – als erste Frau im Landkreis Waiblingen.
Geboren 1907 in Schwäbisch-Gmünd als Tochter eines Schriftsetzers, die Großmutter verkaufte Scheuersand, machte Rosa eine kaufmännische Lehre und trat früh der SPD bei. Sie heiratete, gerade 18 Jahren alt, den zehn Jahre älteren Gottlob Kamm aus Schorndorf. 1931 nahm sie (als 24-Jährige und dreifache Mutter) an einem Treffen der Sozialistischen Arbeiterjugend in Frankfurt teil mit einem Transparent: „Hitler = Krieg“. Die Kamms hängten bei Feiertagen keine Hakenkreuzfahne vors Haus.
„Rosa Kamm“ weiterlesenEin „neues Aufblühen ersprießlicher Arbeit“
Zu Silvester 1919 haben Schriftleitung und Verlag des „Schorndorfer Anzeigers“ folgenden Neujahrsgruß entboten:
„Dunkler als zu irgend einer Zeit liegt diesmal das neue Jahr vor uns und bangenden Herzens und sorgenvollen Blickes schauen wir der Zukunft entgegen. Ist draußen auch des Krieges wilde Flamme erloschen, so glimmt doch die haßerfüllte Rachgier der Gegner noch unter der Asche fort, bereit, auf den leisesten Windhauch wieder emporzulodern.
Wohl wird von allen Seiten das Tagen eines neuen deutschen Morgens, eines Morgens der ‚Freiheit‘ und des ‚Rechts‘ angekündigt, doch scheint seine Dämmerung zur Vorsicht zu mahnen und eine allzu rosige Erscheinung nicht anzudeuten.
„Ein „neues Aufblühen ersprießlicher Arbeit““ weiterlesen„Frauen sichtbar machen!“

Die Frauengeschichtswerkstatt (FGW) Schorndorf hat jetzt eine eigene Homepage. Der Hauptgrund dafür: Frauen und ihre Geschichte sollen auf diese Weise sichtbar gemacht werden.
Die Liste „Söhne und Töchter Schorndorfs“ auf der Internetseite der Stadt umfasste vor fünf Jahren 44 Männer und nur 2 Frauen. Im neuen „Personenlexikon“ auf der FGW-Homepage sind nun 33 Namen von Frauen aufgelistet, die hier geboren wurden, hier lebten oder ihre letzte Ruhe fanden. Unter ihnen sind jene 13 Schorndorferinnen, die bereits vom Frauenstadtrundgang her bekannt sind, wie etwa Dr. Ilse Beisswanger, die Württembergs erste Richterin war, oder die Stifterin des Pfarrtöchterheims, Marie Schmid. Aber auch Personen, deren Erforschung noch ganz am Anfang steht, sind da aufgeführt: beispielsweise Anna Eberhard, die rührige Gründerin des landwirtschaftlichen Hausfrauenvereins 1916, die auch politisch aktiv war, oder die Schriftstellerin Hanna Christaller, die hier geboren wurde.
„„Frauen sichtbar machen!““ weiterlesenSelma Maier

Gedenktag
Heute vor 30 Jahren starb Selma Maier.
Die Schwester von Reinhold Maier (Baden-Württembergs erstem Ministerpräsidenten) war eine der ersten sieben Frauen, die in Württemberg ein Pharmazie-Studium absolvierten.
1892 in Schorndorf als viertes von fünf Kindern des Bauunternehmers und Stadtbaumeisters Gottlieb Maier geboren, machte Selma Maier 1914 zusammen mit ihrer Schwester Emma (geb. 1896) das Abitur an der Oberrealschule Esslingen. Sie war mathematisch außerordentlich begabt und wollte Architektur studieren. Aus wirtschaftlichen Gründen entschloss sie sich dann aber zu einer Apothekerausbildung. Auf vier Jahre Lehr- und Gehilfenzeit folgte ein 4‑semestriges Studium.
„Selma Maier“ weiterlesenWeihnachtsgedanken vor gut 100 Jahren
Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts erlebte Europa eine ähnlich bedrückte Weihnachtszeit wie wir heute. Damals waren die Nationen in einen unsinnigen Krieg gezogen, den sie nicht gewinnen konnten.
Am 24. Dezember 1919 schrieb der gebürtige Esslinger Georg Heinrich von Planck in seiner Funktion als Prälat von Ulm im „Schorndorfer Anzeiger“ dies:
„Weihnachten ist wieder gekommen. Ob wir uns davor gefürchtet, ob wir uns darauf gefreut – es ist da, und wir vernehmen wieder das Wort aus Engelsmund: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!
„Weihnachtsgedanken vor gut 100 Jahren“ weiterlesen„Wo würden wir Jesus heute finden?“
Zwei historische Ereignisse standen im Mittelpunkt der Weihnachts-Friedens-Demo, veranstaltet von der Initiative „Eltern für Aufklärung und Freiheit“ gestern Abend auf dem Marktplatz: die Geburt Christi sowie der Aufstand der „Schorndorfer Weiber“ anno 1688.
„Ihr Weiber von Schorndorf seid Ihr hier?“ rief Andrea W. ins Mikrophon, was aus der Menge der ca. 150 Anwesenden mit klarem „Ja!“ beantwortet wurde. Die Rednerin erinnerte daran, wie im Dezember vor 332 Jahren an gleicher Stelle, direkt vor dem Rathaus, mutige Frauen dafür sorgten, dass Schorndorf nicht für französische Truppen zur Plünderung freigegeben wurde.
„„Wo würden wir Jesus heute finden?““ weiterlesen
