SPD ist gegen Museums-Bürgerbegehren

Kurz­mel­dung«
„Wir sind prin­zi­pi­ell über­haupt nicht ge­gen Bür­ger­be­geh­ren“, schreibt die ört­li­che SPD auf ih­rer Home­page, son­dern nur „in die­sem Fall“.

Näm­lich wenn Alt-OB Kü­b­ler und Ex-Stadt­rat Ban­tel ein sol­ches für den Er­halt des Mu­se­ums-Stand­orts prak­ti­zie­ren. Weil es sich ge­gen die von ihr fa­vo­ri­sierte Al­ter­na­tive, ein „Zen­trum am Karls­platz mit Kul­tur und Bil­dung“, rich­tet.

Die SPD kri­ti­siert, dass die bei­den ehe­ma­li­gen Kom­mu­nal­po­li­ti­ker die von der Stadt­ver­wal­tung ge­nann­ten Sa­nie­rungs­kos­ten be­zwei­feln. Weil „doch längst be­kannt“ sei, dass „das An­zwei­feln von Fak­ten als Ba­sis für ei­nen po­li­ti­schen Dis­kurs die De­mo­kra­tie schwächt“.  

Und: „Wir kön­nen doch un­mög­lich aus pu­rer Sen­ti­men­ta­li­tät für den Er­halt am bis­he­ri­gen Stand­ort so viel Steu­er­geld in ein Fass ohne Bo­den wer­fen“.

In ih­rer Ant­wort dar­auf stel­len Kü­b­ler und Ban­tel klar, dass sie das denk­mal­ge­schützte Ge­bäude nicht aus Sen­ti­men­ta­li­tät be­wah­ren wol­len, son­dern aus „Re­spekt vor den Leis­tun­gen und Er­eig­nis­sen der Ver­gan­gen­heit“. Denn: „Der his­to­ri­sche Platz ist der rich­tige Mu­se­ums­stand­ort.“

Sie sind der Mei­nung, dass der Mu­se­ums­be­trieb dort, in der ehe­ma­li­gen La­tein­schule „ohne die von der Stadt in un­rea­lis­ti­sche Grö­ßen­ord­nun­gen hoch­ge­rech­ne­ten Kos­ten“ mög­lich ist. Das Haus sei funk­ti­ons­fä­hig, und Aus­bes­se­run­gen am Fach­werk „kos­ten­güns­tig“ mach­bar.

Wo­hin­ge­gen der Um­zug des Mu­se­ums an den Bus­bahn­hof eine Mil­lion Euro koste, plus „die teure Miete“ dort. Ihr Fa­zit: „Es ist ab­seh­bar, dass das Pro­jekt wie­der ei­nes von de­nen wer­den würde, die die Schul­den­spi­rale der Stadt wei­ter in die Höhe ge­trie­ben ha­ben.“

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