Neu im Gemeinderat: eine Pharmazie-Rätin

Pia Wied­mann

An­kün­di­gung«
In der Ge­mein­de­rats­sit­zung am kom­men­den Mitt­woch, 30. Sep­tem­ber, wird Pia Wied­mann als Nach­rü­cke­rin für Pe­ter Schwan in der FDP/FW-Frak­tion ver­pflich­tet. Schwan nimmt auf ei­ge­nen Wunsch aus Al­ters­grün­den nach 17 Jah­ren sei­nen Hut.

Seine Nach­fol­ge­rin Pia Wied­mann be­treibt die Schlos­s­apo­theke in Alf­dorf. Für die Ge­mein­de­rats­wahl 2024 kan­di­dierte sie in Schorn­dorf mit den An­ga­ben: „49 Jahre alt, ver­hei­ra­tet, 3 Kin­der, selb­stän­dige Apo­the­ke­rin“, Mit­glied  im Schwä­bi­schen Alb­ver­ein und beim TSV Alf­dorf.

An Eh­ren­äm­tern nannte sie: Schrift­füh­re­rin Jagd­ge­nos­sen­schaft Alf­dorf Süd, Aus­schuss­mit­glied Ge­werbe- und Han­dels­ver­ein Alf­dorf“ und Phar­ma­zie-Rä­tin (RP Stutt­gart). Eine sol­che kon­trol­liert Apo­the­ken, ob sie vor­schrifts­mä­ßig ar­bei­ten, gleich­wohl be­rät sie diese auch – da­her der Name „Rä­tin“.

In ih­rer ers­ten Ge­mein­de­rats­sit­zung wird Pia Wied­mann am Mitt­woch gleich mit nicht un­um­strit­te­nen Vor­schlä­gen zur Ret­tung des städ­ti­schen Haus­halts kon­fron­tiert.

Auf der Ta­ges­ord­nung ste­hen zahl­rei­che Spar­maß­nah­men, wie etwa die Be­schlüsse der nicht-öf­fent­li­chen Haus­halts­struk­tur­kom­mis­sion, die dem Ple­num be­kannt ge­ge­ben wird. Des­glei­chen sol­len zu­sätz­li­che Maß­nah­men, die nicht-öf­fent­lich in den Aus­schüs­sen vor­be­ra­ten wur­den, be­schlos­sen wer­den.

Der Ge­mein­de­rat muss ab­stim­men über die Kür­zung der Kul­tur- und Sport­för­de­rung so­wie der Öff­nungs­zei­ten in den Bä­dern Buhl­bronn und Schlich­ten, bei gleich­zei­ti­ger An­he­bung der Sport­hal­len- und Ver­wal­tungs­ge­büh­ren so­wie der Grund- und Ge­wer­be­steuer.

So­wohl die CDU-Frak­tion wie auch die FDP/FW-Frak­tion ha­ben be­reits an­ge­kün­digt, diese Steu­er­erhö­hun­gen nicht zu ge­neh­mi­gen.

Au­ßer­dem muss das Gre­mium dem Er­lass des Re­gie­rungs­prä­si­di­ums (RP) zum Nach­trags­haus­halt „bei­tre­ten“, sprich: ak­zep­tie­ren, dass er nur dann ge­neh­migt wird, wenn die ge­plante Kre­dit­auf­nahme von 10 Mil­lio­nen Euro auf rund 8,2 Mil­lio­nen Euro ge­senkt wird.

Das RP stellt in Schorn­dorf eine „Ver­schlech­te­rung der Er­trags­kraft“ fest, ei­nen Rück­gang „ins­be­son­dere bei den Steu­ern“ so­wie den Ent­gel­ten für öf­fent­li­che Leis­tun­gen und Ein­rich­tun­gen.

Da­her sei es „zwin­gend er­for­der­lich“, rät Re­gie­rungs­prä­si­den­tin Su­sanne Bay, an der „zeit­li­chen Stre­ckung“ der in­ves­ti­ven Maß­nah­men fest­zu­hal­ten. Was heißt: Ge­plante Pro­jekte, die Geld kos­ten, vor­erst auf Eis zu le­gen.

Schon jetzt er­klärt der Käm­me­rer, dass die Ge­neh­mi­gungs­fä­hig­keit des nächs­ten Dop­pel­haus­halts 27/​28 „nicht ga­ran­tiert wer­den“ könne.

Die öf­fent­li­che Ge­mein­de­rats­sit­zung be­ginnt um 18 Uhr mit der Bür­ger­fra­ge­stunde.

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