Was Hornikel drei Müttern antwortet

Kurz­mel­dung«
In der Bür­ger­fra­ge­stunde ein­gangs der Ge­mein­de­rats­sit­zung am Don­ners­tag kon­fron­tiere Vi Wie­ler den Ober­bür­ger­meis­ter mit der rhe­to­ri­schen Frage: „Wie stel­len Sie sich kon­kret das Fa­mi­li­en­le­ben in Schorn­dorf vor?“

Und zwar an­ge­sichts der Tat­sa­che, dass die Be­treu­ungs­an­ge­bote früh­mor­gens und spät­abends ge­kappt wur­den, dass das El­tern­geld ge­stri­chen werde und dazu jetzt noch die Kita-Ge­büh­ren an­ge­ho­ben wer­den sol­len, wie die junge Mut­ter, die Mit­glied im Ge­samt­el­tern­bei­rat hie­si­ger Ki­tas ist, aus­führte.

Eine wei­ter Mut­ter er­gänzte, dass stei­gende Kos­ten al­lent­hal­ben nicht mehr auf­zu­fan­gen seien: „Die Fa­mi­lien sind ein­fach am Rand.“

Ganz un­ver­blümt sagte sie: „Es bleibt nicht mehr viel zum Le­ben.“ Sie fragte im Hin­blick auf den ge­plan­ten Park auf dem Ar­chiv­platz: „Warum baut man so was in Zei­ten, wo wir alle fi­nan­zi­elle Pro­bleme ha­ben?“

Eine dritte Mut­ter wollte vom Stadt­ober­haupt wis­sen: „Was ma­chen Sie kon­kret mit den er­höh­ten Ge­büh­ren? Wo fließt das Geld hin?“

Hornikel be­zeich­nete diese Frage um­ge­hend als „ten­den­ziös“, weil die Frau sei­ner Mei­nung nach da­mit sa­gen wolle, „wir bauen da­für den Ar­chiv­platz“.

Hin­sicht­lich ih­rer Kla­gen rüf­felte er die Müt­ter: „Sie ste­hen hier vor der fal­schen Tür.“

Denn die Lan­des­re­gie­rung sei es, die die Kin­der­be­treu­ung mit nur 30 Pro­zent fi­nan­ziere, wäh­rend „die Stadt“ 57 Pro­zent der Be­triebs­kos­ten über­nehme – per Aus­schüt­tung von Steu­er­gel­dern für diese Pflicht­auf­gabe.

Er be­lehrte die Frauen dar­über, dass es in Schorn­dorf ei­nen „ho­hen Stan­dard“ in der Kin­der­be­treu­ung gebe, nicht zu­letzt weil je­des Jahr eine neue Kita ge­baut wurde, und die „hohe Be­treu­ungs­qua­li­tät“ da­her rühre, dass man den Er­zie­he­rin­nen hö­here Ge­häl­ter be­zahle.

Die Frage nach dem Ver­bleib der zu­sätz­li­chen Ein­nah­men durch die Er­hö­hung der Be­treu­ungs­kos­ten be­ant­wor­tete Hornikel schließ­lich so: „Ihr Bei­trag geht in den Haus­halt. Wir ha­ben ein Ge­samt­de­ckungs­prin­zip.“

Um an­zu­fü­gen: „Wir ver­plem­pern das Geld nicht.“

Zu­letzt er­klärte er be­züg­lich der Frage, wie er sich das Fa­mi­li­en­le­ben vor­stelle: „Die Frage ist mir zu per­sön­lich. Die würde ich hier öf­fent­lich nicht be­ant­wor­ten.“

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