Stadt spart jetzt auch noch bei Toiletten

An­kün­di­gung«
Die neu­es­ten Be­schlüsse der städ­ti­schen Spar­kom­mis­sion wer­den den Mit­glie­dern des Tech­ni­schen Aus­schus­ses am mor­gi­gen Diens­tag, 15. Sep­tem­ber, zur Kennt­nis mit­ge­teilt.

Dem­nach will die Stadt­ver­wal­tung bei­spiels­weise aus dem Mo­dell „Nette Toi­lette“ aus­stei­gen. Bis­lang hat sie Be­sit­ze­rIn­nen von Gast­stät­ten und La­den­ge­schäf­ten, die ihr WC für Be­su­cher der In­nen­stadt zur Ver­fü­gung stel­len, eine Auf­wands­ent­schä­di­gung für diese Be­reit­stel­lung ge­zahlt.

3.000 Euro jähr­lich wer­den da­durch ein­ge­spart.

Ins­ge­samt sind es in die­sem Pa­ket 2,2 Mil­lio­nen Euro, die den Haus­halt die­ses und nächs­tes Jahr ent­las­ten sol­len, un­ter an­de­rem durch den Ver­zicht auf Flut­licht­an­la­gen auf den Sport­plät­zen in Hau­bers­bronn und Mie­dels­bach zu je 185.00 Euro.

Ein fast ebenso gro­ßer Pos­ten, näm­lich 185.00 Euro, geht zu Las­ten von Fa­mi­lien bzw. Al­lein­er­zie­hen­den, die we­ni­ger als 76.000 Euro an Jah­res­ein­kom­men ha­ben: Für sie gibt es seit 1. Sep­tem­ber keine re­du­zierte Kita-Ge­büh­ren mehr.

Au­ßer­dem sol­len wei­tere 6.000 Euro da­durch ein­ge­spart wer­den, dass im kom­men­des Jahr die Bä­der in Schlich­ten und Buhl­bronn ei­nen „Schließ­tag“ pro Wo­che auf­wei­sen, was Per­so­nal spart.

Gleich­zei­tig wird dort die Mög­lich­keit er­öff­net, dass durch den Ein­satz von Eh­ren­amt­li­chen der Be­trieb auf­recht­erhal­ten kann. Vor­aus­set­zung ist le­dig­lich ein Ret­tungs­schwimm­ab­zei­chen und ein Ers­ter-Hilfe-Kurs.

Die Stab­stelle des Ober­bür­ger­meis­ters bleibt von den Spar­maß­nah­men un­an­ge­tas­tet. Im Ge­gen­teil: Der Jus­ti­zia­rin wurde vo­ri­ges Jahr eine As­sis­tenz bei- und die­ses Jahr ein wei­te­rer Ju­rist ein­ge­stellt.

Die Pres­se­stelle ist mit Per­so­nal üp­pi­ger aus­ge­stat­tet als in den Rat­häu­sern an­de­rer gro­ßen Städ­ten im Rems-Murr-Kreis. Wie etwa mit ei­ner „So­cial Me­dia Ma­na­ge­rin“, die kleine Film­chen für Tik­Tok dreht zur Selbst­dar­stel­lung der Stadt, in de­nen un­ser OB bei­spiels­weise eine Spa­zier­fahrt in ei­nem Old­ti­mer-Mer­ce­des macht.

Ein wei­te­rer Punkt auf der Ta­ges­ord­nung am Diens­tag ist der Bau­be­schluss für den Er­satz ei­ner ma­ro­den Fuß­gän­ger­brü­cke über den Schorn­bach, die kom­plett aus För­der­mit­teln be­zahlt wird.

Über­dies soll der Be­bau­ungs­plan für das Areal, auf dem der „Me­dia-Markt“ steht, ge­än­dert wer­den, weil die­ser seine Ver­kaufs­flä­che re­du­ziert und ei­nen Le­bens­mit­tel­an­bie­ter in sei­nem Ge­bäude dort auf­neh­men will.

Dazu hat die Stadt­ver­wal­tung – kon­kret: der Fach­be­reich „Stadt­ent­wick­lung“ – ei­gens ein ex­ter­nes Büro be­auf­tragt mit ei­ner „Aus­wir­kungs­ana­lyse“ und zwar „zur Um­struk­tu­rie­rung des Me­dia­Markt-Stand­or­tes“.

Die Sit­zung ist öf­fent­lich und be­ginnt um 18 Uhr.

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