Guérot kommt „vor dem Orkan“ nach Kernen

Ul­rike Gué­rot © Jan Pyko, West­end Ver­lag

An­kün­di­gung«
„Jetzt, wo wohl bald ein gro­ßer Or­kan über Eu­ropa hin­weg­fe­gen dürfte, ist es Zeit zu for­mu­lie­ren, wie wir den Kon­ti­nent da­nach wie­der auf­bauen“, schreibt die Po­li­tik­wis­sen­schaft­le­rin Ul­rike Gué­rot zu ih­rem neuen Buch, das Mitte Ok­to­ber er­scheint.

Be­reits am Sams­tag, 3. Ok­to­ber, liest sie dar­aus auf Ein­la­dung der „All­mende“ in Stet­ten in der Glo­cken­kel­ter. „End­lich Eu­ropa! – Wie die Eu­ro­päi­sche Re­pu­blik wahr wird“ lau­tet der Ti­tel.

Vor zwei Jah­ren war Gué­rot Mit­be­grün­de­rin den „Eu­ro­pean Peace Pro­ject“, an dem auch in Schorn­dorf teil­ge­nom­men wurde.

Vor zehn Jah­ren schrieb sie als „po­li­ti­sche Uto­pie“ den Best­sel­ler „Warum Eu­ropa eine Re­pu­blik wer­den muss“. Sie meint, es sei an der Zeit, sich für das 21. Jahr­hun­dert „auf­zu­hüb­schen“. An­dere Län­der tä­ten dies be­reits. Nur „ein lah­mes Eu­ropa stol­pert so ziem­lich an al­lem vor­bei, was Zu­kunft ver­spre­chen könnte“.

Und dies, wäh­rend sich die Men­schen in Eu­ropa nach ei­nem funk­tio­nie­ren­den sol­chen Staa­ten­pakt sehn­ten: „Di­plo­ma­tisch, dem Frie­den ver­pflich­tet und neu­tral. Po­li­tisch ge­eint. So­zial, ge­recht und mo­dern. De­zen­tral und sub­si­diär. Eman­zi­piert, sou­ve­rän und ein­fluss­reich in der Welt.“

Mit ei­nem eu­ro­päi­schen Zwei­kam­mer­sys­tem an­stelle von EU-Tech­no­kra­tie. Mit „star­ken Re­gio­nen statt un­ter­joch­ten Na­tio­nal­staa­ten“. Dem Chris­ten­tum und der Auf­klä­rung ver­pflich­tet, so­wie „ei­ner Prise Re­vo­lu­tion“ ge­gen den auf­kei­men­den Tech-Feu­da­lis­mus.

Auch: „Der Welt zu­ge­tan statt ar­ro­gant.“ Mit klas­si­scher Äs­the­tik statt Post­mo­derne, mit ei­ner ei­ge­nen eu­ro­päi­schen Kul­tur an­stelle „west­li­chen Ein­heits­breis“, mit Rück­grat statt Selbst­auf­gabe.

Nicht zu­letzt gelte es, die Rolle des „Prü­gel­kna­ben der USA“ ab­zu­le­gen und eine Frie­dens­ord­nung mit Russ­land zu schaf­fen.

Nach­dem Ul­rike Gué­rots Le­sung vor 3 Jah­ren in Stet­ten aus­ver­kauft war, ist eine Vor­anmel­dung bzw. Kar­ten-Re­ser­vie­rung un­ter die­ser E‑Mail bei der All­mende für den Ein­lass erfor­der­lich.

Die Le­sung am Sams­tag, 3. Ok­to­ber, be­ginnt um 18 Uhr, der Ein­tritt be­trägt 10 Euro.

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