Reißleine contra Roter Knopf

Für ih­ren ge­plan­ten Neu­bau ei­nes Kin­der­gar­tens an der Ecke Ai­chen­bach-/Uh­land­straße rech­net die Stadt mit Bau­kos­ten von 5,55 Mil­lio­nen Euro. Da das Ge­lände dort nach dem Zwei­ten Welt­krieg von ame­ri­ka­ni­schen Be­sat­zern als Müll­platz ge­nutzt wurde, werde erst ein geo­lo­gi­sches Gut­ach­ten Ge­wiss­heit über die tat­säch­li­chen Kos­ten brin­gen.
Die Hal­tung von Stadt­rat Ger­hard Ni­ckel (FW) zu die­sem Thema in der Ge­mein­de­rats­sit­zung wird von den „Schorn­dor­fer Nach­rich­ten“ (heu­tige Aus­gabe) so be­schrie­ben:
„Und sollte mit dem Un­ter­grund doch al­les viel schlim­mer sein als von der Ver­wal­tung und von ihm an­ge­nom­men, könne der Ge­mein­de­rat im­mer noch die Reiß­leine zie­hen, sagte der FDP/FW-Frak­ti­ons­vor­sit­zende.“

Zum Ver­gleich:
Be­züg­lich des Neu­baus der Stadt­bi­blio­thek am Ar­chiv­platz hatte Ni­ckel am 14. No­vem­ber 2019 im Ge­mein­de­rat er­klärt:
„Wenn die Kos­ten wirk­lich ex­plo­die­ren, kön­nen wir im­mer noch den ro­ten Knopf drü­cken.“

Gut ein hal­bes Jahr spä­ter war dann – im Rah­men der Haus­halts­struk­tur­kom­mis­sion – die­ses Pro­jekt von ihm in die Ka­te­go­rie „nicht ver­han­del­bar“ ver­scho­ben wor­den. (SN vom 26. Juni 2020)

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