Gemeinderat: keine Gewerbesteuer-Erhöhung

Kurz­mel­dung«
Eine Mehr­heit aus den Frak­tio­nen von CDU, FDP/​FW, AfD so­wie der „Bür­ger­stimme Schorn­dorf“ (BSS) hat in der Ge­mein­de­rats­sit­zung am Don­ners­tag die Er­hö­hung der Ge­wer­be­steuer ab­ge­lehnt.

Ins­ge­samt stimm­ten 16 Stadt­rä­tIn­nen ge­gen den Wunsch der Ver­wal­tung, de­ren He­be­satz auf 420% zu er­hö­hen, um da­durch 1,1 Mil­lio­nen Euro Mehr­ein­nah­men für die Stadt­kasse zu er­zie­len.

Zu­letzt war die­ser He­be­satz vor sechs Jah­ren an­ge­ho­ben wor­den, näm­lich von 390% auf 405%. Und zwar laut Be­schluss­vor­lage mit dem Ar­gu­ment, dass „bei ei­nem bun­des­wei­ten He­be­satz­durch­schnitt von ca. 450 Punk­ten“ diese An­pas­sung „an­ge­mes­sen und längst über­fäl­lig“ sei.

Tat­säch­lich aber la­gen die He­be­sätze im Bun­des­durch­schnitt da­mals laut Sta­tis­ti­schem Bun­des­amt bei 400% – und be­tru­gen in Ba­den-Würt­tem­berg so­gar nur 368%.

Bis auf Fell­bach wei­sen Schorn­dorfs Nach­bar­kom­mu­nen nach wie vor He­be­sätze von un­ter 400% auf.

Be­schlos­sen wurde in der Sit­zung am Don­ners­tag die Kür­zung der städ­ti­schen Zu­schüsse für Schorn­dorfs Kul­tur­be­triebe um 10 Pro­zent mit drei Ent­hal­tun­gen (s. Be­schluss­pro­to­koll).

Ei­ner Liste von Spar­maß­nah­men sei­tens der Ver­wal­tung stimm­ten (bis auf eine Ent­hal­tung) die Stadt­rä­tIn­nen al­le­samt zu. Dar­un­ter fin­den sich bei­spiels­weise 8.000 Euro durch Ver­zicht auf Rei­sen der Stadt­obe­ren in Part­ner­städte, 10.000 Euro da­durch, dass die Er­öff­nungs­feier der Stadt­bü­che­rei „klei­ner als ge­plant“ aus­fal­len soll.

Au­ßer­dem gibt es bei stan­des­amt­li­chen Trau­un­gen künf­tig künst­li­che statt fri­scher Blu­men als Schmuck, was 5.500 Euro spa­ren soll.

Der Ver­zicht auf „Wohl­fühl­mo­bi­liar“ an Schu­len ent­las­tet den Haus­halt um 50.000 Euro, der Ver­zicht auf „Kin­der-iPads“ um 15.000 Euro, der Ver­zicht auf ein ge­plan­tes Ju­gend­fes­ti­val und das Pro­jekt „Kin­der­spiel­stadt Daim­ler City“ je­weils um 20.000 Euro.

Im Stadt­wald wird die Auf­fors­tung auf ein Min­dest­maß re­du­ziert, die Kos­ten da­für von 112.000 Euro auf 50.000 Euro mehr als hal­biert. Nun wer­den dort nur noch die bis­her auf­ge­fors­te­ten Flä­chen ge­pflegt, da­mit diese nicht „durch die Brom­beere ka­putt­ge­hen“.

Das Ver­schie­ben der Re­no­vie­rung der Sauna-Fas­sa­den am Hal­len­bad spart 30.000 Euro ein, wei­tere 45.000 Euro da­durch, dass in der Grau­halde keine Bas­ket­ball-Körbe im Au­ßen­be­reich an­ge­schafft wer­den.

Die von der Ver­wal­tung vor­ge­schla­gene Er­hö­hung der Grund­steuer wurde mit 20:10 Stim­men ab­ge­seg­net.

Ent­schei­dun­gen über wei­tere Spaß­maß­nah­men – etwa die Re­du­zie­rung der Öff­nungs­zei­ten in den Teil­orts­bä­dern Buhl­bronn und Schlich­ten so­wie der fi­nan­zi­el­len För­de­rung im Sport­be­reich – wur­den auf An­trag aus dem Gre­mium auf eine 2. Le­sung ver­tragt.

Den „Bei­tritt“ zum Nach­trags­haus­halt hat der Ge­mein­de­rat bei 3 Ent­hal­tun­gen be­schlos­sen, wie dem Be­schluss­pro­to­koll zu ent­neh­men ist.

Kor­rek­tur (5. Ok­to­ber 2026):
In der ers­ten Fas­sung war die Ab­leh­nung der „Bür­ger­stimme Schorn­dorf“ (BSS) zur Ge­wer­be­steuer-Er­hö­hung nicht ent­hal­ten.

QR Code

OHNE MOOS NIX LOS!

Das „Schorn­dor­fer On­­line‑Blatt“ steht für un­ab­hän­gi­gen Jour­na­lis­mus.


Da­mit das so bleibt, freuen wir uns über Ihre Un­ter­stüt­zung!

Konto-In­­­ha­­­be­rin: G. Uhde

IBAN :


DE83 6005 0101 8836 5559 72

Newsletter:

schoblatt.de