Kurzmeldung«
Im Nachgang zu unserem Porträt über die Schorndorfer Bürgerin Lina Holland, die vor über 100 Jahren zur ersten Schulleiterin der „Deutschen Schule“ in China berufen worden war, tat sich noch eine weitere Quelle auf, die zusätzliche Informationen über sie enthielt: ein Nachruf in der Lokalzeitung anlässlich ihres Todes am 23. Januar 1949.
Diesem ist zu entnehmen, dass Lina Holland überdies auch als Erzieherin in Brasilien mehrere Jahre lang tätig war, nachdem sie ihr Lehrerinnenexamen abgelegt hatte, und bevor sie in Schorndorf „eine geschätzte und gesuchte Lehrtätigkeit“ ausübte.
Außerdem ist dem Text zu entnehmen, dass Lina Holland, die mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs ihres Schulleitungsamts in Peking enthoben wurde, anschließend noch fast 30 Jahre lang in China lebte und erst im Jahr 1940 nach Schorndorf zurückkehrte.
Dort konnte sie ihren MitbürgerInnen mit Informationen aus erster Hand über China aufwarten: „Ihre lebendigen und geistvollen Schilderungen über ihre Erfahrungen im Reich der Mitte zeigten, wie sehr sie in die chinesische Denk- und Lebensweise eingedrungen war.“
Und über ihre Erscheinung erfahren wir: „Ein Hauch der östlichen Lebensweisheit, verbunden mit der Anmut einer mit großen Geistesgaben ausgestatteten Persönlichkeit umgab sie.“
Der Nachruf war von einer ihrer ehemaligen Schülerin, Hedwig Blank, geb. Maier, formuliert worden. Mit ihren „tiefempfundenen Abschiedsworte“ brachte diese zum Ausdruck, „welche Dankbarkeit und Wertschätzung die Verstorbene im Kreis ihrer ehemaligen Schülerinnen genoss“.

