Gedenktag«
„Ja. So sehen die heutzutage aus“. Dies ist ein Kurzdialog aus dem Spielfilm „Milch ins Feuer“. In der Allmende Stetten wird das preisgekrönte Werk aus Anlass des Weltfrauentags heute sowie zum „UNO-Jahr der Frauen in der Landwirtschaft“ gezeigt. Beginn ist um 16 Uhr, der Eintritt beträgt 6 Euro.
Die Regisseurin Justine Bauer aus Crailsheim wird dabei persönlich anwesend sein. Dass es ihr wichtig ist, authentisch starke Frauen zu zeigen, kann frau im Trailer sehen.
„Schwache weibliche Filmfiguren werden von Männern geschrieben“, sagt sie. In ihrem Film, der als Abschlussarbeit an der Kunsthochschule für Medien in Köln die Note „Eins plus“ erhielt, kommen Männer so gut wie nicht vor. Und wenn, dann reden sie, wie ein Rezensent meint, dümmliches Zeug.
Dies sei ein „Trick, den männliche Regisseure jahrzehntelang angewandt“ haben, erklärte die Regisseurin lächelnd bei einem Publikumsgespräch auf dem Filmfest München. Sie habe diese Technik in ihrem Film einfach umgekehrt eingesetzt.
Der Film handelt von Katinka, die mit zwei Schwestern, Mutter und Oma auf einem Milchbauernhof im Hohenlohischen lebt. Sie möchte gern den Hof übernehmen, aber dafür ist ihr Bruder vorgesehen.
Der benachbarte Milchbauer dient der lokalen Molkerei per Foto mit seiner Familie als Werbung für den Joghurt. Um auf die prekäre Situation stetig sinkender Abnahmepreise hinzuweisen, setzt er medienwirksam einen Heuhaufen in Brand und löscht ihn mit Milch.
Die meisten Rollen hat Justine Bauer mit Laiendarstellerinnen aus der Region besetzt, die den hohenlohischen Dialekt sprechen können. Darunter sind auch ihr Vater und ihre Oma. So bekomme der Film eine „fast schon dokumentarische Authentizität“, ist bei SWR-Kultur zu lesen.


