Kurzmeldung«
Die Schallmessung der DEKRA an der Windkraftanlage „Königseiche“, die die Stadt Uhingen in Auftrag gegeben hatte, wird vom Landratsamt Göppingen nicht akzeptiert.
„Als maßgebliche Grundlage für die Bewertung der Immissionsrichtwerte verbleibt die Messung der Firma Wölfel vom 13. auf den 14. März 2026“, teilt die Behörde mit. Und dies, obwohl damals „aufgrund eines Fehlers bei der herstellerseitigen Programmierung“ die Anlagen „unbeabsichtigt im schallreduzierten Betriebsmodus betrieben“ wurden.
Die Bürgerinitiativ „Pro Schurwald“ wirft dem Landratsamt vor, seiner Verantwortung gegenüber der Bevölkerung und deren Schutz nicht gerecht zu werden.
Im Landratsamt werde mit zweierlei Maß gemessen – zu Ungunsten der Bürger. Denn während man dort die aktuelle DEKRA-Messung durch die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg gegenprüfen ließ, sei bei den Messergebnissen des Betreibers eine solche Prüfung ausgeblieben.
Als zusätzliche Hürde für die aktuelle Messung nennt die Behörde eine „rechtliche Vorgabe“, nach der bei Messungen, die nicht vom Betreiber selbst kommen, ein „Messabschlag von 3 dB(A) vorzunehmen“ sei.
Begründung: Damit solle sichergestellt werden, dass „behördliche Eingriffe nur auf Grundlage hinreichend sicher nachgewiesener Überschreitungen erfolgen.“
Die Bürgerinitiative ihrerseits weist darauf hin, dass die tatsächliche Lärmbelastung der BürgerInnen nur durch eine Langzeit-Immissionsmessung realistisch ermittelt werden könne – was die DEKRA getan hat.
Zusätzlich beklagt sie, dass der Betreiber der Anlage, Uhl-Windkraft, seine Abnahmemessung zum Nachweis für den genehmigungskonformen Betrieb seit fast einem Jahre bis heute schuldig bleibe.

