Ankündigung«
Der Gemeinderat wird in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag, 7. Mai, aller Voraussicht nach die Erhöhung der Parkplatzgebühren in der Altstadt um 50 Prozent beschließen. Bei der Vorberatung im Ausschuss zeichnete sich ein solcher Konsens ab, denn die Stadtkasse ist leer.
Geld braucht die Verwaltung etwa für das Aufhübschen des „Bibliotheksumfelds“, das am Donnerstag ebenfalls beschlossen werden soll: 2,5 Millionen Euro, wie Bürgermeister Englert im Ausschuss angab. Als Hauptmaßnahme ist dafür die dauerhafte Abschaffung von Parkplätzen auf dem Archivplatz geplant.
Laut Englert könnten sich diese Umgestaltungs-Kosten möglicherweise auf 825.000 Euro reduzieren, falls entsprechende Fördergelder fließen, eventuell auf 650.00 Euro, wenn sämtliche Parkplätze dort verbannt würden.
Einzig CDU-Stadtrat Klaus Dobler hatte im Ausschuss nicht für die Erhöhung der Parkgebühren gestimmt und sich enthalten, weil er dies als Innenstadtbewohner und dortiger Geschäftsinhaber für falsch hält. Sein Fraktionskollege Ingo Sombrutzki stimmte gegen den zweiten Teil des Vorhabens: Parkgebühren auch in den Wohngebieten zu verlangen.
Angesicht allgemeiner Preissteigerungen würde dies seiner Meinung nach die BürgerInnen zusätzlich finanziell belasten und es entstünde bei denen der Eindruck, dass sie „von der Stadt abgezockt“ werden.
Laut Lokalzeitung hat sich die Stadtverwaltung bezüglich einer „Analyse des Parkraums“ samt Konzeption der „Parkraumbewirtschaftung“ von einem „Fachplanungsbüro“ aus Stuttgart beraten lassen. Gefördert worden sei dieser Einsatz vom Verkehrsministerium im Rahmen seines Projekts „Park.Raum.Check“.
Weitere Themen auf der Tagesordnung sind neben Berichten von Jahresabschlüssen und der Aufstellung von Bebauungsplänen unter anderem die „Beschaffung von Druckern und Kopierern“ sowie die Beauftragung des Büros ORplan, ein Stadtentwicklungskonzept zu erstellen, dessen Vorarbeiten bereits 35.000 Euro gekostet haben.
Die Sitzung beginnt mit der Bürgerfragestunde um 18 Uhr. Sie findet im großen Saal des Rathauses statt und ist öffentlich.

