Stadt Waiblingen spart an ihrer Bücherei

Kurz­mel­dung«
Wäh­rend die Schorn­dor­fer Stadt­ver­wal­tung eine mil­lio­nen­schwere neue Leih­bü­che­rei baut (samt 2,5 Mil­lio­nen Euro für ein pas­sen­des „Um­feld“), ist die Stadt­bü­che­rei in Waib­lin­gen nicht von Spar­maß­nah­men zur Ret­tung des städ­ti­schen Haus­halts aus­ge­nom­men.

Im Juli be­schloss da der Ge­mein­de­rat ein­stim­mig die Re­du­zie­rung der Öff­nungs­zei­ten von wö­chent­lich 39 auf 36 Stun­den, was laut Sit­zungs­vor­lage eine Ein­spa­rung von 1,5 Per­so­nal­stel­len und so­mit 90.000 Euro we­ni­ger an jähr­li­chen Aus­ga­ben be­deute.

Über­dies wur­den die Ge­büh­ren für den Lese-Aus­weis für Er­wach­sene (un­ter 18 Jah­ren ist die Nut­zung kos­ten­los) an­ge­ho­ben: von 10 auf 20 Euro, was wei­tere 15.000 Euro in die Stadt­kasse bringt. Die Ge­bühr war seit dem Jahr 2004 und da­mit 22 Jahre lang nicht er­höht wor­den.

Zum Ver­gleich: In Schorn­dorf kos­tet der Lese-Pass 25 Euro (seit März die­ses Jah­res). Und die Öff­nungs­zei­ten be­tra­gen 31 Stun­den pro Wo­che.

Laut Jah­res­be­richt wur­den hier im ver­gan­ge­nen Jahr 267.600 Ent­lei­hun­gen ge­zählt. Da­von ent­fie­len fast 200.000 auf ge­druckte Me­dien und rund 70.000 auf an­dere Me­dien (wie z.B. Spiele und CDs).

Dazu ka­men noch di­gi­tale Me­dien  wie eBooks, ‑Au­dios und ‑Pa­pers. Sol­che wur­den von Schorn­dorf aus 1.246-mal ent­lie­hen.

Waib­lin­gen ver­zeich­nete im ver­gan­ge­nen Jahr 470.000 Aus­lei­hen, wo­bei dort der An­teil der di­gi­ta­len Me­dien mit  210.700 Aus­lie­hen an­nä­hernd die Hälfte aus­macht.

Um­ge­rech­net kom­men dem­nach in Waib­lin­gen 8,2 Aus­lei­hen pro Ein­woh­ner, in Schorn­dorf sind es 6,4 Aus­lei­hen.

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