Ankündigung«
Die Initiatoren des Bürgerbegehrens zum Erhalt des Heimatmuseums am Kirchplatz haben einen offenen Brief an Holger Dietrich, den Vorsitzenden des Schorndorfer Heimatvereins, geschrieben.
Alt-OB Winfried Kübler und Ex-CDU-Stadtrat Manfred Bantel sind der Ansicht, dass sich der Heimatverein „nach der Sach- und Rechtslage in einer offiziellen Stellungnahme ebenfalls für einen Erhalt des Museums am bisherigen Platz aussprechen sollte“.
Sie erinnern daran, dass am 9. September 1991 ein Übergabevertrag geschlossen wurde zwischen dem Heimatverein als damaligem Träger des Museums und der Stadtverwaltung, in deren Hände es damals überging.
In diesem Vertrag habe sich die Stadt dazu verpflichtet, „das Museum als stadt- und regionalgeschichtliches mit allgemein-kulturellem Zuschnitt unter Einbeziehung des Gebäudes Kirchplatz 7 weiterzuführen und weiter zu entwickeln“.
Sie fordern: „Das in Stein und Fachwerk gefügte Denkmalensemble muss Teil der Schorndorfer Erinnerungskultur bleiben.“
Es wäre „ein nicht gutzumachender Verlust an Kulturgut“, wenn die Verwaltung diese beiden Gebäude – „als wären es Legobausteine“ – an einen Investor mit unbekannten Nutzungsabsichten „verscherbeln“ würde.
Auch wehren sich die Unterzeichner dagegen, dass die Museums-Exponate, mangels Platz, im neuen Domizil am Busbahnhof, „zum großen Teil“ dann nicht mehr der Öffentlichkeit zugänglich wären.
Bereits bezüglich des Betonanbaus an die Meierei auf dem Spitalhof für die neue Bücherei war der Heimatverein nicht spürbar aktiv zum Schutz des Spital-Ensembles in Erscheinung getreten.
Mit Andrea Bergler, der Museumsleiterin, und dem städtischen Archivar Harald Winkel sind zwei Angestellte der Verwaltung im Beirat des Heimatmuseums vertreten.
Der Vereinsvorsitzende Holger Dietrich hat bei der Kommunalwahl 2024 auf der Liste der SPD kandidiert, deren Fraktion im Gemeinderat Ende März geschlossen für den Museumsumzug gestimmt hat.
Am morgigen Freitag, 29. Mai, wird nun Winfried Kübler im Martin-Luther-Haus einen Vortrag über das gefährdete Museumsdomizil (ehemals Lateinschule und Deutsche Schule) halten, in dem auch Barbara Künkelin eine Rolle spielt. Beginn ist um 19 Uhr.
Dort kann zudem, wer Unterschriften sammeln möchte, die entsprechenden Listen abholen, desgleichen bereits ausgefüllten abgeben.
Samstags und dienstags stehen die Bürgerbegehrler vormittags mit einem Info-Stand in der Fußgängerzone. Kommenden Sonntag, 31. Mai, werden sie ebenfalls von 11 bis 13 Uhr zum „Internationalen Fachwerktag“ am Museum präsent sein.

