Ankündigung«
Am morgigen Dienstag, 12. Mai, findet im Kesselhaus ein Info-Abend zur Rettung des Museums an seinem jetzigen Standort statt, Beginn ist 19 Uhr. Deren Initiatoren sind Alt-OB Winfried Kübler und Ex-Stadtrat Manfred Bantel (CDU). Der Heimatverein und die AG „Schorndorfer Weiber“ sind mit im Boot.
Sie alle sind der Überzeugung, dass der Gemeinderatsbeschluss, unser Stadtmuseum zu halbieren und in einen Neubau am Busbahnhof umzusiedeln, nicht dem Willen der Bevölkerung entspricht.
Daher streben sie einen Bürgerentscheid an. Dazu braucht es zunächst rund 2.100 Unterschriften für ein Bürgerbegehren, mit dem die Verwaltung beauftragt wird, einen solchen Bürgerentscheid durchführt.
Abgesehen davon, dass dessen Initiatoren der Meinung sind, die Verwaltung dürfe das historische Gebäude des jetzigen Museumsdomizils am Kirchplatz nicht einfach „verhökern“, zweifeln sie auch die von der Verwaltung genannten Kosten von über 10 Millionen Euro für dessen Sanierung als völlig übertrieben an.
Tatsächlich sind manche Summen (und Begründungen), die aus dem Rathaus kommen, immer wieder Grund zum Staunen. So wurden – ganz aktuell – etwa für die Gestaltung des Archivplatzes „zwei Elemente Mobiles Grün“ mit beachtlichen 70.000 Euro veranschlagt. Umgerechnet also 35.000 Euro pro Pflanzkübel.
Übrigens sind diese nach Ansicht der Stadtspitze „zum Schutz“ der Bücherei-BesucherInnen vor dem Autoverkehr auf dem Parkplatz dort „erforderlich“.
Bereits vor der Gemeinderatssitzung, in der der Beschluss zum Museumsumzug gefasst wurde, hatte die Initiative der „Lateinschüler“ (die den Standort „alte Lateinschule“ beibehalten wollen) an zwei Einsätzen auf dem Wochenmarkt bei Kälte und Regen nach eigenen Angaben schon 500 Unterschriften zusammenbekommen.


