3.397 SchorndorferInnen fordern Bürgerentscheid

Man­fred Ban­tel (rechts) über­gab ges­tern die Un­ter­schrif­ten-Lis­ten des Bür­ger­be­geh­rens zum Mu­se­ums­stand­ort an OB Hornikel (links) und EBM Eng­lert.

Kurz­mel­dung«
Weil sie der Mei­nung sind, dass die Ent­schei­dung über die Zu­kunft des Stadt­mu­se­ums nicht von nur 20 Mit­glie­dern des Ge­mein­de­rats, son­dern von der ge­sam­ten Bür­ger­schaft ge­trof­fen wer­den sollte, ha­ben sich 3.397 Ein­woh­ne­rin­nen mit ih­rer Un­ter­schrift an ei­nem Bür­ger­be­geh­ren zu die­sem Thema be­tei­ligt.

De­ren In­itia­to­ren, Alt-OB Kü­b­ler und Ex-Stadt­rat Ban­tel, ha­ben laut OB Hornikel da­mit „ein Rie­sen­fass auf­ge­macht“, wie er bei der Über­gabe der 391 Un­ter­schrif­ten­lis­ten er­klärte. Sei­ner Mei­nung nach ist der Ge­mein­de­rat das „le­gi­ti­mierte Gre­mium“, um diese Frage zu ent­schei­den, statt dies „auf der Straße“ zu tun.

Es wa­ren min­des­tens 7 Pro­zent al­ler Wahl­be­rech­tig­ten nö­tig, laut Rat­haus­an­ga­ben also rund 2.439 Men­schen, die un­ter­schrei­ben, um die Stadt­ver­wal­tung mit der Durch­füh­rung ei­nes Bür­ger­ent­scheids zu die­sem Thema zu be­auf­tra­gen.

Man­fred Ban­tel zeigte sich stolz und er­freut dar­über, dass sie diese Min­dest­an­for­de­rung des Bür­ger­be­geh­rens spie­lend ge­meis­tert ha­ben: „Wir sind über­wäl­tigt von der po­si­ti­ven Re­so­nanz der Schorn­dor­fer Be­völ­ke­rung al­ler Al­ters­grup­pen.“

Die Ver­wal­tung wird nun sämt­li­che Un­ter­schrif­ten prü­fen, vor al­lem dar­auf­hin, dass nie­mand mehr­fach un­ter­schrieb, und auch, ob alle Un­ter­zeich­ne­rIn­nen auch tat­säch­lich wahl­be­rech­tigt sind.

Alt-Ober­bür­ger­meis­ter Win­fried Kü­b­ler (rechts im Bild) war bei der Über­gabe eben­falls an­we­send.

Der Ge­mein­de­rat wird dann be­reits in sei­ner nächs­ten Sit­zung, am 23. Juli, über die Zu­läs­sig­keit des Bür­ger­be­geh­rens be­fin­den.

Ist dies der Fall, muss der Bür­ger­ent­scheid durch­ge­führt wer­den. Laut Hornikel ist er mit Kos­ten von 100.000 Euro ver­bun­den.

Theo­re­tisch kann der Ge­mein­de­rat die­ses Geld spa­ren, in­dem er das An­lie­gen der Bür­ger­schaft, näm­lich der Ver­bleib des Mu­se­ums am Kirch­platz, von sich aus be­schließt.

Tut er es nicht, ist für die­ses Ziel beim Bür­ger­ent­scheid nicht nur eine Mehr­heit der Stim­men er­for­der­lich, son­dern diese müs­sen gleich­zei­tig auch dem Quo­rum von min­des­tens 20 Pro­zent al­ler Wahl­be­rech­tig­ten ent­spre­chen.

Um­ge­rech­net wä­ren also rund 6.969 Ja-Stim­men nö­tig.

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