Ankündigung«
Von Anfang an sei es beim Protest gegen Stuttgart 21 nicht nur um den Bahnhof gegangen, sondern darum, „wie dieses Projekt durchgesetzt, ja durchgelogen wurde.“
So schreibt das „Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21“ in seiner Einladung zu seiner mittlerweile 800. Montagsdemo.
Diese findet kommenden Montag, 30. März, ab 18 Uhr auf dem Stuttgarter Schlossplatz statt mit dem Versprechen: „Wir sind gekommen, um zu bleiben, solange gegen jede Vernunft und alle Fakten dieses zerstörerische Projekt fortgesetzt wird.“
Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Angelika Linckh, welche unlängst für ihr Engagement von der „Deutschen Umwelthilfe“ ausgezeichnet wurde. Bei der Verleihung hatte Luisa Neubauer „das Dranbleiben, die Ausdauer der Proteste“ als wichtig für deren Erfolg hervorgehoben.
Und: „Wer die Rechnung ohne die Zivilgesellschaft macht, der wird sich verrechnen.“
Seit 2009 fanden die Montagsdemos kontinuierlich statt. Neubauer sieht als wesentlichen Faktor für diesen „einzigartigen Durchhaltewillen“ die „immer deutlicher aufbrechenden Mängel und Widersprüche des Projekts“.
Charakteristisch ist zudem, dass sich an diesem großen Demokratieprojekt ein breites politisches Spektrum von RednerInnen beteiligt: unter ihnen der ehemalige Chef der Schweizer Bundesbahn, Benedikt Weibel, sowie renommierte Verkehrswissenschaftler bis hin zur Bundesjustizministerin a.D., Herta Däubler-Gmelin.
Bei der 800. Montagsdemo treten jetzt auf: Prof. Heiner Monheim, Mitbegründer der Fachvereinigung Bürgerbahn statt Börsenbahn, Dr. Katharina Keil, Timo Brunke und Tobi Rosswog. Die Musik kommt von „Friday Night“.
Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion mit den Beteiligten im Kunstverein statt.

